13 ernste Gefahren für Hunde auf Reisen (vor allem Nr. 12!)

Hund Reise

Wenn der geliebte Vierbeiner mit von der Partie ist, genießen wir alle die Urlaubsreise ganz besonders.

Aber was ist mit den Gefahren beim Camping mit Hund?

Du stimmst mir sicherlich zu:

Wir wollen das Meer, Strände, Wanderungen oder die Campingplätze in aller Ruhe erleben können, ohne uns ständig Sorgen machen zu müssen.

Einige Gefahren lauern im Gebüsch, andere durch das Campingfahrzeug oder das Reiseziel selbst. Über mögliche Gefahren beim Camping, die dich und deine Familie erwarten können, haben wir bereits berichtet.

Heute haben wir für dich daher eine lange Liste mit Gefahren für Hunde auf Reisen erstellt, damit du gut vorbereitet den Urlaub mit Hund genießen kannst.

Inhaltsverzeichnis

1. Unterkühlungen durch Kälte: Vorsicht bei mangelnder Isolation im Campingmobil

Pause im Schnee mit Hund am Lagerfeuer im Winter

Die Gefahr für kranke oder alte Hunde sowie Hundewelpen kann bei niedrigen Temperaturen vor allem in schlecht isolierten Campern lauern. Erfrorene Gliedmaßen bei extrem niedrigen Temperaturen sind zwar ein Problem, das auch beim Wintercamping droht.

Es droht aber noch eine ganz andere Gefahr für deinen Vierbeiner:

Schlecht isolierte Wohnmobile bedeuten ein noch größeres Risiko, wenn die Temperaturen fallen!

Dabei kann es in vielen Campern zwischen schlecht und besser isolierten Fahrzeugkomponenten zu der Bildung von Kältebrücken kommen. Diese mögen im Sommer erfrischend sein – bei niedrigen Temperaturen bedeuten sie aber eine ernstzunehmende Bedrohung für deinen Hund.

Ist dein Vierbeiner bereits in einem stattlichen Alter, ist er krank oder noch Welpe, kann er diese Niedrig-Temperaturen schlecht bekämpfen und ausgleichen.

Das führt in der Folge zu Nieren- und Blasenentzündungen durch Unterkühlung. Auch Gelenkprobleme sind vorstellbar – diese können sich verstärken, wenn dein Hund bereits damit zu kämpfen hat. Ebenso kann sich deine Fellnase Erkrankungen der Atemwege zuziehen.

Die Lösungen:

Zunächst einmal gilt es, die Kältebrücken weitgehend zu vermeiden durch bessere Isolation des Campers. Außerdem solltest du das Fahrzeug immer gut aufheizen, gerade dann, wenn Bello mal für kurze Zeit alleine dort bleiben muss.

Du siehst also: Unterkühlungen solltest du tunlichst vermeiden. In unserem Ratgeber geben wir dir weitere Tipps, wie du Hunde beim Camping warm halten kannst.

2. Hitze beim Camping bedeutet eine ernste Gefahr für Hunde

Den Campingbus im Schatten abstellen
Achte vor allem auf Schattenstellplätze, wenn du mit Campingfahrzeug und Hund unterwegs bist.

Wenn das Thermometer in den Sommermonaten steigt, solltest du deinen Hund nie in geschlossenen Fahrzeugen allein lassen. Das kann zu erheblichen Gesundheitsschäden führen.

Immer wieder hört man Berichte über Hunde, die zu lange im Auto allein waren und gerettet werden mussten, um nicht durch die Hitze umzukommen. 

In einem Auto steigt die Temperatur sehr schnell an, viel schneller noch als im Camper. Dennoch solltest du auch im Wohnmobil oder Caravan stets für angenehme Temperaturen im Hinblick auf deinen Hund sorgen. Geschlossene Campingfahrzeuge in der prallen Sonne sind lebensbedrohlich für den Vierbeiner!

