Wohnmobil & Caravan Markise reinigen in 6 leichten Schritten

Wohnmobil mit Markise

Die Caravan Markise zu reinigen gehört für viele Campingfreunde nicht gerade zu den beliebtesten Pflichten. Starke Verschmutzungen sind allerdings unschön und können die Schutzwirkung der Markise negativ beeinflussen.

Wir zeigen dir heute in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie die Reinigung der WoMo-Markise problemlos klappt.

Wie reinigst du eine Caravan Markise am besten? Feuchte das Markisentuch mit lauwarmem Wasser an. Trage einen Spezialreiniger oder tensidfreien Universalreiniger auf und lasse die Mixtur einwirken. Spüle den Reiniger mit klarem Wasser ab und lasse die Markise einige Stunden trocknen.

Nach der ausführlichen Anleitung geben wir dir Tipps, wie du Schmutz vermeiden kannst. Wir zeigen dir auch, wie du Stockflecken auf Wohnmobil-Markisen entfernen und vermeiden kannst.

Inhaltsverzeichnis

Schritt 1: Reinigungsmittel und Leiter bereitstellen

Du benötigst für die Reinigung der Markise:

Kannst du bei deiner Markise das Markisen-Tuch leicht ausbauen (vor allem bei Sackmarkisen), bietet es sich an, sämtliche Schritte der Reinigung bequem am Boden vorzunehmen.

Bedenke dabei aber, dass der Boden ebenerdig, sauber und keine spitzen Stellen aufweisen sollte.

In aller Regel – vor allem bei Kastenmarkisen – reinigt man aber mit Hilfe einer Leiter oder Trittstufe. Besorge dir also eine Leiter, auf der du einen bequemen und dabei stabilen Halt findest. Das ist insbesondere wichtig für die Reinigung der Oberseite.

Lauwarmes Wasser eignet sich besser als kaltes aus dem Gartenschlauch. Solltest du dich für den Schlauch zum Vorreinigen und Abspülen entscheiden, sollte der Wasserdruck nicht zu hoch sein. Verwende lieber einen weichen Wasserstrahl.

Eimer Mit Reinigungsmitteln Und Schwamm
Der Reiniger sollte weder zu aggressiv sein, noch Tenside enthalten. Ist dir die Wirkung auf die Hautverträglichkeit nicht bekannt, ziehe lieber Einweg-Handschuhe über.

Der Reiniger darf nicht zu aggressiv sein, achte auf material- und farbschonende Hinweise. 

Tensidfreie Reiniger sind bestens geeignet, da diese nicht die Imprägnierung abtragen. Tenside setzen sich dagegen im Stoff fest und wirken Schmutz-anziehend.

Für Grünspan-Flecken empfehlen wir Gallseife.

Nach jeder gründlichen Reinigung der Markise bietet es sich zudem an, die Imprägnierung zu erneuern. Dafür eignen sich speziell für die Markisen-Imprägnierung hergestellte Mittel besonders gut. 

Hast du zusätzlich ein Zelt oder Vorzelt dabei und willst dieses imprägnieren, schau dir unsere ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Imprägnieren von Zelten an. 

Schritt 2: Markisen-Stoff von losem Schmutz befreien

Die Oberseite des Markisen-Stoffs ist in aller Regel von losem Staub, Dreck, Insekten oder Blättern bedeckt. Deswegen sollte der erste Schritt der Markisen-Reinigung immer die Entfernung dieser losen Reste sein.

Für die Unterseite der Markise eignet sich je nach Körpergröße eine Klapp-Trittleiter besser als eine große Teleskop-Leiter.

Da Sicherheit immer vorgeht, solltest du dir von jemandem zur Hand gehen lassen, der die Leiter festhält oder dir Reinigungs-Material anreichen kann. 

Gerade bei starkem Wind solltest du gar nicht erst über die Markisen-Reinigung nachdenken. Such dir lieber einen sonnigen und windstillen Nachmittag aus.

Stelle sicher, dass die Leiter auf ebenem Untergrund steht, am besten auf glattem Asphalt. Ziehe festes Schuhwerk an und beginne erst bei trockenem Wetter, ansonsten droht Rutschgefahr.

Generell sollte der mechanische Druck auf das Markisen-Tuch beim Reinigen nicht zu stark sein, das gilt auch für das Fegen. Die groben, losen Schmutzpartikel fegst du am besten mit einem sehr weichen Besen weg.

Schritt 3: Markisentuch mit lauwarmem Wasser anfeuchten

Gartenschlauch
Kaltes Wasser aus dem Gartenschlauch ist zwar auch ein praktischer Helfer, löst starke Verschmutzungen aber nicht so effektiv wie lauwarmes Wasser.

Bei starken Verschmutzungen bietet es sich an, das Markisentuch mit Wasser abzuspülen und den Reiniger erst hinterher aufzutragen.

