Bluetti hat mit der Elite 400 eine Powerstation mit 2600 Watt Ausgangsleistung sowie fast 4 kWh Kapazität herausgebracht, die noch dazu vergleichsweise leicht im Konkurrenzvergleich bleibt.
Das Kraftpaket wiegt weniger als so manch andere Station dieser Klasse und ist dank Trolley-Funktion ebenerdig gut zu handhaben.
Trotzdem haben wir ein paar Schwächen in unseren Tests aufgedeckt, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Wir haben das neue Modell der Bluetti-Serie ausführlich getestet und geben euch einen Überblick zu den wichtigsten Daten.
Inhaltsverzeichnis
Testergebnis & Noten: Wie gut ist die Bluetti Elite 400?
Die Bluetti Elite 400 überzeugt uns in puncto Leistung und Kapazität, auch in Hinblick auf Mobilität und Handhabung.
Neben einer sehr guten Verarbeitung weiß die XXL-Batterie zudem mit einem fairen Preis-Leistungsverhältnis zu überzeugen.
Wen die etwas dürftige Anschluss-Vielfalt nicht stört, bekommt einen starken Begleiter für den nächsten Camping-Urlaub.
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Bluetti Elite 400: Wichtige Messwerte
| Kapazität laut Hersteller | 3840 Wh |
| Gemessene Kapazität | 3490 Wh |
| Gemessenes Gewicht | 39 kg |
| Berechnetes Volumen | 61 Liter |
| Leistung laut Hersteller | 2600 Watt |
| Gemessene Leistung | 2590 Watt |
| Gemessene Ladezeit (Netzteil) | 2,7 Stunden |
Bluetti Elite 400
gut
Mobilität
gut
Anschlüsse
befriedigend
Kapazität
sehr gut
Leistung
sehr gut
Handhabung
sehr gut
Ladezeit
gut
Gehäuse & Design
Nach dem Aufstellen der Bluetti Elite 400 fiel uns zunächst auf, dass das vordere Bedienfeld mit sämtlichen Anschlüssen – also der obere Teil der Station – fast identisch zu sein scheint mit der kleineren Elite 300, die wir getestet haben.
Sämtliche Bedienelemente sind analog zum kleinen Bruder Elite 300 sinnvoll angeordnet und gut zu erreichen. Winkelstecker passen problemlos, die Ein- und Ausgänge haben einen ausreichenden Abstand zueinander.
Dies ist unsere erste Bluetti-Station mit ausziehbarem Teleskopgriff und Rollen – das macht die massive Batterie der 4-kWh-Klasse angenehm portabel.
Mobilität
Zunächst interessierte uns, wie transportabel die Bluetti Elite 400 wirklich ist. Wir werfen deswegen einen Blick auf die gemessenen Werte Gewicht, Maße und Volumen.
Die Powerstation wiegt insgesamt 39 Kilogramm. Damit zählt sie zu den schwersten mobilen Powerstationen am Markt, bleibt aber verglichen mit anderen mobilen Stationen der 4kWh-Klasse tatsächlich leichter als die Konkurrenz.
Knapp 40 Kilogramm für Campingeinsätze sind jedoch viel – wer die Elite 400 für Camping-Urlaube einplant, sollte daher das merkliche Zusatz-Gewicht bei der Zuladung des Campers beachten.
Hinzu kommt, dass das Überwinden vertikaler Hindernisse wie Stufen, Heckgarage des Campers oder Unebenheiten auf Zeltplätzen problematisch ist.
Wer die schwere Powerstation Elite 400 also im Keller ohne Aufzug lagern will, besorgt sich lieber Hilfe für den Transport zu zweit: Die beiden Griffe auf der Oberseite sind dafür bestens geeignet, liegen haptisch gut in der Hand und sind ordentlich verarbeitet.
Mit einer Abmessung von 432 x 288 x 490 Millimetern (61 Liter Volumen) können wir die Powerstation gut in einem gewöhnlichen KFZ-Kofferraum unterbringen. In der Heckgarage des Wohnmobils findet die Elite 400 ebenfalls genügend Platz. Trotzdem sollte man die Höhe von 49 Zentimetern bedenken bei der Zuteilung des Raums.
