GasStop Notschlussarmatur: Schutz vor Gaslecks im Camper

Sicherlich kennt der eine oder andere von euch AquaStop für Waschmaschinen? Dasselbe Prinzip gibt es nun mit der Marktneuheit GasStop Notfallarmatur für Propangasflaschen im Wohnmobil:

Diese Notschlussarmatur unterbricht augenblicklich die Gaszufuhr bei größeren Gaslecks.

Dabei ist die Installation denkbar einfach:

Ihr montiert GasStop zwischen Gasflasche und Regler. Benutzt entsprechendes Werkzeug, bis das Gerät fest angeschraubt ist. Anschließend wird die Flasche geöffnet und ihr drückt von oben vier bis sechsmal auf den GasStop, um die Gaszufuhr zu starten.

Ihr könnt nun bequem per Nadel auf der Anzeige ablesen, wie viel Gas in der Flasche verbleibt und wann es Zeit für den Wechsel wird.

Wir haben für euch recherchiert und wollten wissen, wie gut die Notschlussarmatur wirklich funktioniert.

Außerdem sind wir der Frage nachgegangen, ob GasStop auch kleinere Gaslecks aufspüren kann.

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GasStop Test: Funktioniert die Notschlussarmatur bei größeren Gaslecks?

Dan zeigt den GasStop Test ab Minute 03:00 im Video. Dazu schließt er im Freien die GasStop Notschlussarmatur an eine Propangasflasche an. Damit verbunden sind der Propan-Regler und ein Gas-Schlauch. Die Verbindung zwischen Regler, GasStop und der Gasflasche zieht Dan mit passendem Werkzeug fest.

Der Verschluss-Stopfen am anderen Ende des Schlauchs dichtet die Gasumgebung für den Test ab: Für den GasStop Test wird somit eine in sich geschlossene Gas-Atmosphäre geschaffen.

Anschließend muss Dan lediglich das Gas an der Flasche aufdrehen und den Regler betriebsbereit machen, indem er fünf bis sechsmal oben auf den GasStop drückt.

Das Gas befindet sich nun in der Test-Umgebung und das Experiment kann beginnen.

Dazu verwendet Dan einen Rohrschneider. Damit schneidet er bei offener Gasleitung den Schlauch in der Nähe des Verschlusses durch. Der GasStop Test zeigt im Video eindrucksvoll, dass in derselben Sekunde, in der Dan den Schlauch durchtrennt, die GasStop Notschlussarmatur die Gasversorgung augenblicklich stoppt.

Man sieht es durch die Füllstandsanzeige, die von grün sofort auf rot („kein Gas mehr vorhanden“) springt, als der Schlauch durchtrennt wird.

Der Test der GasStop Notschlussarmatur beweist, dass das Gerät sich exakt so verhält, wie es soll. Die sofortige Abschaltung hinterlässt bei mir damit ein beruhigendes Gefühl.

Jeder von euch kann diesen Test mit Leichtigkeit nachstellen, bevor ihr den GasStop im Wohnmobil verwendet. So wisst ihr mit Bestimmtheit, dass ihr ein funktionsfähiges Exemplar vorliegen habt.

Am Ende geht es immer um eure Sicherheit:

Wenn tatsächlich mal ein schwerwiegendes Problem auftaucht, wisst ihr mit Sicherheit, dass dieser geniale Helfer installiert ist, um im Zweifel euer Leben zu retten!

Ihr könnt das geniale GasStop-System bequem bei Amazon bestellen.

Kann man mit GasStop kleinere Gaslecks identifizieren?

Nun wissen wir bereits von dem obigen Test in dem Video, dass bei größeren Gas-Lecks das GasStop-System sofort eingreift und die Gasversorgung unterbricht.

Aber was ist mit kleineren Gaslecks?

Kein System kann tatsächlich minimale Gaslecks stoppen. Auch GasStop ist dazu nicht in der Lage.

