Vorteile und Nachteile von Campingbus und Kastenwagen

Wir sind heute für euch den Vor- und Nachteilen der Kompaktcamper auf der Spur – Campingbus und Kastenwagen.

Für Campingzwecke ausgebaute Kastenwagen und Campingbusse, wie der damalige VW Bulli oder seine modernen Nachfolger, gehören nach wie vor zu den wendigsten Campingfahrzeugen der Kompaktcamper-Klasse.

Was ist überhaupt ein Kastenwagen? Ein Kastenwagen ist ein Serienfahrzeug mit einem Kastenaufbau, das zu einem Wohnmobil ausgebaut wurde. Beispiele für Kastenwagen sind der VW Westfalia Joker oder der Pössl 2Win.

Habt ihr eine spontane Reise geplant? Einfach die Ausrüstung einladen und losfahren. Parkplatzprobleme und Buchen einer Übernachtung gehören mit kompakten Campingfahrzeugen der Vergangenheit an!

Vorteile Kastenwagen und Campingbus

  • Ideal für 2 Personen, besonders Paare
  • Kompakte Bauweise
  • Sehr wendig: Parkplatzsuche unproblematisch
  • Alltagstauglich, auch für Urlaube

Für einen ausführlichen Überblick über verschiedene Kastenwagen-Modelle, Vor- und Nachteile, gibt das obige Video einige Inspirationen.

Typische Vor- und Nachteile werden hier sehr schön bildlich sichtbar. Außerdem bekommt ihr ein Gefühl für den vorhandenen Raum und vor allem den Stauraum in kompakten Campern.

Nachteile von Kastenwagen und Campingbus

  • Geringer Komfort
  • Nasszelle fehlt bei Campingbussen oft (Kastenwagen: meist integriert)
  • Stauraum sehr begrenzt
  • Stehhöhe eingeschränkt

Ausgewählte Vorteile von Campingbus und Kastenwagen

Ideales Campingfahrzeug für zwei Personen

Ideal sind Kompaktcamper für Paare, die ohne Kinder verreisen oder Campingfreunde, die schon ihre jeweiligen Schlafgewohnheiten kennen. So manch böse Überraschung durch nächtliches Schnarchen des Reisepartners sollte man lieber vor Reiseantritt erfragen – schließlich ist der Schlafraum begrenzt!

Außerdem ist der begrenzte Platz für ein bis zwei Personen ideal, wenn man flexibel bleiben will und dabei die Annehmlichkeiten eines PKWs nicht missen möchte.

Wer also mit einer größeren Gruppe verreisen möchte, für den sind Kompaktcamper nicht die ideale Wahl.

Kompakte Bauweise

Welches Reisemobil man in dieser Fahrzeugklasse auch fahren mag – ob nun nostalgischer VW-Bus (Bulli) oder ausgebauter Kastenwagen:

  • Ein Campingbus hat in der Regel nicht mehr als zwei Betten, ein Kastenwagen selten mehr als vier Schlafplätze.
  • Eine Mini-Küche ist ein Muss. Wenn man schon auf den Komfort von größeren Campingfahrzeugen verzichtet, ist doch eine kleine Kochnische das Herzstück eines jeden Campers.
  • Oftmals fehlt eine Nasszelle: Es gibt jedoch auch Kompaktcamper mit WC/Bad, sie stellen aber innerhalb dieser Fahrzeugklasse eher die Ausnahme dar. Man findet sie öfter mal bei einem ausgebauten Kastenwagen.
  • Campingbus oder Kastenwagen haben im Gegensatz zu größeren Campingfahrzeugen kein abgetrenntes Fahrerhaus. Das kann sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringen und hängt davon ab, wie lange die geplante Reisedauer ist, oder welche Gewohnheiten ihr als Camper habt.

Wendigkeit und Parkplatzsuche

Campervans bzw. Campingbusse sind vergleichsweise wendig, was sie durch die kompakte Bauweise erreichen. Im Grunde lässt sich ein Kompaktcamper wie ein normaler PKW steuern – ein echter Pluspunkt für das stressfreie Verreisen als Campingfreund.

Für den kleinen Städtetrip, bei denen auch Parkhäuser besucht werden müssen, ist ein kompakter Camper ideal: nicht nur das Navigieren im Parkhaus, auch jede Suche nach Parkplätzen inklusive Rangieren ist um einiges leichter.

