So verhinderst du 10 häufige Unfälle beim Camping

Unfälle Beim Camping Wandern Am Bergsee

Wusstest du, dass zwei Drittel aller Unfälle in der Freizeit passieren? Wir verraten dir, welche Fallen beim Camping lauern und wie du dich am besten vor schmerzhaften Urlaubserinnerungen schützen kannst.

Inhaltsverzeichnis

1. So reduzierst du die Unfallgefahr durch Feuer deutlich

Feuer spendet Wärme, Licht und Schutz – auf dem Campingplatz oft auch noch eine leckere Mahlzeit. Wir Camper lieben den Geruch von frischem Grillgut und gesellige Abende am Lagerfeuer.

Wir wissen, wie man einen Grill richtig anzündet und ein Lagerfeuer richtig löscht. Jedoch: Kaum jemand kennt alle Gefahren, die von Feuer ausgehen

Wusstest du, dass es Camper gibt, die schon am ersten Tag beim Einparken mit ihrem Wohnmobil versehentlich den Campingplatz angezündet haben? Unsere Tipps helfen dir, die schlimmsten Feuer-Unfälle zu vermeiden.

Zünde nie versehentlich den Campingplatz an

Du reist mit einem Fahrzeug an? Ganz wichtig: Parke dein Wohnmobil oder Auto nicht in trockenem Gras. Nach der Fahrt ist der Auspuff so heiß, dass er Gras entzünden kann. Grasfeuer breiten sich schnell aus und Zelte, Schlafsäcke und Wohnmobile brennen gut!

Halte darum mit deinem Grill mindestens einen Meter, mit einem Lagerfeuer mindestens 5 Meter Abstand zu trockenen Pflanzen, Büschen und Zelten. Für deinen Grill gibt es im Baumarkt feuerfeste Grillschutzmatten, die den Untergrund vor Hitze schützen.

Links: Ein Baumwollzelt. Rechts: Ein modernes Leichtzelt. Welches Zelt brennt besser?

Trage immer Schuhe

Neben dem Grill lauern manchmal glühende Kohlen im Gras, neben einem Lagerfeuer glimmende Holzreste.

Wir mussten einmal mit ansehen, wie ein Kind barfuß auf eine glühende Kohle getreten ist. Es gab ein hörbares Zischen und eine kleine Dampfwolke – der Urlaub war für seine Familie leider vorbei.

Darum: In der Nähe eines Feuers immer Schuhe tragen! Das gilt besonders für Kinder.

So schützt du dich vor giftigem Kohlenmonoxid

Bei jeder Verbrennung, selbst beim Abbrennen einer Kerze, entsteht giftiges Kohlenmonoxid. Jährlich sterben 600 – 700 Menschen in Deutschland an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, tausende werden verletzt. 

Vergiftungsanzeichen sind Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Gefährlich wird es, wenn größere Mengen Brennstoff in geschlossenen Räumen abbrennen. 

Schütze dich und deine Familie: Grille nicht mit dem Holzkohlegrill im Vorzelt, heize dein Wohnmobil niemals mit dem Gasherd und baue dein Zelt nicht direkt neben einem Stromgenerator auf!

Große Flammen über Einem Grill
Der Holzkohle-Grill wird 800 Grad heiß. Haut verschmort schon ab 50 Grad Celsius.

Ein Feuerball über dem Grill ist gefährlicher, als du denkst

Du kennst jemanden, der das Lagerfeuer und den Grill am liebsten mit reichlich Spiritus anzündet, weil dabei so schöne, große Flammen lodern?

Die hell lodernden Flammen sind jedoch nicht die größte Gefahr: Besonders bei warmem Wetter verdunstet Spiritus rasch und bildet ein explosionsfähiges Gas.

Beim Anzünden entsteht dann ein unkontrollierbarer Feuerball! Falls jemand das Gas eingeatmet hat, kann dabei sogar seine Lunge reißen. Das ist eine extrem schmerzhafte, lebensbedrohliche Verletzung.

Tipp: Langweilige, barrenförmige Grillanzünder schützen dein Leben und deine Gesundheit.