Komplett ausgefahren misst der Teleskopgriff auf der Oberseite 55,2 Zentimeter und ist damit ideal selbst für größere Personen, zu denen auch wir zählen.
Bei unseren Tests konnten wir die Elite 400 problemlos wie einen Reisekoffer hinter uns her ziehen. Die Rollen machten dabei einen guten Eindruck, auch auf nicht ganz glatten Böden wie der Terrasse oder dem Rasen. Für Splitt oder Kies-Untergrund sind die Rolllen nicht geeignet.
Insgesamt bleibt die Elite 400 im Vergleich kompakter und gleichzeitig leichtgewichtiger als die Konkurrenz. So ist etwa die EcoFlow Delta Pro 3 etwa 10 kg schwerer als die Elite 400. Zudem schlägt sie selbst Geräte der 3 kWh-Klasse in puncto Gewicht, die Anker Solix F3000 der 3kWh-Klasse ist schwerer als die Elite 400.
Bedenkt man dies in Kombination mit den erwähnten Rädern und dem ausziehbaren Teleskopgriff, erzielt die Bluetti Elite 400 insgesamt die Note „gut“ in der Kategorie Mobilität.
Mobilitätspunkte
Bluetti Elite 400
Mobilität: Gut
Anschlüsse
In diesem Abschnitt bewerten wir jeweils die Anzahl und Vielfalt der Anschlüsse der Bluetti Elite 400.
Insgesamt gibt es 7 Ausgänge, die sich auf USB-A, USB-C, 12-Volt-Zigarettenanzünder und 230-Volt Ports verteilen.
Ausgänge der Bluetti Elite 400:
- 2 × AC-Anschlüsse
- 2 × USB-A (jeweils max. 15 W, insgesamt 30 W
- 2 × USB-C (max. 100 W)
- 1 × Zigarettenanzünder-Anschluss (max. 120 W)
Die Ausstattung in puncto Quantität der Anschlüsse ist eher dürftig, bedenkt man die Größe und den potentiellen Platz, etwa für mehr AC-Steckdosen. Wir hätten für ein Gerät der 4 kWh-Klasse mindestens vier AC-Ausgänge erwartet, zwei sind zu wenig.
Abgesehen davon sind auch die anderen Ausgänge eher Standardkost und wir würden hier etwa mehr DC-Ports erwarten als beim kleinen Bruder Elite 300. Zum Vergleich: Die Elite 300 verfügt zusätzlich über einen starken XT90-Ausgang, den wir bei der Elite 400 ebenfalls erwartet hätten.
Im Folgenden geben wir euch einen groben Überblick über die Anschlüsse und wie man diese im Campingurlaub nutzen kann.
Wer das Grillfleisch aus der Kühlbox frisch halten möchte, nutzt dafür den 12 Volt Zigarettenanzünder-Ausgang auf der linken Seite.
Für alle gewöhnlichen Bedarfe beim Campen nutzen wir die zwei USB-A Ausgänge unten in der Mitte (2x 15 Watt). Dort wird beispielsweise nachts die USB-Lampe angeschlossen, das Smartphone oder Tablet geladen.
Gleich links und rechts daneben finden wir zwei 100 Watt USB-C Ausgänge mit Power Delivery, mit der wir den Drohnen-Akku oder das Kamera-Batterypack laden. Auch das Macbook können wir darüber aufladen.
Auf der rechten Seite befinden sich zwei 230-Volt-Ausgänge mit einer Dauerleistung von 2.600 Watt, die wir auch für leistungshungrige Geräte nutzen können – etwa eine Kaffeemaschine oder den Elektrogrill.
Gewinkelte Stecker passen problemlos, da genügend Abstand in alle Richtungen gelassen wurde.
Eine kabellose Ladefläche – etwa zum Aufladen des Smartphones – suchen wir jedoch vergebens, hier hätte Bluetti die Fläche der Oberseite sinnvoll nutzen können.