Hier sind ein paar Ideen, wie du die sommerlichen Temperaturen für deinen Hund erträglich gestaltest:

  • Lüfte morgens und abends und sorge für ausreichend Durchzug
  • Parke den Camper im Schatten
  • Hänge nasse Tücher vor Fenster und Ventilator
  • Nutze die Klimaanlage, sofern vorhanden
  • Lege Kühlmatten unter die Lieblingsdecke deiner Fellnase

Weiterführende Tipps findest du in unserem Beitrag über die Bekämpfung der sommerlichen Hitze in Wohnmobilen und Caravans.

3. Glasscherben, Dornen & Stacheln: Häufige Verletzungsgefahr im Urlaub mit Hund

Glasscherben, zerbrochene, grüne Flasche am Strand

Splitter, Dornen und Stacheln

Die Natur kann im Urlaub eine gewisse Gefahr für deinen geliebten Vierbeiner bedeuten: Wenn du Dornen und Stacheln entdeckst, ist es am besten, du machst um diese Pflanzen einen großen Bogen.

Oftmals lassen sich solche Situationen aber nicht vermeiden. Ist der Trampelpfad zwischen den Pflanzen zu eng, den du beim Morgenspaziergang gewählt hast, bemerkst du die Dornen vielleicht zu spät.

Hat Bello plötzlich etwas Spannendes im Gebüsch entdeckt, kann es zu Verletzungen an der Pfote oder anderen Stellen kommen.

In diesem Fall hilft dir eine Reiseapotheke, die drohende Infektionsgefahr auszuschließen. Ein guter Begleiter auf Reisen ist das Notfallbuch für Hunde bei Amazon. Das sollte, genauso wie ein Erste-Hilfe-Set für Hunde, in keiner Packliste fürs Camping mit Vierbeinern fehlen.

Glasscherben und spitze Fremdkörper

Das Umweltbewusstsein ist nicht bei jedem Menschen so präsent, vor allem in der Urlaubszeit. Hundebesitzer sind sich der Gefahr von achtlos weggeworfenen, spitzen Gegenständen und Glas oftmals bewusster.

Immer wieder entdeckt man gerade am Strand oder dort, wo Mülleimer am Wegesrand stehen, spitze Glasscherben. Gerade Glas kann zu tiefen Schnittverletzungen führen und der Hund kann viel Blut dabei verlieren.

Hinzu kommt, dass die Pfote den Schmutz an der Scherbe aufgenommen hat und somit eine Infektionsgefahr besteht.

Der Schnitt durch Glasscherben kann für deinen Vierbeiner sehr schmerzhaft sein. In Bagatellfällen kann man die Versorgung der Wunde zwar allein vornehmen. Dennoch solltest du in allen anderen Fällen (oder wenn du dir nicht sicher bist) lieber einen lokalen Tierarzt aufsuchen und die verletzte Pfote untersuchen lassen.

So bemerkst du eine Pfotenverletzung:

  • Dein Hund bewegt sich anders als normalerweise
  • Der Vierbeiner humpelt und hat Schmerzen
  • Er kann nicht oder nicht gut laufen
  • Die Wunde blutet

Bedenkt man die Gefahren von Glasscherben, spitzem Kies und anderen Fremdkörpern am Boden, ist es besser vorzubeugen. Eine super Lösung für den Schutz der empfindlichen Hundepfoten sind Hundeschuhe wie diese bei Amazon.

4. Falscher Untergrund auf dem Campingplatz: Kiesboden

Kies, Boden, Tulpe

Auch wenn der Kies auf so manchem „hundefreundlichen“ Campingplatz mit guten Absichten ausgestreut wurde, ist er für deinen Hund schmerzhaft und kann zu wunden Pfoten führen.

Kies hat für Besitzer eines Campingplatzes den Vorteil, dass er haltbar, austauschbar und pflegeleicht ist. Ganz im Gegensatz zu Grasboden, der eine gewisse Pflege voraussetzt.

Achte bei der Planung des Urlaubs auf Grasboden. Frage notfalls vor der Reservierung telefonisch nach, falls aus den Informationen im Katalog oder Internet nicht auf den Untergrund zu schließen ist.