2. Wandern, Schwimmen, Fahrradfahren: Sichere dich gut ab!

Mountainbike Wald

Wusstest du, dass alle 4 Sekunden in Deutschland ein Unfall passiert? Von ungefähr 9 Millionen jährlichen Unfällen geschehen rund zwei Drittel in deiner Freizeit!

Kannst du dir eine Situation vorstellen, in der du ein hohes Risiko für einen Unfall eingehst?

Wandern: Du bist leidenschaftlicher Wanderer und liebst es, die unberührte Natur zu entdecken? Leider hast du dir auf einem rutschigen Pfad den Unterschenkel gebrochen und musst mit dem Hubschrauber gerettet werden. Das kostet dich 1.817 Euro.

Fahrradfahren: An einem warmen Sonntagmorgen bist du mit deinem neuen Mountainbike an einem malerischen Bergsee unterwegs. Plötzlich bringt dich eine rutschige Wurzel ins Straucheln! Du landest unglücklich auf deinem Gesicht: Der zweiwöchige Krankenhaus-Aufenthalt kostet 2.428 Euro.

Schwimmen: Dein Stellplatz liegt direkt am Meer. Die Vorfreude ist groß. Du springst in tosenden Fluten, um dich nach einem heißen Tag abzukühlen. Leider vergisst du dieses Mal deine schützenden Wasserschuhe. Schmerzverzerrt humpelst du wieder an Land zurück – in deinem Fuß steckt eine lange, scharfe Glasscherbe. Nach der örtlichen Behandlung präsentiert der Arzt dir eine Rechnung über 279 Euro.

Wusstest du, dass deine gesetzliche Unfallversicherung Freizeitunfälle NICHT abdeckt? Das bedeutet für dich:

Die Beispiel-Rechnungen oben musstest du alle selber bezahlen!

Dafür gibt es jedoch eine einfache Lösung. Eine private Unfallversicherung! Wir empfehlen dir die kostengünstige private Unfallversicherung von CosmosDirekt.

Du möchtest wissen, wie viel dich die Unfallversicherung von CosmosDirekt kostet? Hier kannst du deinen individuellen Beitrag berechnen:

Deutschlands größter Direktversicherer CosmosDirekt bietet dir eine 24/7 Hotline für Notfälle.

Weil die Versicherung auf ein umfangreiches Filialnetz verzichten kann, sind deine Beiträge dauerhaft niedrig.

Tipp für Reisemobilisten:

Erleidest du als Fahrer oder Insasse mit deinem Fahrzeug einen Autounfall und bist mit deinem Fahrzeug bei CosmosDirekt versichert, erhöhen sich die Leistungen deiner Unfallversicherung um 25 %.

Zusätzlich bietet dir die CosmosDirekt Unfallversicherung einen Laufzeit-Rabatt von bis zu 10 % und einen Familienrabatt von weiteren 5 %.

Hier noch ein paar allgemeine Tipps, um dich vor Freizeitunfällen abzusichern:

  • Wenn du allein unterwegs bist, gib immer jemandem Bescheid, wohin du gehst.
  • Am sichersten bist du in einer Gruppe. Wenn mal was passiert, kann dir immer jemand helfen oder einen Notruf senden.
  • Nimm eine Karte der Umgebung mit. In einsamen Gegenden hast du selten Internet- und Handy-Empfang.

3. So verhinderst du Unfälle mit Reisemobil und Caravan

Erfreulicherweise ist der Anteil der Reisemobile oder PKW-Caravan-Kombinationen an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Deutschland vergleichsweise gering:

"Von 457.354 Unfällen mit Personenschaden unter Beteiligung von Kraftfahrzeugen im Jahr 2017 entfielen 884 auf Reisemobile und 197 auf Pkw-Caravan-Kombinationen."

Trotzdem kannst du die Sicherheit deiner Familie mit ein paar einfachen Regeln erhöhen!