Der Grund: 

Eine Notschlussarmatur ist nicht in der Lage, den Unterschied zwischen einem Leck und dem gewollten Gas-Verbrauch zu erkennen!

Wenn man aber tatsächlich ein kleineres Gasleck hat, wie kann GasStop helfen, dieses zu identifizieren?

Bei aufgedrehter Gasflasche und kleinerem Leck sollte die Füllstandsanzeige auf dem GasStop sich nicht sprunghaft verändern. 

Das liegt daran, dass Gas aus der Flasche ins System strömen kann, während das Leck sich wie ein angeschlossenes Gerät verhält und langsam Gas verbraucht.

Wenn ihr den Gasanschluss zudreht, strömt kein Gas mehr nach, sodass die Nadel der Füllstandsanzeige langsam Richtung roter Bereich wandert. Das beweist, dass ihr ein kleineres Gas-Leck habt!

Wenn innerhalb des jeweiligen Systems kein kleineres Gas-Leck vorhanden ist, fällt die Nadel überhaupt nicht, sondern verbleibt im grünen Bereich.

Auf diese Art und Weise könnt ihr selbst überprüfen, ob und wo genau ihr im Camper ein kleineres Gas-Leck habt.

Natürlich solltet ihr damit nicht bis zur nächsten Gasprüfung im Camper warten, sondern umgehend einen Fachmann kontaktieren, der sich um das Gasleck professionell kümmert.

Gaslecks zählen zu den tödlichsten Gefahren beim Camping. Ihr solltet daher alles tun, damit solche Gefahren gar nicht erst zu Unfällen mit schlimmen Folgen führen können.

Auch das obige, englischsprachige Video zeigt anschaulich, wie man mit GasStop kleinere Gaslecks identifiziert.

Test auf kleinere Gaslecks im System mithilfe von GasStop: Schritt für Schritt

1. Den GasStop-Druckmesser ans System anschließen. Den Hahn der Gasflasche zudrehen. Alle Gasgeräte abschalten.

2. Den Hahn der Gasflasche nun aufdrehen. Die Gasgeräte bleiben abgeschaltet.

3. Nun 4-6 Mal ununterbrochen oben auf dem GasStop auf und ab pumpen. Ohne genügend Druck stellt GasStop die Zufuhr von Gas immer wieder ab, daher muss bei längeren Wegen für das Gas im Schlauch kräftiger gepumpt werden.

4. Die Nadel am Druckmesser zeigt den Gasdruck nun an. Sie sollte nicht den roten Bereich oder auf Null zeigen.

5. Die Nadel muss sich stabilisieren. Danach den Hahn der Gasflasche abdrehen. Nach der Unterbrechung der Gaszufuhr sofort die exakte Position der Druckmesser-Nadel feststellen.

6. Das Gas befindet sich nun zwischen GasStop und dem Gasgerät. Nun 60 Sekunden bei kurzen, 5 Minuten bei langen Gassystemen warten.

7. Ist die Nadel am Ende der Wartezeit abgefallen, liegt ein Leck vor (Druckabfall). Das Gassystem sollte von einem Fachmann überprüft und das Leck repariert werden.

8. Verbleibt die Nadel nach der Wartezeit aber in exakt derselben Position, kann das System in Betrieb genommen und die Gasgeräte können verwendet werden.

Die genaue Inbetriebnahme des GasStop-Systems und der Testablauf sind auch ausführlich in der GasStop Betriebsanleitung dokumentiert.

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Thorsten

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Mehr als 20 Jahre Camping-Begeisterung und kein Ende in Sicht! Was ich liebe: Einfach mit dem Wohnmobil losfahren und neue, wunderschöne Orte erkunden. Es ist vor allem das Gesamtpaket, für das ich Feuer und Flamme bin: Vorfreude, Abwechslung, pure Entspannung und (meistens) sympathische Mitcamper. Mehr als Urlaub eben - fast schon meine Religion!
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