Gerade bei Kies können immer kleine Steine dabei sein, die scharfkantig und spitz sind. Diese sind nicht nur schmerzhaft, sondern stellen eine Verletzungsgefahr dar.

5. Giftköder

Giftköder stellen eine weitere Gefahr für Hunde dar. Sie werden nicht nur verstärkt im Ausland bei der Bekämpfung von Ungeziefer und Ratten eingesetzt.

Auch in Deutschland gibt es immer wieder aktuelle Schlagzeilen, die von Hundehassern berichten. Diese legen Rattengift oder andere Arten von Gift aus, was zu schweren Erkrankungen des Vierbeiners führen kann.

Meldungen von Wurstködern mit Rattengift sind daher leider nichts Neues.

Auch wenn du und ich uns an einem Urlaub mit Hunden erfreuen, sehen das eben nicht alle Menschen so.

Die Lösung:

Bringe deinem Hund auf jeden Fall bei, niemals Dinge vom Boden aufzufressen. Engagiere dazu gegebenenfalls einen professionellen Hundetrainer, der dich dabei unterstützt.

6. Schokolade und Kakao gefährden Vierbeiner

Schokoladen Pralinen
Schokolade kann für Vierbeiner zur echten Gefahr werden.

Wusstest du, dass Kakao und Schokolade für deinen Hund tödlich sein können?

In den Leckereien ist nämlich der Stoff Theobromin enthalten. Dieser kann im schlimmsten Fall zu einem Herzstillstand führen oder zumindest zu Herzproblemen.

Hast du eine gierige Fellnase zu Hause, die alles frisst, was ihr unter die Nase kommt?

Dann sorge besser vor, indem du nichts offen herumliegen lässt! Gerade auf Reisen mit dem Hund denkt man oft nicht an gewohnte Abläufe, vergisst manchmal einige Dinge. Da wird man oft nachlässiger, wenn es um solche Verhaltensregeln geht, die enorm wichtig sind.

Was solltest du tun, wenn dein Vierbeiner dennoch gierig Schokolade oder Kakao gefressen hat?

Dafür gibt es eine sehr gelungene App. 

Die App „VetFinder“ hat einen eingebauten Rechner für Schokolade.

Du gibst dort die Menge, die Art der Schokolade, der der Hund gefressen hat und Größe deines Tieres an.

Anschließend spuckt die App aus, ob es sich um eine gefährliche oder eine ungefährliche Theobromin-Menge pro Kilogramm Hundegewicht gehandelt hat.

Download VetFinder für iOS und Android:

7. Hunde plündern Müllbehälter im Camper

Kartoffeln schälen mit Sparschäler

Vielleicht hast du einen artigen Hund, der nicht im Müll stöbert. Trotzdem kann so ein Mülleimer im Wohnmobil eine magische Anziehung auf deinen Vierbeiner ausüben.

Wenn das Tier über lange Zeit im Camper alleine ist oder ihm langweilig wird, kann selbst ein braver Hund mal auf dumme Gedanken kommen.

Da ist zum einen das Aufräumen: Wenn du nichts ahnend ins WoMo einsteigst und dich größere Müllhaufen begrüßen, ist das nicht sehr angenehm und stört die gute Urlaubsstimmung.

Andererseits birgt so manches Lebensmittel auch Gefahren. Schokoladenreste und andere Lebensmittel, die dein Vierbeiner nicht gut verträgt, können eine Gefahr darstellen.

Für Hunde giftige Lebensmittel:

  • Zwiebeln
  • Avocado
  • Knoblauch
  • rohe Kartoffeln
  • Tomaten
  • Auberginen
  • Weintrauben
  • Rosinen
  • Obstkerne

Obstkerne wie beispielsweise Kirsch-, Aprikosen- oder Pflaumenkerne sind für Hunde giftig, weil in ihnen Cyanide enthalten sind. Sie können aber auch durch ihre schiere Größe Probleme bereiten, wenn diese verschluckt werden.