Vermeide unbedingt gefährliches Schlingern

Bist du Caravan-Fan? Dann kannst du das Schlingern deines Wohnwagens entscheidend beeinflussen:

  • Informiere dich über eine geeignete Antischlingerkupplung.
  • Achte auf die Auslastung der Stützlast. Das erhöht die Fahrstabilität enorm.
  • Verzichte am besten vollständig auf Fahrradheckträger. Das hohe Gewicht ist zu weit vom Schwerpunkt des Zugfahrzeugs entfernt. 

Auch die richtige Beladung deines Wohnwagens ist enorm wichtig. Das reduziert gleichzeitig die Gefahr des gefährlichen Schlingerns. 

Beachte beim Beladen des Caravans folgende Grundregeln:

  • Schweres Gepäck solltest du unbedingt in Achsen-Nähe verstauen.
  • Weder Zugmaschine noch Anhänger dürfen überladen werden.
  • Fahrräder oder Surfbretter gehören aufs Autodach, aber nie auf das Caravan-Dach.
Diese und weitere Sicherheitstipps findest du in unserem Ratgeber zum sicheren Fahren mit Caravan.

Aufstehen während der Fahrt? Nein!

Während der Fahrt drohen jedoch nicht nur Verkehrsunfälle mit dem Fahrzeug, auch Unfälle im Camper sind keine Seltenheit.

Zählst du zu den Reisemobilisten, bleibe während der Fahrt permanent angeschnallt!

Riskiere keinesfalls Verletzungen, indem du als Beifahrer deinen Sitzplatz verlässt und durchs halbe Wohnmobil taumelst. Das ist vor allem bei drohenden Staus oder kurvenreichen Strecken gefährlich.

Nur mal eben nach hinten zu gehen, um die erfrischende Cola zu holen ist einfach zu riskant in solchen Situationen.

Du kannst bei Vollbremsungen schwer stürzen oder dir den Kopf gefährlich an Schränken und Ecken anschlagen.

4. Schütze dich vor der Gefahr durch Insekten

Je nachdem wo dein Camp steht, können Insekten zu einer wahren Plage werden!

Vor allem, wenn du mit dem Wohnmobil oder Zelt wild campen möchtest, solltest du dich auf Insektenbisse und -stiche vorbereiten.

In Deutschland und Mitteleuropa ist die Gefahr vorwiegend auf Moskitos, Grasmilben, Zecken, Bienen, Wespen, Bremsen, Eichen-Prozessionsspinner oder Flöhe begrenzt.

Schmerzende Stiche oder lästiges Jucken sind die Folge von Bienen, Wespen oder Bremsen. Solange du nicht allergisch reagierst oder ein Nest zerstörst, droht dir kaum eine Gefahr.

Bist du dagegen Allergiker, benötigst du schnell Hilfe – die Folgen eines Bienen- oder Wespenstichs können lebensbedrohlich werden. Zudem musst du den Urlaub eventuell abbrechen.

Zecken in Europa übertragen vor allem zwei Krankheiten, die Viruserkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis und die durch Bakterien ausgelöste Borreliose.

Moskitos übertragen eine ganze Reihe an Krankheiten. Die bekannte Tropenkrankheit Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder das Zika-Virus sind nur einige davon.

Pinien-Prozessionsspinner
Pinien-Prozessionsspinner findest du in vielen beliebten Urlaubsländern. Diese Raupen lösen allergische Hautreaktionen aus.

Auch die Eichen-Prozessionsspinner sind in Deutschland verbreitet. Ihre feinen Haare brechen im Larvenstadium ab und werden mit dem Wind davongetragen. Berührst du sie im Unterholz, kannst du allergische Reaktionen erleiden: Hautentzündungen, Nesselsucht, Atemnot oder Fieber sind möglich.

Die Herbstmilbe (Grasmilbe) findest du in Europa vor allem von Juli bis Oktober vor, auf Wiesen oder in Gärten. Die Stachelbeerkrankheit oder Erntekrätze können die Folge des Larvenbefalls sein. Erste Anzeichen wie Juckreiz, Quaddeln oder Rötungen solltest du nie ignorieren.

