Bluetti Balco Transfer Hub mit Bluetti Elite 300 vorgestellt

Bluetti Balco Transfer Hub

Wenn die starke Powerstation im eigenen Keller lagert weil die Camping-Saison vorrüber ist, schlummern mehrere Kilowattstunden Speicher ungenutzt bis zur nächsten Nutzung. Dieses Dilemma will das Bluetti Balco Transfer Hub lösen und verspricht somit eine Brücke zwischen mobiler Powerstation einerseits und einem stationären Balkonkraftwerk andererseits.

Wir haben in diesem Test das Balco Transfer Hub einer genauen Prüfung unterzogen und mit der bereits von uns getesteten Bluetti Elite 300 gekoppelt.

Inhaltsverzeichnis

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Bluetti Elite 300 für die Nutzung des Balco Transfer Hub kurz vorgestellt

Bluetti Elite 300 Frontseite

Bluetti hat mit der Elite 300 eine Powerstation mit 2400 Watt Ausgangsleistung sowie 3 kWh (314 Ah) Kapazität herausgebracht, die noch dazu vergleichsweise kompakt bleibt.

Bluetti schafft mit der Elite 300 den Spagat zwischen einer sehr
guten Leistung und Kapazität bei mäßiger Größe und Gewicht – das
Kraftpaket bleibt trotzdem transportabel.

Zusätzlich wurde ein kluges Lüftungssystem verbaut, was die Elite 300 seltener
abschaltet bei Vollbelastung.

Über Solarmodule können wir die Elite 300 mit 1200 Watt aufladen, gleichzeitiges Aufladen über Solar und Netzteil erlaubt sogar 2400 Watt Input.

Wenn ihr euch tiefergehend mit dieser Powerstation beschäftigen wollt, empfehlen wir euch einen Blick auf unseren Test der Bluetti Elite 300.

Bis zum 16.09.2026 gibt’s das Balco Transfer Hub als Bundle mit der Bluetti Elite 300 mit dem 10 % Rabattcode SCE10 im Bluetti Shop.

Bluetti Elite 300 Usb Ports

Das Konzept des Bluetti Transfer Hubs

Die Grundidee des Balco Transfer Hubs ist simpel und clever. Ihr besitzt bereits eine starke Powerstation wie die Bluetti Elite 300, wollt aber nicht extra ein fixes Akkusystem an der Hauswand im Keller installieren? Das Hub dient als intelligenter, netzgekoppelter Controller.

Das System wird fest mit eurem heimischen 230-Volt-Stromnetz verbunden und übernimmt die Steuerung – und zwar immer dann, wenn es um die Einspeisung überschüssiger Solarenergie geht oder den Akku zu laden. 

Das Entscheidende dabei: Ihr bleibt flexibel. 

Wenn ihr spontan auf einen kurzen Campingtrip fahrt, trennt ihr die Elite 300 mit wenigen Handgriffen vom Balco Transfer Hub, ladet sie ins Fahrzeug und habt euren mobilen Strom immer dabei. 

Seid ihr zurück, schließt ihr sie wieder an, und das System arbeitet sofort als fester Heimspeicher weiter.

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Installation

Nach dem Öffnen des Kartons stellten wir überrascht fest: wir müssen kein Elektrofachbetrieb sein, um das Balco Transfer Hub in Betrieb zu nehmen! 

Die Installation ist im Grunde reines Plug-and-Play – wenn ihr euch an die Installationsschritte haltet, steht das System in wenigen Minuten.