Auch Kaffeepulver ist bedenklich: Gerade das landet ja, zumindest bei uns, täglich mehrfach im Mülleimer.

Die Lösung:

  1. Montiere Mülleimer im Camper so, dass sie für Vierbeiner unerreichbar sind.
  2. Leere die Müllbehälter, bevor du deinen Hund im Campingfahrzeug für einige Zeit alleine lässt.

8. Giftige Tiere im Urlaub mit Hund

Schlange, Kreuzotter im Gras

Je nachdem, wo die Urlaubsreise mit dem Vierbeiner geplant ist, sollte man sich über die giftigen Tierarten in Europa informieren. Das gilt für Reisen nach Amerika oder an anderen Orten dieser Welt auch.

Die Gefahren für den Hund sind abhängig von der Größe, dem Alter und der gesamten Konstitution. Hinzu kommen Gewohnheiten des Tieres, etwa ob Bello öfter mal im Gestrüpp nachschaut und dort auf eine Viper trifft oder eher neben dir spaziert.

Es spielt auch eine Rolle, ob er an Tieren wie Feuersalamandern schnuppert und diese abschleckt oder unbekannte Tiere lieber in Ruhe lässt.

Die Auswirkungen von Stichen, Bissen oder dem Kontakt mit der Haut sind für unsere Haustiere oft weitaus schlimmer als für uns Menschen. Wenn die Tiere bereits ein gewisses Alter erreicht haben oder durch Krankheiten geschwächt sind, können solche Bedrohungen tödliche Folgen haben.

Die häufigsten Gefahren für Hunde durch giftige Tiere in Europa:

  • Spinnen: Gartenkreuzspinne, Schwarze Witwe
  • Schlangen: Kreuzotter, Aspisviper, Hornviper
  • Feuersalamander
  • Quallen
  • Seeigel
  • Fische: Petermännchen

Wichtig ist es, in so einem Moment die Telefonnummer eines lokalen Tierarztes oder einer Klinik griffbereit zu haben. Der Hund sollte in solchen Fällen ohne Verzögerungen zu einem Tierarzt gebracht werden.

9. Prozessionsspinner: Gefährliche Raupen für Hunde

Pinien-Prozessionsspinner
Torre Guaceto - Die Raupen des Pinien-Prozessionsspinners verlassen ihr Nest im Pinienbaum. Quelle: Flickr, Reise nach Apulien, CC BY-SA 2.0

Die bunten Raupen, die sich zu einem Nachtfalter (Schmetterlingsart) entwickeln, wirken auf den ersten Blick recht harmlos

Bei Menschen und Hunden lösen sie unangenehme Haut-Reaktionen aus, die durch ihre Brennhaare verursacht werden. Quaddel-Bildung oder starker Juckreiz sind zwei typische Symptome.

Die Raupen, die sich in einer „Prozession“ hintereinander bewegen, wirken mit ihren feinen weißen Härchen auf Kinder anziehend – sie wollen sie häufig berühren.

Du findest die gefährlichen Raupen vorwiegend in Nord- und Südeuropa. Egal in welcher Baumart (Pinie, Kiefer, oder Eiche) sie sich bewegen, sie sind überall gleich gefährlich, wenn ein Hautkontakt passiert.

Hunde berühren die Raupen mit dem Maul. Entweder, weil sie auf die Prozessionsraupe treten und sich die Pfote schlecken oder weil sie neugierig daran schnuppern.

Bei Kontakt führen die Härchen beim Hund zu schweren Allergie-Reaktionen bis hin zur Atemnot, sogar Ersticken ist möglich! Außerdem können bleibende Schäden an Zunge oder Schleimhäuten entstehen.

  • Wenn du ihre weißen Kokons in Bäumen entdecken solltest, mach also einen weiten Bogen um diese.
  • Bei Kontakt am besten ganz schnell mit Handschuhen und Warmwasser die giftigen Haare entfernen.
  • Bringe deinen Hund sofort zum Tierarzt, wenn er einen Prozessionsspinner berührt hat.