So schützt du dich beim Camping vor Insekten:

  • Ein Innenzelt aus Mesh-Gewebe hält unerwünschte Besucher effektiv fern.
  • Installiere im Wohnwagen oder Wohnmobil Fliegengitter, Türvorhänge und Insektenschutzrollos.
  • Lege dich nicht ohne Unterlage auf die Wiese. Gehe nicht mit kurzen Hosen durch hohes Gras.
  • Als Allergiker darfst du deine Reise nie ohne dein Notfall-Set antreten.
  • Bestimmte Pflanzen (Rosmarin, Katzenminze, Lavendel, Zitronengras) halten Mücken effektiv fern.
  • Zecken- und Mücken-Sprays können für einige Stunden vor Blutsaugern schützen. Die Mittelchen haben jedoch oft Nebenwirkungen – Hautirritationen beispielsweise.

5. Meide wilde Tiere in exotischen Ländern

Geht die nächste Campingreise in ein exotisches Land? Falls ja, solltest du dich über die dort lebenden Wildtiere ausgiebig informieren.

Hier kommt es stark darauf an, welcher Camping-Typ du bist. Gehörst du zu den Wildcampern? Dann kommst du eher mit wilden Tieren in Kontakt.

Bereist du dagegen Stell- und Campingplätze, ist die Gefahr eher gering.

Mal abgesehen davon, dass es oft verboten ist, solltest du das Wildcamping in Naturparks weitab von Campingplätzen besonders vorsichtig angehen.

Insbesondere dann, wenn Bären, Schlangen oder Wölfe dort leben. Das kann lebensbedrohlich werden, vor allem wenn du allein unterwegs bist und niemand Hilfe holen kann.

Achte als Wildcamper auf Spuren, Fell oder Ausscheidungen und meide solche Orte, vor allem mit dem Zelt.

Mal abgesehen von Wildtieren ist es in abgelegenen Naturgebieten immer sicherer, in einer Gruppe unterwegs zu sein. Du weißt nie, welche Herausforderungen auf dich warten.

Als Wildcamper droht dir noch eine andere Gefahr:

Die Gefahr der Jagd

Jagdunfälle kommen selten vor, trotzdem sind sie eine reale Bedrohung. Jäger sind natürlich verantwortungsbewusst und schießen nicht einfach blindlings drauf los.

Es kam in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu schweren Verletzungen oder Todesfällen durch Schusswaffen in Jagdgebieten.

Auch hier solltest du auf Nummer sicher gehen und solche Gebiete, vor allem in der regionalen Jagdsaison, stets meiden.

In Deutschland gelten strenge Sicherheitsvorschriften. Hier findest du Absperrbänder und Warnschilder. Bist du in fremden Ländern unterwegs, mache dich vorher schlau, wie du Jagdgebiete identifizieren kannst.

Plane deine Route in solchen Ländern sehr genau und ziehe dabei Jagdwild, Saison und Jagdgebiete ins Kalkül.

6. Erkenne lauernde Gefahren in Gewässern

Wir alle kennen die Horrorgeschichten von unvorsichtigen Schwimmern. Von Unfällen in Seen oder Meeren berichten die Medien vorwiegend im Sommer.

Manchmal erwischen wir uns dabei, wie wir solche News herunterspielen: „Da war wieder ein Anfänger unvorsichtig.“

Tatsächlich sind es aber nicht nur Ungeübte oder Nichtschwimmer, die tödlich verunglücken, indem sie beispielsweise ertrinken.

Immer wieder hört man von Fällen, bei denen erfahrene Schwimmer die Kälte des Wassers nicht richtig einschätzen oder Müdigkeitssignale nicht ernst nehmen.

Dann sind da noch die grenzwertigen Fälle, in denen Menschen in zu starken Flüssen baden – etwa dem Rhein. Strudel und Sogwirkungen sind nicht die einzigen Unfallursachen, auch die Bedrohung durch Schiffe ist real.

Frage dich doch mal selbst:

Wie umsichtig betrittst du ein fremdes Gewässer, sei es ein See oder das Mittelmeer? 

Auch in Seen, Meeren und Ozeanen drohen nämlich ernste Unfälle. Etwa durch Steine, Glas oder Müll, Muscheln oder Seeigel.

Schnittverletzungen oder Abschürfungen können zu einer Infektion führen und sollten nicht als harmlos beiseite geschoben werden.