Zum Aufladen der Powerstation befindet sich der Kaltgeräte-Eingang auf der rechten Seite des Geräts. Dort verbinden wir das mitgelieferte Kaltgeräte-Kabel mit der heimischen 230-Volt-Steckdose oder dem Landstrom-Anschluss auf dem Campingplatz.
Auf der Frontseite oben links befindet sich zudem der PV-Eingang, mit dem wir unsere Powerstation bequem per Solarmodul laden können. Mehr dazu im Abschnitt Solar laden.
Insgesamt bewerten wir die Teilnote Anschlüsse mit der Note „befriedigend“.
Anschlusspunkte
Bluetti Elite 400
Anschlüsse: Befriedigend
Kapazität
Bezogen auf die Lebenszeit der Batteriezellen gibt Bluetti an, dass die LiFePO4-Akkus auf 3.000 Ladezyklen ausgelegt sind.
Dies bezieht sich auf den Zeitpunkt, bei dem die Zellen bei 80 Prozent ihrer ursprünglichen Nennkapazität angelangt sind.
Um herauszufinden, wie lange die Bluetti Elite 400 durchhält, haben wir einen 1400 Watt Elektrogrill angeschlossen und gemessen, wann die Station leer ist.
Bezogen auf den jeweiligen Ladezyklus gibt Bluetti die Kapazität der Powerstation mit 3.840 Wattstunden an.
Die Kapazität der Bluetti Elite 400 war im Test sehr gut, wir vergeben fünf von fünf Punkten.
Kapazitätspunkte
Bluetti Elite 400
Die folgende Eigenschaft wirkt sich besonders stark auf die Note aus:
Gemessene Kapazität: Wechselstrom (AC)
Mit einem 1400 Watt starken Elektrogrill und einem Staubsauger auf niedriger Stufe (600 Watt) konnten wir mit einer angelegten Gesamtlast von circa 2.000 Watt bis zur Leerung der Batterie knapp 3490 Wattstunden entnehmen, die Powerstation lieferte demnach im Test sehr gute 91 Prozent der Nennkapazität.
Leeren wir den Solargenerator jedoch mit deutlich weniger Last, liefert die XXL-Batterie etwas weniger, rund 85 Prozent der Nennkapazität des Herstellers.
Insgesamt ist die Kapazität eines Ladezyklus mit durchschnittlich 88 Prozent der Nennkapazität des Herstellers im Vergleich zu anderen LiFePO4 Powerstationen am Markt sehr gut.
| Angegebene Kapazität | 3840 Wattstunden |
| Gemessene Kapazität (AC, 2000 W) | 3490 Wattstunden |
Kapazität: Sehr Gut
Leistung
Wie viel Leistung kann die Bluetti Elite 400 Powerstation tatsächlich bringen?
In dieser Testrubrik erzielte die Station satte fünf von fünf Punkten.
Leistungspunkte
Bluetti Elite 400
Um die Leistungsnote für diese Testnote zu ermitteln und die Powerstation an ihre Leistungsgrenze zu bringen, haben wir Elektrogrill und Staubsauger gleichzeitig verwendet.
Maximale Leistung AC (Wechselstrom)
Laut Herstellerangaben muss es die Powerstation auf 2600 Watt Dauerleistung am AC-Ausgang bringen.
Beim Test mit einem Wasserkocher und einem Staubsauger lag die maximale Leistungsabgabe bei den Herstellerwerten, die Powerstation lieferte 2590 Watt über den Wechselrichter.
Als wir zwei zu starke Geräte angeschlossen haben (Elektrogrill und Wasserkocher), registrierte dies die interne Elektronik sofort und schaltete die Powerstation in den Power-Lifting-Modus. Wenn’s zu viel wird, schaltet die vollständig Station ab – dies variiert je nach Geräten und Leistungsaufnahme.
Im Power-Lifting-Modus laufen die Verbraucher mit geringerer Netzspannung weiter, allerdings leidet je nach Gerät die Leistung. Wird etwa ein Föhn angeschlossen, produziert dieser im Power-Lifting-Betrieb weniger Wärme.