Hierfür verwendest du am besten lauwarmes Wasser aus dem Eimer. Wir haben dazu den Eimer auf die oberste Sprosse der Leiter gestellt und für punktuelle Verschmutzungen einen weichen Schwamm in den Eimer bereitgelegt.

Der Teleskop-Bodenwischer dient dagegen großflächigen Verschmutzungen. Mit diesem praktischen Haushaltshelfer bewaffnet tauchst du das daran angebrachte Mikrofasertuch ins warme Wasser und säuberst die gesamte Ober- und Unterseite der Markise.

Für leichtere Verschmutzungen kannst du diesen Schritt weglassen oder lediglich den Schwamm einsetzen, um wenige hartnäckigere Stellen mit Wasser ein paar Minuten einweichen zu lassen.

Schritt 4: Reiniger auftragen und einweichen lassen

Egal ob Spezialreiniger, Gallseife oder tensidfreier Universalreiniger – der Reiniger sollte in jedem Fall zunächst sanft auf den Markisenstoff aufgetragen werden und einwirken.

Bei Grünspan-Flecken eignet sich am besten Gallseife. Für normale Verschmutzungen verwenden wir stets einen tensidfreien Universalreiniger, der die Imprägnierung nicht beschädigen kann. Du kannst aber auch einen der diversen Spezialreiniger für Camper-Markisen am Markt verwenden.

Je nachdem, welchen Reiniger du verwendest, musst du ihn im Eimer mit Wasser verdünnen. Den Reiniger trägst du am besten sanft mit Schwamm oder Bodenwischer auf. Achte darauf, nicht stark zu schrubben. Übe beim Auftragen der Reiniger-Mischung sanft Druck aus.

Im Zweifel solltest du starke Verschmutzungen mit mehreren Arbeitsdurchgängen und viel Wasser behandeln, anstatt die Markise mechanisch zu stark aufzurauen.

Sobald du Ober- und Unterseite behandelt hast, sollte die Reiniger-Mixtur mindestens eine Stunde einwirken. Kurze Einwirkzeiten können das Ergebnis verschlechtern.

Führst du die Reinigung zu Saisonbeginn durch? 

Dann ist jetzt der perfekte Augenblick für die Pause im Campingstuhl. Arbeit und Vergnügen mischen lautet unsere Devise. Nach dem Sonnenbad geht es frisch ausgeruht weiter.

Schritt 5: Markise von beiden Seiten abspülen

Nachdem du mindestens eine Stunde gewartet hast, benötigst du nun den Gartenschlauch oder einige Eimer mit Wasser, um den Reiniger abzuspülen. 

Dieser Schritt dauert nicht allzu lange. Achte aber darauf, den Reiniger wirklich restlos abzuwaschen. Zugegeben, das geht mit dem Schlauch deutlich schneller und leichter von der Hand.

Wenn du den Schlauch mit entsprechender Düse verwendest, achte auf einen weichen Wasserstrahl.

Auch bei diesem Schritt verwenden wir die klappbare Trittleiter für die Unterseite und die Teleskop-Leiter für die Oberseite der Markise. 

Gerade beim Abspülen auf der Unterseite kommt es gern vermehrt zu Wasserspritzern, die auch vor deiner Kleidung nicht Halt machen. Textilfreies Arbeiten ist wohl die beste Lösung – im Sommer noch dazu eine willkommene Abkühlung!

Schritt 6: Markise trocknen lassen vor dem Aufrollen

Wohnmobil mit Markise

Zuletzt solltest du die Markise mindestens für ein paar Stunden in der Sonne im ausgefahrenen Zustand trocknen lassen.

Dieser Schritt ist besonders wichtig zur Vermeidung von (erneuten) Stockflecken.

Nachdem du einige Stunden gewartet hast, kannst du die Markise wieder einholen und dein Camper ist bereit für neue Abenteuer unter freiem Himmel.

Stockflecken an der Wohnmobil Markise entfernen

Chlorfreie Schimmelentferner wie dieser von Amazon eignen sich für Markisen-Stoff bei Stockflecken besonders gut.

Stockflecken an Caravan Markisen sind leider ein häufiges Bild auf Campingplätzen. Wenn der Regen plötzlich einsetzt und man gerade gemütlich im Campingstuhl ein Nickerchen macht, dringt die Feuchtigkeit rasch ins Material ein.

Sobald es anfängt zu regnen, sollte die Markise eingefahren werden. Stockflecken entstehen durch Feuchtigkeit, weshalb die Trocknung des Markisenstoffs nicht dauerhaft im eingefahrenen Markisenkasten erfolgen darf.

Stattdessen solltest du den Regenguss abwarten und die Markise anschließend wieder komplett ausfahren, um sie einige Stunden trocknen zu lassen.

Erst wenn sie wirklich trocken ist, solltest du sie wieder einfahren. Natürlich lässt sich dieser Idealfall nicht immer realisieren. Insbesondere wenn es bei ausgefahrener Markise anfängt zu regnen und du gerade dabei warst, die Abfahrt vorzubereiten.