Bist du in fernen Ländern unterwegs? Dann solltest du die lokale Tier- und Pflanzenwelt am und im Gewässer gut genug kennen.

Quallen, Rochen, Schwämme, Korallen und andere Meeresbewohner können deinen Urlaub oder sogar dein Leben gefährden.

Hierbei ist der wichtigste Tipp an neugierige Taucher, Schnorchler und Kinder: Nichts anfassen, was man nicht kennt.

Falls doch ein Kontakt passiert, musst du unbedingt Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen. Verlasse das Gewässer zügig, hole Hilfe und stelle die betroffene Körperregion ruhig – so kann eventuelles Gift weniger schnell wirken.

7. Unterschätze niemals das Wetter beim Campen

 

Blitze, Sturm, brennende Sonne, Regen und Hagel – beim Camping trifft dich Mutter Natur manchmal mit voller Wucht. Hat dich das Wetter schon einmal richtig kalt erwischt? Das kannst du tun.

Brennende Sonne

Im Sommer musst du dich auf sehr heiße Stunden in der Sonne vorbereiten. In deinem Wohnwagen oder Zelt kann die Temperatur schnell mehr als 80 Grad erreichen.

Nimm genug Flüssigkeit zu dir. 

Du merkst an heißen Tagen oft nicht, wie viel Schweiß du verlierst. Bei körperlicher Anstrengung in der Sonne brauchst du bis zu 10 Liter Flüssigkeit am Tag! Alkohol ist riskant – kühles Wasser, Fruchtschorlen und Tees tun dir gut.

Erkennst du die Symptome eines Hitzschlags? 

Ein Hitzschlag entsteht, wenn die Körpertemperatur in der Sonne zu stark ansteigt. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Fieber und eine rote, heiße Haut. Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich! Rufe sofort einen Arzt an und kühle die betroffene Person an einem schattigen Platz mit nassen Handtüchern. Der ideale Ort dafür ist ein klimatisiertes Wohnmobil.

Welchen Hauttyp hast du? 

Du hast rote Haare und eine helle Haut mit vielen Sommersprossen? Pech gehabt: Du bekommst bereits nach 15 Minuten einen Sonnenbrand. Glücklicherweise ist ein Sonnenbrand leicht zu verhindern. Trage leichte, luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung und benutze eine Sonnencreme mit Faktor 30 oder mehr. Erneuere die Sonnencreme alle paar Stunden.

Tosender Sturm

Gute Vorbereitung ist alles! Hat der Sturm einmal angefangen, behindern dich starke Windböen und schlechte Sicht.

Lass dich nicht von harten Gegenständen am Kopf treffen

Meide Bäume mit totem Holz in der Krone. Jedes Jahr sterben in Deutschland Menschen durch herabfallende Äste. Auf Campingplätzen können dich auch Ziegel erwischen, die von Gebäudedächern fallen!

Gewitter Sturm Blitze
Ein Gewitter wird oft von kräftigen Windböen eingeleitet.

Hol dir bessere Zeltheringe

Die meisten Campingzelte und Vorzelte werden mit Heringen ausgeliefert, die nur für mildes Wetter geeignet sind. Reißt der Sturm dein Zelt um, ist der Schaden groß. Lies diesen Ratgeber über das richtige Abspannen von Zelten.

Donnerndes Gewitter

Ein Blitz ist bis zu 30.000 Grad Celsius heiß – das ist 5 Mal heißer als die Oberfläche der Sonne. Bei einem Blitzeinschlag drohen furchtbare Verbrennungen und schwere Beschädigungen am Camper oder Zelt.

Suche so schnell wie möglich einen sicheren Ort auf.

Der Blitz schlägt meistens in erhöhten Punkten ein. Meide also Hügel und einzeln stehende Bäume. Am sichersten vor Blitzen bist du in Gebäuden mit einer Blitzschutzanlage und in Fahrzeugen. Die metallische Außenhülle bildet einen Faraday’schen Käfig.

Erkenne die Gefahr rechtzeitig.