Für den Camping-Alltag genügt uns die Dauerleistung von maximal 2600 Watt für sämtliche Geräte wie Kaffeemaschine, Zeltheizung oder sogar kleinere Klimaanlagen.
Eure Musikbox, das TV-Gerät oder diverse Elektronik mit AC-Netzteil könnt ihr ebenfalls sorglos betreiben.
Wasserkocher, Kühlschrank oder Herdplatten können je nach Kombination auch zeitgleich an den AC-Ausgängen genutzt werden.
Betreiben wir den Solargenerator zu Hause oder im Garten, können wir an der starken Elite 400 auch leistungshungrige Elektrowerkzeuge verwenden.
Wie jede moderne Powerstation ist auch die Bluetti Elite 400 durchladefähig – sie kann also gleichzeitig geladen und entladen werden.
Das ist insbesondere praktisch, wenn wir bei gutem Wetter über Solarpaneele am PV-Eingang aufladen und dabei unser Smartphone per USB aufladen oder die Kühlbox am 12-Volt-Ausgang nutzen.
Leistung: Sehr gut
Handhabung
In dieser Kategorie geht es darum, wie gut die Bluetti Elite 400 fürs Campen geeignet ist, welche Extra-Funktionen sie mitbringt und wie benutzerfreundlich sie ist.
So vergeben wir hier Punkte für leise Lüfter, einen guten Lautsprecher oder vollständiges Kabelzubehör.
Handhabungspunkte
Bluetti Elite 400
Lüfter
Die Lüfter auf der Seite der Bluetti Elite 400 leitet die warme Luft durch die Station nach draußen und sorgt für die nötige Abkühlung unter großer Last.
Die Lüftung hört man nur deutlich bei tatsächlich leistungshungrigen Verbrauchern, bei geringem Energiebedarf ist die Lüftung vorbildlich leise.
Wie schon bei anderen Bluetti-Geräten können wir die Ladung über die Bluetti-App steuern. Wem die nächtliche Aufladung im Schnelllademodus zu laut wird, schaltet auf den langsameren Silent-Modus um, der die Batteriezellen deutlich schont und durch leiseren Betrieb Schlafen in der Nähe der Batterie problemlos erlaubt.
Die vergleichsweise leise Lüftung bewerten wir mit sehr gut.
Wetterschutz
Das Thema Wetterschutz der Powerstation wird leider nach wie vor von Herstellern vernachlässigt.
Dies ist vor allem beim Zeltcamping von Bedeutung, da die Geräte im Freien oft mit Sand, Staub, Dreck, Insekten oder anderen externen Einflüssen in Berührung kommen.
Wer wie wir gern den Urlaub an der Küste verbringt, hat höhere Anforderungen an den Wetterschutz einer Powerstation. Starke Winde, Sand, Feuchtigkeit oder Staub kann leicht ins Innere des Solargenerators gelangen. Modelle mit Klappen oder Kappen sind daher wünschenswert.
Viele Modelle am Markt haben zumindest eine Gummikappe vor den wichtigen AC-Ports.
Bluetti verzichtet leider mit der Elite 400 wie schon bei anderen Modellen wie der Bluetti Elite 300 oder der Elite 100 V2 Bio Based auf schützende Kappen vor den Steckdosen.
Allerdings wurden immerhin die Input-Ports sowie der 12-Volt-Zigarettenanschluss mit einer solchen Schutzkappe gegen eindringende Insekten, Staub und Schmutz geschützt.
Display
Die Bluetti Elite 400 schalten wir mit einem Druck auf die ON/OFF-Taste mittig unterhalb des Displays auf der Vorderseite ein. Nach längerer Inaktivität schaltet sich das Display ab, um Strom zu sparen.
Analog zu anderen Geräten am Markt ist das Display klar lesbar strukturiert, aber dabei übersichtlich gehalten.
In der Anzeige gibt uns die obere Zeile Auskunft über die aktuellen gesamten Eingangsströme (DC Input oben links, AC Input oben rechts).
Analog werden die aggregierten Ausgangsleistungen darunter angezeigt: DC Output unten links, AC Output unten rechts.