Wenn du gar auf einem Campingplatz auf solche weißen Kokons in Bäumen triffst, sage sofort dem Besitzer des Platzes Bescheid. In der freien Natur raten wir dir, die Umgebung vorher ganz genau zu inspizieren, bevor du dein Zeltlager aufschlägst oder dein Wohnmobil dort parkst.

10. Dänemark mit Hunden

Dänemark, Aarhus, eine Straße mit bunten Häusern

So manche Berichte, die man über Dänemark liest und hört, lassen die Frage aufkommen, ob Dänemark hundefreundlich ist oder nicht.

Zum einen verbietet Dänemark die Einreise von 13 Hunderassen. Diese Hunderassen sind in Dänemark von der Einreise ausgeschlossen:

  1. American Bulldog
  2. American Staffordshire Terrier
  3. Boerboel
  4. Dogo Argentino
  5. Fila Brasileiro
  6. Kangal
  7. Kaukasischer Owtscharka
  8. Pit Bull Terrier
  9. Sarplaninac
  10. Südrussischer Owtscharka
  11. Tornjak
  12. Tosa Inu
  13. Zentralasiatischer Owtscharka
Hund, Boerboel, liegt auf dem Boden

Ausnahmen stellen hier diejenigen Hunde dar, die vor dem 17.03.2010 bereits angeschafft worden waren. Im Zweifel ist das allerdings zu belegen.

Tosa Inu und Pitbull-Terrier sind bei der Einreise nach Dänemark unabhängig vom Datum der Anschaffung stets verboten.

Dänemark geht juristisch in einem Hundegesetz sehr detailliert mit Vorfällen bei Bissverletzungen um. Dort wird bis ins kleinste Detail das Vorgehen als solches beschrieben, wenn es zu solchen Verletzungen durch Hunde kommt.

Sowohl die Einreise als auch der Ablauf bei Bissverletzungen wird von der Polizei überprüft. Die dänische Polizei entscheidet darüber von Fall zu Fall, ob Leinenzwang, Maulkorbzwang oder Einschläfern die geeignete Maßnahme darstellt.

Bevor die endgültige Entscheidung von der Polizei gefällt wird, was mit dem Tier passiert, wird seit 2014 ein Hundesachverständiger hinzugezogen. Dieser stellt fest, ob das Tier ein natürliches Verhalten an den Tag gelegt hat – oder eben nicht.

Wichtig ist auch zu wissen, dass die Beweislast – etwa was die Rasse betrifft – im Zweifel beim Hundehalter liegt. Ist der Hund ein Mischling aus einer der 13 Rassen, die bei der Einreise nach Dänemark verboten sind? Wurde der Hund vor dem 17.03.2010 angeschafft? Sieht der Hund einer der Rassen, die verboten sind, nur ähnlich, ist aber in Wahrheit eine ganz andere Rasse?

All diese Fragen muss der Hundehalter eindeutig beweisen können, um auf der sicheren Seite sein zu können.

In folgenden Fällen solltest du über einen Urlaub mit Hund in Dänemark gut nachdenken:

  • Dein Hund gehört einer Rasse an, die auf der Liste der verbotenen Hunde bei der Einreise steht und er wurde nach dem 17.03.2010 angeschafft.
  • Dein Vierbeiner ist beim Spielen häufig sehr überdreht, auch beim Spiel mit anderen Hunden.
  • Der Hund ist bereits im Verhalten mit anderen Hunden auffällig geworden.

11. Gefahr durch Jäger

Wald, Jagd, Patronen liegen im Gras

Vermeintlich jagende Hunde werden durch Jäger erschossen. Das klingt nicht nur furchtbar, sondern ist leider oft ein Thema, das in vielen europäischen Ländern deutlich vermehrter auftritt als in Deutschland.