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  1. Wandmontage: Das Transfer Hub ist kompakt gebaut und wird sicher an einer Wand in der Nähe einer herkömmlichen 230-Volt-Steckdose platziert.
  2. Netzverbindung: Zuerst verbindet ihr das Hub über das mitgelieferte Anschlusskabel (mit GRID gekennzeichnet) mit eurer Haushaltssteckdose. Die Anzeige leuchtet.
  3. Powerstation AC Ausgang koppeln: Nun kommt die Bluetti Elite 300 ins Spiel. Über das Kabel „AC_Input“ wird das Transfer Hub direkt mit einem der AC-Ausgänge (Wechselstromdose) verbunden, sodass Energie in beide Richtungen fließen kann.
  4. Powerstation AC Eingang koppeln: Nun wird der AC-Eingang (Kaltgeräteeingang) der Powerstation über das Kaltgerätekabel an den AC Output des Balco Transfer Hubs gehängt (Steckdose in der Mitte).
  5. Solar-Anbindung: Eure Solarmodule (die ihr beispielsweise auf dem Balkon angebracht habt) werden direkt an den PV Input (Solareingang) der Elite 300 angeschlossen. Die Powerstation sammelt tagsüber den Solarstrom, während das Hub die kontrollierte Einspeisung ins Hausnetz regelt.
 
Damit ist die Installation im Grunde abgeschlossen. Wer noch optionale Geräte zur Verbrauchsmessung nutzen will, kann diese nun zur Messung anschließen.
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Kompatibilität

Ein extrem wichtiger Punkt, den ihr unbedingt vor dem Kauf des Balco Transfer Hubs und vor allem der Powerstation wissen müsst, betrifft die Kompatibilität der Station. 

Wie sich bei genauerer Betrachtung und insbesondere bei der technischen Spezifikation im Detail zeigt, sind Geräte von Bluetti wenig überraschend im Vorteil gegenüber Anbietern der Konkurrenz, wenn es um die Kompatibilität des Balco Transfer Hubs geht.

Ein genauer Blick auf die Geräteauswahl lohnt sich, um spätere Überraschungen zu vermeiden!

Welche Bluetti-Stationen und Drittanbieter passen?

Das Balco Transfer Hub ist prinzipiell universell konzipiert worden: 

Der Hersteller Bluetti wirbt grundlegend mit einer breiten Kompatibilität für Solargeneratoren mit AC-Dauerleistungen von größer gleich 1000 Watt, was theoretisch auch das Betreiben von Drittanbieter-Modellen erlauben würde.

Allerdings schränkt sich dieser Funktionsumfang bei Fremdmarken leider drastisch ein, was den Kauf wiederum in Frage stellt:

Bei Fremdgeräten fungiert das Hub meist nur als einfacher, netzgekoppelter Ausgang ohne smarte Zusatzfunktionen.

Wer dagegen auf den vollen Komfort setzen will, greift zu den offiziell unterstützten Reihen aus dem Hause Bluetti:

Während ältere Klassiker wie die AC180, AC200Max oder AC200L unterstützt werden, spielen vor allem die modernen Powerstationen der Elite-Serie (wie die Elite 100 V2, Elite 200 V2, Elite 300, Elite 400 oder Apex 300) ihre Stärken voll aus.

Nur in Kombination mit diesen Modellen stehen euch Features wie das erweiterte Energiemanagement und die volle App-Steuerung uneingeschränkt zur Verfügung.

Ältere oder gänzlich inkompatible Stationen, die man vielleicht im Keller stehen hat, verweigern mitunter den Dienst oder unterstützen die bidirektionale Steuerung schlichtweg nicht. Hier solltet ihr vorab unbedingt einen Blick auf die offizielle Kompatibilitätsliste des Herstellers werfen.

Funktionsweise und Leistungsdaten

Mit der Bluetti Elite 300 habt ihr wie erwähnt eine Kapazität von etwa 3.000 Wh zur Verfügung. 

Das Balco Transfer Hub sorgt nun dafür, dass diese Energie nicht manuell über umgesteckte Kabelverbindungen abgezapft werden muss, sondern im Rahmen der in Deutschland gültigen Gesetzgebung für steckerfertige Anlagen mit maximal 800 Watt Einspeiseleistung in euer heimisches 230-Volt-Netz fließen kann.