In der Mitte gibt’s die übliche Prozentwert-Anzeige, die uns über den Stand der Restkapazität des aktuellen Ladezyklus informiert. Unterhalb gibt ein Schätzwert in Stunden Auskunft darüber, wann die Station entweder vollständig geladen oder entladen sein wird.
Das Display ist in Innenräumen gestochen scharf, bei guter Helligkeit. Geht man ins Freie, bleibt die Ablesbarkeit bei klarem Himmel okay und leidet – wie erwartet – sobald die Sonne direkt darauf scheint.
Für bedeckten Himmel gilt, dass wir die Werte im Test noch in rund zwei Metern Abstand gut erkennen konnten.
Insgesamt macht das Display einen sehr guten Eindruck im Test.
Bluetti App
Die Bluetti App bietet die üblichen erwartbaren Daten und Funktionen für die Steuerung der Powerstation Elite 400.
So erhalten wir beispielsweise Daten über den aktuellen Energieverbrauch
der Station, Daten zum Solarladen oder die Angabe zur verbleibenden
Restkapazität.
Neben diesen grundlegenden Informationen können wir
mit einem Antippen der DC oder AC Buttons in der App den jeweiligen
Bereich ein- oder ausschalten.
Das ist beispielsweise dann praktisch,
wenn wir die angeschlossene Lampe nicht per Hand ausschalten wollen,
sondern bequem vom Bett aus per Smartphone.
Zudem können wir in der App festlegen, ob wir uns per Bluetooth oder per WiFi verbinden wollen.
Interessant ist auch, dass die App eine Möglichkeit bietet, den Lademodus festzulegen (mehr dazu im Abschnitt Laden per AC).
Es gibt noch einige andere Steuerungsmöglichkeiten, die an der Stelle den Rahmen sprengen würden. Die App ist vom Umfang und der Übersichtlichkeit jedenfalls gut gelungen – großes Lob an die Entwickler.
Handhabung: Sehr Gut
Ladezeit
Der Solargenerator Bluetti Elite 400 kann so aufgeladen werden:
- Mit dem mitgelieferten AC-Kaltgerätekabel an einer 230-Volt-Steckdose
- Über den XT60 Eingang per Solarmodul (MC4 auf XT60 Kabel nicht enthalten)
- Über den XT60 Eingang per KFZ-Ladung (KFZ auf XT60 Kabel nicht enthalten)
Die Ladezeiten im schnellsten Modus sind beachtlich gut. Die Station kann in der Bluetti App fürs Netzladen zudem auf verschiedene Lademodi konfiguriert werden.
Schade, dass auch bei diesem Bluetti Modell kein Solarladekabel oder KFZ Adapter beigelegt war, Punktabzug dafür.
Erwähnenswert ist die Durchladefähigkeit – sie kann also gleichzeitig geladen und entladen werden.
Daher gibt es 4 von 5 möglichen Punkten bei der Testnote Ladezeit.
Ladezeitpunkte
Bluetti Elite 400
Laden mit Netzteil
In unseren Tests lud die Bluetti Elite 400 über den AC-Kaltgeräteeingang mit maximal 2300 Watt in 3,5 Stunden vollständig wieder auf.
Der Lithium-Eisenphosphat-Akku füllte sich von 0 bis 80 Prozent in nur knapp zwei Stunden.
In der Bluetti App gibt es wie schon erwähnt neben diesem voreingestellten Standard-Lademodus zwei weitere Lademodi.
Im sogenannten Turbo-Lademodus lädt das Gerät per AC-Ladeeingang mit 2300 Watt wieder auf. Dieser Lademodus ist laut, weil hier der Lüfter deutlich hörbar wird – nicht empfehlenswert, wenn man neben dem Gerät schläft. Zudem werden die Batteriezellen in diesem Modus mehr beansprucht.
Der beste Lademodus für Langlebigkeit der Batteriezellen ist der Silent-Modus: Hier lädt die Powerstation zwar nur mit 1000 Watt, verzichtet aber weitgehend auf die Lüftung und ist damit ideal, wenn man beispielsweise in der Nähe der Batterie schlafen will.