Die Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes gibt dir Bescheid, wenn ein Unwetter auf deinen Zeltplatz zukommt. 

Zähle die Sekunden zwischen Blitz und Donner. Ist der Abstand kleiner als 10 Sekunden, ist die Gefahr eines Blitzschlages in deiner Nähe sehr hoch! Erst 30 Minuten nach dem letzten Donner ist die Gefahr vorbei.

Für weitere smarte Tipps lies unseren Ratgeber zum Camping bei Gewitter.

8. Explosionsgefahr: Das musst du beachten

Sind Explosionsunfälle auf Campingplätzen oder während der Fahrt selten?

Ja.

Dennoch kommen sie vor! Basteleien an der Gasanlage oder lange überfällige Gasprüfungen sind dabei mögliche Szenarien.

Zum Glück ist auf vielen Campingplätzen und Stellplätzen eine aktuelle TÜV-Plakette zwingend erforderlich. Denn die gibt’s für Wohnmobile nur mit gültiger Gasprüfung.

Zwar kannst du als Wohnwagen-Halter auch ohne gültige Hauptuntersuchung die Betriebsgenehmigung erhalten.

Aber sobald du im Caravan eine Flüssiggasanlage in Betrieb nehmen willst, brauchst du auch hier zwingend eine Bescheinigung über die bestandene Gasprüfung.

Kurz gesagt:

Sobald eine Gasanlage betrieben werden soll, brauchst du eine Gasprüfung. Die führen Spezialisten durch, etwa mobile Gasprüfer, TÜV oder Dekra. Wenn du mehr darüber erfahren willst, schau dir unseren Ratgeber zur Gasprüfung an.

So erhöhst du die Sicherheit im Umgang mit Gas noch weiter

Eingriffe und Basteleien an der Gasanlage sind also absolut tabu, es sei denn du bist selbst zertifizierter Gasprüfer.

Du kannst außerdem eine GasStop Notfallarmatur einbauen lassen, die ähnlich dem AquaStop-Prinzip bei Waschmaschinen funktioniert:

Diese Notfallarmatur unterbricht die Gaszufuhr in dem Moment, wo Gaslecks auftreten.

Eine moderne Gasflasche muss dir übrigens keine Angst machen. Die heutigen Gasflaschen verfügen über ein Überdruckventil, das das Bersten der Flasche selbst verhindert.

Gefährlich wird es, wenn sich ausströmendes Gas unbemerkt verteilen kann und nicht sofort entzündet wird. Dann reicht ein Funke für die Katastrophe bereits aus.

Gefüllte Gasflaschen dürfen deswegen nur in gut belüfteten Räumen auf einem Boden stehen, etwa im Gartenhaus. Der Abzug von Gas sollte also nie behindert werden. Achte immer darauf, dass das Ventil zugedreht und der Verschluss aufgesetzt wird.

9. Kenne die gefährlichen Stellen auf deinem Campingplatz

Die meisten Unfälle auf dem Campingplatz passieren durch Stürze und gefährliche Gegenstände, die auf dem Boden lauern. Nachts ist es am gefährlichsten. Wenn du dich auf dem Platz bewegst, solltest du unbedingt diese wichtigen Grundregeln beachten:

  • Um schwere Stürze zu vermeiden, präge dir tagsüber die Lage von gemeinen Stolperfallen wie Zeltleinen, Stromkabeln, Abwassergräben und Feuergruben ein.
  • Nimm im Dunkeln immer eine Taschenlampe mit!
  • Wege, die auf dem Hinweg noch frei waren, sind es auf dem Rückweg eventuell nicht mehr. Campingstühle, Tische und Gepäck verändern häufig ihre Position.
Mann steht mit einer Taschenlampe auf einer Brücke bei Nacht
Die Taschenlampe ist eines der 10 Outdoor-Essentials, die man beim Camping immer dabei haben sollte.
  • Im Gras versteckt lauern alte Zeltheringe. Heringe aus Stahlblech können tiefe Schnittverletzungen an den Füßen verursachen! Festes Schuhwerk hilft.
  • Achte nach einem Regenschauer auf rutschige Wege und Treppen.
  • Wohnmobile, die aus einer Parkbucht rangieren, haben eine schlechte Sicht nach hinten. Halte lieber etwas Abstand!
  • Bist du schon einmal mit einem Stuhlbein in ein Mäuseloch eingebrochen? Du kannst dir denken, was dann passiert: Du kippst mit deinem Stuhl um. Meistens führt das zu einem kleinen blauen Fleck und erheiterten Mitcampern. Falls du dabei den Tisch umreißt, auf dem gerade dein Topf mit Wasser kocht, ist das weniger lustig.