Das Hub arbeitet bidirektional. Das bedeutet: Es kann die Elite 300 wird nicht nur entladen, um eure Grundlast zu decken, sondern sie kann – je nach Konfiguration und Ladeleistung (bis zu 850 W AC-Input über das Hub) – auch gezielt aus dem Stromnetz nachladen.

Smarte Steuerung über die Bluetti App, S-Meter und S1 Smart Plugs

Damit das Ganze nicht einfach blind ins Netz einspeist, sondern euren tatsächlichen Bedarf im Haus deckt, spielt die Software eine zentrale Rolle. Die Steuerung läuft komplett über die Bluetti App, die euch übersichtlich alle Leistungsdaten, Ladezustände und Statistiken anzeigt.

Bluetti S-Meter dient als Mess- und Steuerungszentrale

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Um den Hausverbrauch in Echtzeit zu ermitteln, kann man zusätzlich das Bluetti S-Meter (alternativ wird auch etwa ein System wie das Shelly 3EM Pro unterstützt) im Zählerschrank integrieren. Die Installation sollte allerdings der Elektrofachmann übernehmen. Dieses misst über Stromwandler, wie viel Strom gerade aus dem Netz bezogen oder dorthin geleitet wird.

Das S-Meter ermittelt die Last-Daten im Zählerschrank und kommuniziert diese via WLAN oder an das System. Das Balco Transfer Hub erhält über diese Rückkopplung einen Befehl, die Einspeisung dynamisch anzupassen. 

Schaltet ihr etwa in der Küche den Wasserkocher ein, registriert das S-Meter den jetzigen Mehrbezug aus dem öffentlichen Netz, leitet die Information an das System weiter, und das Hub regelt die Einspeisung der Elite 300 innerhalb von Sekundenbruchteilen nach, um den Bedarf auszugleichen.

Alternative Überwachung: Bluetti S1 Smart Plugs

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Habt ihr kein festes S-Meter im Zählerschrank verbaut oder wollt ihr gezielt einzelne Großverbraucher wie die Waschmaschine überwachen, greift ihr zu den intelligenten Steckdosen von Bluetti – den Bluetti S1 Smart Plugs.

Die Smart Plugs messen den Verbrauch des jeweiligen Geräts, kommunizieren mit dem Balco-System und melden diesen direkt an die Bluetti App, um die Lastverteilung zu feinsteuern.

In unserem Test haben wir damit beispielsweise stromintensive Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Trockner eingebunden.

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Bluetti App und ihre Betriebsmodi im Detail

Zunächst einmal geben wir einen Überblick über die Informationen und Steuerungsmöglichkeiten bei Betrieb der Elite 300

Die Bluetti App bietet die üblichen erwartbaren Daten und Funktionen für die Steuerung der Powerstation.

So erhalten wir beispielsweise Daten über den aktuellen Energieverbrauch
der Station, Daten zum Solarladen oder die Angabe zur verbleibenden
Restkapazität.

Neben diesen grundlegenden Informationen können wir
mit einem Antippen der DC oder AC Buttons in der App den jeweiligen
Bereich ein- oder ausschalten. Das ist beispielsweise dann praktisch,
wenn wir die angeschlossene Lampe nicht per Hand ausschalten wollen,
sondern bequem vom Bett aus per Smartphone.

Zudem können wir in der App festlegen, ob wir uns per Bluetooth oder per WiFi verbinden wollen.

Interessant ist auch, dass die App eine Möglichkeit bietet, den Lademodus festzulegen (mehr dazu im Abschnitt Laden per AC).

Es gibt noch einige andere Steuerungsmöglichkeiten, die an der Stelle den Rahmen sprengen würden. Die App ist vom Umfang und der Übersichtlichkeit jedenfalls gut gelungen – großes Lob an die Entwickler.

Kommen wir nun zu den Betriebsmodi, wenn das Balco Transfer Hub eingebunden ist mitsamt der Elite 300:

Damit die Bluetti Elite 300 im Zusammenspiel mit dem Balco Transfer Hub nicht einfach starr Energie ins Netz drückt, stellt euch die Bluetti App ein vielseitiges Arsenal an Betriebsmodi zur Verfügung. 