Im Konkurrenzvergleich ist die Aufladung insgesamt schnell, zumindest wenn der Schnelllademodus aktiviert ist.
Die maximale, kombinierte Eingangsleistung beträgt 3300 Watt. Dieses Limit gilt also auch, wenn wir die AC-Aufladung am Stromnetz kombinieren mit der DC-Ladung am XT60-Eingang oben links auf der Vorderseite (Solar oder KFZ).
Laden über Solarenergie
Zunächst akzeptiert die Bluetti Elite 400 am XT60-Solarladeeingang oben links auf der Vorderseite 12 bis 60 Volt bei 20 Ampere, maximal 1000 Watt.
Das ist eine ordentliche Leistung, wenn man die Größe der Station bedenkt.
Zudem ist – wie im vorherigen Abschnitt erwähnt – ein gleichzeitiges Aufladen über Solar und Netzteil möglich mit insgesamt maximal 3300 Watt.
Allerdings ist diese Kombination aus Solarladung und AC-Ladung durch die Limitierung der einzelnen Modi bestimmt: Die Solarladung kann maximal 1000 Watt liefern, die AC-Ladung maximal 2300 Watt.
Ein Solarladekabel (MC4 auf XT60) liegt der Bluetti Elite 400 nicht bei. Dies sollte man beim Kauf eines PV-Moduls dementsprechend bedenken.
Laden am KFZ
Während der Fahrt kann die Lichtmaschine des Fahrzeugs die Powerstation wieder aufladen.
Auch die Aufladung über das Bordnetz ist möglich, maximal klappt das KFZ-Laden also mit 120 Watt.
Für die Aufladung über das Fahrzeug benötigt man einen XT60 auf KFZ Ladeadapter. Auch dieser ist nicht im Lieferumfang der Powerstation enthalten.
Ladezeit: Gut
Vorteile und Nachteile der Bluetti Elite 400
Vorteile
- Moderne LiFePO4-Batterie
- Großer Batteriespeicher
- Hohe Dauerleistung
- Gut erkennbares Display
- Gleichzeitiges Laden über Solar und Netzstrom
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung
- Gute App & Steuerung
Nachteile
- Wenige Anschlüsse für die Größe
- KFZ & Solarladekabel nicht enthalten
- AC-Ausgänge ohne Gummikappe
Lieferumfang
- Bluetti Elite 400
- AC Ladekabel
- Benutzerhandbuch
- Erdungsschraube
Fazit zur Bluetti Elite 400 Powerstation
Die Bluetti Elite 400 ist ein Kompromiss in puncto Abmessungen, Gewicht und einer sehr guten Leistung und Kapazität bei mittelmäßiger Ausstattung in Sachen Anschlussvielfalt.
Die Dauerleistung von 2600 Watt reicht für die allermeisten Camping-Bedürfnisse. Zudem ist die XXL-Batterie groß genug, ohne dabei zu schwer zu sein. Die Kapazität ist spitze und verspricht dank LiFePo4-Zellen Langlebigkeit.
Erstklassige Räder und Trolleyfunktion erlauben das Ziehen wie bei einem Reisekoffer – zumindest auf ebenerdigen Böden.
Trotz der guten Ergebnisse in den Tests haben wir Grund zum Meckern gefunden:
Die Anschlüsse funktionieren zwar wie erwartet, sind aber was die Ausstattung im Vergleich zur Größe der Elite 400 angeht eher dürftig. Beispiel: Warum hat Bluetti nicht vier AC-Steckdosen spendiert und warum sind es „nur“ sieben Ausgänge bei einer so großen Station?
Zudem hätten wir uns sowohl ein Solarladekabel als auch einen KFZ-Ladeadapter im Lieferumfang gewünscht. Der Kunde bezahlt einen vierstelligen Betrag, aber ein 10 Euro Solar- und KFZ-Ladekabel ist nicht enthalten?
Mal abgesehen davon hat uns die Bluetti Elite 400 im Test insgesamt überzeugt und bekommt daher zurecht die Note „gut“.
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