In anderen Ländern Europas ist die Anzahl der dort ansässigen Jäger und die Zahl der Jagdgebiete teils erheblich höher. So sind beispielsweise Portugal und Spanien Länder, in denen es viele Jäger gibt, unter denen der Hund oft keinen hohen Stellenwert genießt.

Oft ist die Stimmung in Jagdgebieten aufgeheizt, Schüsse könnten deinen Hund zusätzlich verängstigen. Selbst wenn er artig und gut erzogen ist, könnten ihn diese Situationen dazu bringen, wegzurennen. Das erhöht die Gefahr jedoch enorm, von einem lokalen Jäger erschossen zu werden.

Wir empfehlen dir eindringlich, an Jagdtagen den Hund nie ohne Leine frei herumlaufen zu lassen. Das ist vorwiegend an Wochenenden der Fall, in Portugal aber auch mittwochs.

12. Mittelmeerkrankheiten stellen eine ernste Gefahr für Hunde dar

Hund müde oder krank
Trägheit und erhöhte Müdigkeit beim Hund können Krankheitsanzeichen sein.

Die Mittelmeerkrankheiten stellen eine Gruppe verschiedener Erkrankungen dar, die ursprünglich vorwiegend im Mittelmeer-Raum auftraten. Diese ernsten Krankheiten werden entweder durch Zecken oder durch Mücken übertragen – unbehandelt können sie einen tödlichen Verlauf nehmen.

Inzwischen jedoch sind einige von ihnen auch im deutschen Raum vertreten. Sie sind also keine puren Reisekrankheiten mehr. In Südeuropa gilt nach wie vor, dass du ganz besonders acht geben solltest und deinen Hund durch entsprechende Mittel schützen musst.

Zu den Mittelmeerkrankheiten zählen:

Babesiose

Wird in Deutschland durch die Auwaldzecke, in Südeuropa durch die Braune Hundezecke übertragen. Der Erreger befällt die roten Blutkörperchen und vermehrt sich dort.
Die Auwaldzecke in Deutschland, in südlichen Ländern Europas die braune Hundezecke, überträgt die Babesiose.

Die Krankheitserreger befallen rote Blutkörperchen und breiten sich dort aus.
Symptome sind Appetitlosigkeit, hohes Fieber, rapider Gewichtsverlust und überhöhter Durst.

Wird die Behandlung rechtzeitig angesetzt, sind die Überlebenschancen deutlich höher. Jedoch besteht das Risiko, dass die chronische Form der Erkrankung zurückbleibt. Bleibt eine Behandlung gänzlich aus, verläuft die Erkrankung für das Tier meist tödlich.

Leishmaniose

Die Krankheit Leishmaniose wird durch die Sandmücke übertragen. Sie schädigt auf längere Sicht die Organe des Tieres.
Die Symptome sind offene, kleinere Wunden an der Haut, Trägheit, langsamer Gewichtsverlust, eingerissene Ohrränder und eine Überlänge der Krallen.

Zwar ist eine komplette Heilung nicht möglich, Krankheitsschübe treten immer wieder auf. Jedoch zeigt eine rechtzeitige Behandlung dieser Erkrankung eine gute Prognose für das Tier.

Dirofilariose

Die Dirofilariose wird durch Stechmücken übertragen und ist eine Herzwurmerkrankung.

Die Symptome: Atemnot, Hautausschläge, chronischer Husten, Erbrechen.

Wenn rechtzeitig therapiert wird und es noch keinen Befall durch erwachsene Herzwürmer gibt, sind die Prognosen für den Hund gut. Sind jedoch bereits erwachsene Herzwürmer nachgewiesen, ist die Heilung von dem Allgemeinzustand des Hundes, der Befallstärke und den bereits ausgeprägten Organveränderungen abhängig.

Borreliose

Übertragen wird die Borreliose durch den Zeckenbiss des Holzbocks. Sowohl Nervensystem, Gelenke als auch Organe können durch die Erkrankung geschädigt werden.
Die Symptome reichen von geschwollenen Lymphknoten über Fieber bis hin zu Müdigkeit des Tiers.