Je nachdem, ob ihr euren Eigenverbrauch maximieren, für den Ernstfall vorsorgen oder von schwankenden Strompreisen profitieren wollt, lässt sich das System exakt an eure Bedürfnisse anpassen:

Selbstnutzung (Eigenverbrauch)

In diesem Standardmodus optimiert das System euren Stromverbrauch automatisch. Mithilfe der Verbrauchsdaten aus dem installierten S-Meter oder den S1 Smart Plugs erkennt das Hub exakt, wie viel Leistung gerade im Haus benötigt wird (Grundlast). Entsprechend dynamisch passt das Hub die Einspeisung an, um überschüssigen Netzbezug zu verhindern.

Backup-Modus

Solltet ihr in einer Region wohnen, in der Stromausfälle passieren, ist dieser Modus euer Sicherheitsnetz. Hier wird der Akkustand der Elite 300 konstant auf 100 % gehalten. Das System sperrt die Netzeinspeisung weitgehend, um zu garantieren, dass angeschlossene und sensible Geräte wie der heimische Kühlschrank bei einem plötzlichen Blackout sofort und so lange wie möglich weiterbetrieben werden.

Benutzerdefiniert

Wer die volle Kontrolle will, wählt den benutzerdefinierten Modus. Hier könnt ihr manuell einen festen Schwellenwert für die Grundlast definieren – beispielsweise konstante 200 Watt –, die zeitgesteuert ins Hausnetz abgegeben werden. Genauso lässt sich hier ein spezifischer SoC-Bereich (State of Charge) beziehungsweise ein Mindest-Entladelimit definieren, damit die Elite 300 nie komplett tiefentladen wird und stets eine behält.

KI-Modus / Zeitgesteuerte Steuerung (Dynamische Tarife)

Ein echtes technisches Highlight für alle Haushalte mit dynamischen Stromtarifen. Über die App könnt ihr exakt einprogrammieren, zu welchen Uhrzeiten die Elite 300, beispielsweise während günstiger Sonnenstunden, aktiv und kostengünstig aus dem öffentlichen Netz nachgeladen werden soll. Steigen die Strompreise zu den klassischen Stoßzeiten am Abend hingegen stark an, gibt das System die gespeicherte Energie wieder gezielt an euren Haushalt ab.

Fazit

Nach unserem Test mit der Bluetti Elite 300 und dem Balco Transfer Hub ziehen wir ein überwiegend positives Fazit.

Das gefällt uns:

  • Enorme Aufwertung: Eure mobile Powerstation verstaubt nicht mehr ungenutzt im Raum, sondern arbeitet das ganze Jahr über sinnvoll weiter.
  • Einfache Handhabung: Die physische Installation ist unkompliziert und erfordert keinen Elektriker. Ausnahme: Für die Überwachung per S-Meter sollte ein Fachmann für den Einbau in den Zählerschrank beauftragt werden.
  • Smarte Features: Die Kombination aus S-Meter, S1 Smart Plugs und der App-Steuerung holt das Maximum aus der Anlage heraus.

Das gefällt uns nicht:

  • Die Kompatibilität ist nicht bei allen älteren Solargeneratoren lückenlos gegeben, hier solltet ihr vorab prüfen, ob eure vorhandene Station unterstützt wird – insbesondere was die Bluetti App Funktionalität angeht.

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Thorsten Gründges

Mehr als 20 Jahre Camping-Begeisterung und kein Ende in Sicht! Was ich liebe: Einfach mit dem Wohnmobil losfahren und neue, wunderschöne Orte erkunden. Es ist vor allem das Gesamtpaket, für das ich Feuer und Flamme bin: Vorfreude, Abwechslung, pure Entspannung und (meistens) sympathische Mitcamper. Mehr als Urlaub eben - fast schon meine Religion!