In diesem Fall trocknet der Markisenstoff im Kasten nur unzureichend und es können sich Stockflecken auf dem Stoff bilden.

Dasselbe gilt für längere Regenperioden, in denen man den nassen Markisen-Stoff zur Trocknung wegen Dauerregen nicht ausfahren kann.

Wie entfernst du Stockflecken an der Camper Markise effektiv?

Zunächst solltest du einen Schimmel-Entferner in einer Sprühflasche kaufen. Das hat den Vorteil, dass du die gesamte Fläche mit Sprühstößen gleichmäßig erreichst. Zudem vermeidest du aggressives Schrubben oder Wischen.

Der Schimmel-Reiniger für Markisen sollte chlorfrei sein, sonst würde ein weißer Fleck zurückbleiben. Das würde sonst je nach Farbe der Markise das optische Bild genauso stören wie ein dunkler Fleck.

Achte bei den Angaben des Produkts auch auf die Bleichwirkung. Eine moderate Bleichwirkung ist noch akzeptabel, wie etwa bei diesem chlorfreien Reiniger.

Solltest du einen Spezialreiniger oder Schimmelentferner nutzen, raten wir dir dringend zur Erneuerung der Imprägnier-Schicht im Anschluss an die eigentliche Reinigung. Dafür gibt es spezielle Sprühmittel für Markisen.

Säuberst du die Markise deines Campers etwa einmal im Jahr oder seltener, raten wir dir ebenfalls zu einem solchen Imprägnier-Mittel.

Die Imprägnierung dient vor allem der geringeren Wasseraufnahme und der Schutzwirkung gegen Schmutz (Quelle).

So vermeidest du lästige Flecken und Verunreinigungen der Markise

  • Lasse die Markise nicht länger als nötig ausgefahren.
  • Erneuere die Imprägnierung regelmäßig nach jeder Intensiv-Reinigung.
  • Trage die Schutzschicht der Markise nicht durch grobes Schrubben oder zu starken Druck ab.
  • Vermeide es, einen Stellplatz unter Bäumen zu wählen (Blätter, Insekten, Vogelkot, Baumharz).
  • Zur Vermeidung von Stockflecken lasse die Markise komplett ausgefahren in der Sonne trocknen.

Außenreinigung des Campers durch Fachbetrieb

Die Reinigung des Caravans oder Wohnmobils kann beschwerlich sein. Wenn du diese Arbeit lieber Profis überlassen möchtest, zum Beispiel aus körperlichen Gründen, gibt es dafür Fachbetriebe für die Fahrzeugaufbereitung im Netz.

Natürlich ist das eine Sache des Vertrauens. Entweder bekommst du einen Geheimtipp von Camperfreunden aus deiner Umgebung, welcher Betrieb sich eignet, oder du versuchst es mit einer entsprechenden Google-Suche, beispielsweise: „Wohnmobil Profi Reinigung {Region / Ort]“. 

Hast du keine Empfehlungen entsprechender Betriebe in deiner Nähe gefunden, hilft nur Ausprobieren und Erfahrungen sammeln.

Oft gibt’s die Markisen-Reinigung des Wohnmobils nicht einzeln, sondern nur im Angebot der kompletten Außenreinigung des Fahrzeugs. Hier hilft im Zweifel ein einfacher Anruf bei der Autopflege oder des Waschparks.

Hat der Fachbetrieb seine Arbeitsweise, vielleicht sogar Details des Reinigungsprozesses auf seiner Internetpräsenz offengelegt? Falls ja, ist das generell ein gutes Zeichen. Wir finden: Transparenz schafft Vertrauen!

Fachbegriffe und Prozesse, die Profibetriebe nutzen:

  • Verwendung von gefiltertem Osmosewasser
  • Unterschiedliche Versiegelungen (Keramik, Teflon, Nano, Lack)
  • Geruchsbehandlung (z.B. Ozon-Behandlung)
Zur Transparenz gehört neben der Leistungsbeschreibung auch eine klar ersichtliche Preisliste für jede Leistung. Auch das schafft Vertrauen.
Achte neben diesen textlichen Beschreibungen vor allem auf Fotos, die dir ein wenig über den Ablauf verraten. So ein Einblick in die tägliche Arbeit hilft dir dabei, Vorschussvertrauen aufzubauen. Auch ein Vorabgespräch (bei längerer Anfahrt auch telefonisch) hilft dabei ungemein.
Sc Logo Zelte.png

Du magst den Beitrag?

Picture of Thorsten Gründges

Thorsten Gründges

Mehr als 20 Jahre Camping-Begeisterung und kein Ende in Sicht! Was ich liebe: Einfach mit dem Wohnmobil losfahren und neue, wunderschöne Orte erkunden. Es ist vor allem das Gesamtpaket, für das ich Feuer und Flamme bin: Vorfreude, Abwechslung, pure Entspannung und (meistens) sympathische Mitcamper. Mehr als Urlaub eben - fast schon meine Religion!