Durch eine ausreichend lange und rechtzeitig durchgeführte Behandlung besteht für den Hund eine gute Prognose.

Ehrlichiose

Die braune Hundezecke überträgt die Ehrlichiose und schwächt dabei das Immunsystem des Tiers, indem Lymphozyten und weiße Blutkörperchen angegriffen werden.

Die Symptome sind Atemnot, Erbrechen, Fieber und Nasenbluten.

Die Heilungschancen für den Hund sind dann gut, wenn der Vierbeiner während der akuten Phase in Behandlung ist.

Anaplasmose

Auch die Anaplasmose wird durch den Zeckenbiss des gemeinen Holzbocks ausgelöst. Die Erreger greifen die weißen Blutkörperchen oder die Blutplättchen an.

Die Symptome sind: Fieber, Nasenbluten, Erbrechen und Durchfälle oder eine Bewegungsmüdigkeit.

Durch eine fokussierte Therapie sind die Heilungschancen der Anaplasmose gut.

13. Aufgenommenes Salzwasser ist gefährlich

Strand, Meer, Brandung, Sonnenuntergang mit Wolken am Himmel

Wenn der nächste Campingurlaub mit Hund Richtung Meer gehen soll, kann das Trinken von Salzwasser ein Problem darstellen.

Größere Mengen von aufgenommenem Meerwasser führen häufig zu Erbrechen und Durchfall. Ebenso möglich sind Salzvergiftungen, die sogar lebensbedrohlich wirken können!

Achte darauf, dass dein Hund in der Nähe vom Meer kein Salzwasser zu sich nehmen kann. Am besten gibst du ihm immer ausreichend Flüssigkeit, ganz besonders beim Strandspaziergang sollte eine Wasserflasche mitgeführt werden. So kommt dein Liebling gar nicht erst in Versuchung, das Salzwasser trinken zu wollen.

Der Hautkontakt mit Salzwasser kann dazu führen, dass es zu Hautproblemen kommt, gerade wenn der Vierbeiner empfindliche Haut hat. Du solltest ihn dann nach dem Bad im Meer mit einer Hundedusche abbrausen oder das trockene Fell ausbürsten.

Unser Fazit zu den Gefahren für Hunde im Urlaub: Immer gut vorbereitet sein!

Ein liegender Hund streckt seine Nase in die Kamera

Damit du und deine Familie einen sorgenfreien Urlaub mit dem Hund verbringen könnt, raten wir dir vor allem zu folgenden Punkten:

  1. Erstelle noch vor Antritt der Reise eine Liste mit Tierärzten und Kliniken inklusive aller Kontaktdaten.
  2. Melde deinen Hund bei einer international agierenden Organisation an, falls er mal im Urlaub stiften geht und du ihn wiederfinden kannst.
  3. Informiere dich ganz exakt über die geltenden Einreisebestimmungen für Hunde für dein Urlaubsland.
  4. Hole alle möglichen Informationen über die dortigen Risiken vor Ort ein.
  5. Lass dich auch beim Tierarzt beraten, besonders zum Thema Prophylaxen und Impfungen. Lass diese rechtzeitig vor Antritt der Reise durchführen.
  6. Stelle mit Hilfe deines Tierarztes eine Liste für ein passendes Erste-Hilfe-Set zusammen.
  7. Gib deinem Hund Zeit für die Umstellung vor Ort. 
  8. Sei lieber extra vorsichtig und lasse ihn nicht zu häufig von der Leine.
  9. Informiere dich über gute Hundeausrüstung fürs Camping.
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Thorsten Gründges

Mehr als 20 Jahre Camping-Begeisterung und kein Ende in Sicht! Was ich liebe: Einfach mit dem Wohnmobil losfahren und neue, wunderschöne Orte erkunden. Es ist vor allem das Gesamtpaket, für das ich Feuer und Flamme bin: Vorfreude, Abwechslung, pure Entspannung und (meistens) sympathische Mitcamper. Mehr als Urlaub eben - fast schon meine Religion!