10. Sicherheitstipps für die Camping-Küche

Natürlich weißt du, dass man heiße Töpfe nur mit einem Tuch oder Handschuh anfasst und man sich mit einem Messer die Fingerkuppe abschneiden kann. Das müssen wir nicht weiter erklären. 

Die Herausforderung der Camping-Küche liegt darin, dass du in einer ungewohnten Umgebung mit außergewöhnlichen Geräten hantierst. So vermeidest du schlimme Unfälle.

Kochen auf dem Campingplatz - Gasgrill mit Steaks
Grillen und dabei die Sonne genießen - so macht Camping Spaß!
  1. Entferne die Abdeckung von deinem Gasherd oder Gasgrill, bevor du ihn anzündest. Ansonsten kann sich unter der Abdeckung Gas anstauen und durch den Zündfunken explodieren!
  2. Fokussiere dich auf deine Arbeit. Lass dich, wenn du mit dem Messer Gemüse schnibbelst, nicht durch plötzliche, laute Geräusche, Schreie und laufende Kinder ablenken.
  3. Lagere deine Gasflaschen oder Gaskartuschen an warmen, sonnigen Tagen niemals in der Sonne, in einem unklimatisierten Wohnmobil oder in einem Zelt.
  4. Alkohol beeinträchtigt deine Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen. Ein Kochwettbewerb in einem fahrenden Wohnmobil ist eine dumme Idee. Auszuprobieren, was wirklich passiert, wenn du Wasser in eine Pfanne mit brennendem Fett schüttest, ist auch eine dumme Idee.
  5. Campingtische und mobile Gaskocher können ganz schön wackelig sein. Klar, du bist vorsichtig und wirfst deinen Topf mit kochendem Wasser nicht um. Bitte frage dich selbst: Was passiert bei einem kräftigen Windstoß? Was passiert, wenn ein Kind gegen den Tisch stolpert oder ein neugieriger Hund vorbeikommt?

Fazit

Camping ist nicht immer ungefährlich – Du hantierst mit Feuer, Gas, stehst im Wasser und bist auf ungewohntem Terrain unterwegs. 

Informiere dich über die lokalen Besonderheiten und denke an folgende Grundregel: Immer, wenn du jemanden in Not siehst, hilf ihm oder ihr. Schließlich könnte es dich auch einmal treffen!

Schütze dich, indem du unsere Tipps beherzigst und über die private Unfallversicherung von unserem Partner CosmosDirekt nachdenkst. Wir denken: Better safe than sorry!

Danke für dein Interesse an unserem Ratgeber. Du hast Fragen oder einen Tipp für uns, wie wir den Beitrag weiter verbessern können? Welche Unfälle hast du beim Camping schon erlebt? Schreib uns einfach eine kurze Nachricht. 

Wir wünschen dir ein schönes Camping!

Hinweis: Diesen Beitrag haben wir mit freundlicher Unterstützung von CosmosDirekt für dich erstellt. Selbstverständlich sprechen wir wie immer nur Empfehlungen für dich aus, von denen wir wirklich überzeugt sind und die dein Camping-Erlebnis verbessern können.

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Thorsten Gründges

Mehr als 20 Jahre Camping-Begeisterung und kein Ende in Sicht! Was ich liebe: Einfach mit dem Wohnmobil losfahren und neue, wunderschöne Orte erkunden. Es ist vor allem das Gesamtpaket, für das ich Feuer und Flamme bin: Vorfreude, Abwechslung, pure Entspannung und (meistens) sympathische Mitcamper. Mehr als Urlaub eben - fast schon meine Religion!