Auch ein Pluspunkt, der sich daraus ergibt: Die Ansprüche an das fahrerische Können sind nicht so hoch wie bei größeren Wohnmobilen oder Zugmaschinen mit angehängtem Wohnwagen.

Alltagstauglichkeit von Campingbussen

vw-camper-Campingbus Wohnmobil Typ
Für ein bis zwei Personen ideal: Der Klassiker - VW Camper "Bulli". Bei größeren Gruppen jedoch kein idealer Camper.

Campingbusse haben durch ihre geringen Abmessungen den Vorteil, wirklich alltagstaugliche Reisemobile zu sein, ganz im Gegensatz zu den größeren Wohnmobilen. Sie bieten den Komfort eines PKWs. Das bedeutet, Kompaktcamper können auch als Erstauto angeschafft werden.

Außerdem kann man relativ flexibel kleinere Besorgungen im Umkreis des Urlaubsortes erledigen: 

Aufgrund der unproblematischen Parkplatzsuche und der Bauweise dieser Fahrzeugklasse hilft die Alltagstauglichkeit auch am Zielort enorm.

Höheres Tempo mit Kompaktcampern

Durch den Kompaktaufbau erreicht man ein höheres Reisetempo. Schließlich darf man mit seinem Camper auch zügiger fahren, als jene Besitzer eines großen und schweren Wohnmobils über 3,5 oder gar 7,5 Tonnen.

In geschlossenen Ortschaften gelten weiterhin 50 km/h, während Wohnmobile bis zu 3,5 Tonnen Gewicht außerhalb geschlossener Ortschaften maximal 100 km/h fahren dürfen. Auf Autobahnen fällt dieses Limit sogar weg.

Welche Nachteile haben Kompaktcamper im Allgemeinen?

Wer dagegen mit einer größeren Gruppe verreist, für den sind die kompakten Campingwagen die falsche Wahl: 

Oft wird es bereits ab drei Personen spürbar eng. Außerdem fehlt oftmals ein richtiges Bad, der Stauraum ist auch sehr begrenzt.

Ein Campingbus ist also für Paare ideal, nicht jedoch für kinderreiche Familien, die gern zusammen verreisen.

Geringer Komfort bei Campervans

Da die allgemeine Zielgruppe eines Kompaktcampers Camping-Einsteiger sind, überrascht es vielleicht nicht, dass diese Fahrzeugklasse eher zu den Campingfahrzeugen mit geringem Komfort zählt.

Wer also ein großes Bad, eine geräumige Küche mit gehobener Ausstattung oder sehr viel Stauraum für Gepäck benötigt, ist mit Alkovenmobilen deutlich besser dran, was den Komfort angeht.

Ein Campingbus bzw. Campingvan ist die kleinste Variante eines Reisemobils. Der Stauraum, die Ausstattung und der damit verbundene Komfort ist sehr begrenzt, verglichen mit größeren Campingfahrzeugen. Je nach Art der Reise, Anzahl der Personen usw., kann aber auch ein Campingbus die beste Wahl für eure Urlaube sein.

Ein ausgebauter Kastenwagen ist deutlich länger und geräumiger als der herkömmliche VW-Bus und hat den Nachteil, dass er in der Anschaffung oder Miete, aber auch im Unterhalt für den Urlaub deutlich teurer ist als der herkömmliche Campingbus. Dafür bietet ein Kastenwagen in der Regel mehr Stauraum und eine gehobenere Ausstattung.

Kastenwagen haben dafür in der Regel eine schlechtere Dämmung und geringere Wasser- und Abwasser-Kapazitäten als größere Wohnmobil-Typen.

Typ Kastenwagen Wohnmobil
In einem Kastenwagen fehlt es oft an Komfort gegenüber großen Reisemobilen.

Nasszelle fehlt bei Campingbussen und Campingvans

Wer damit kein Problem hat, die Sanitäranlage des Campingplatzes zu nutzen, kann beruhigt beim nächsten Urlaub dem beliebten Campingbus als kompaktes Reisemobil eine Chance geben.

Es gibt zwar auch Kompaktcamper mit Nasszelle, aber regelmäßig findet man sie nur bei den größeren Modellen dieser Bauart, dem fürs Camping ausgebauten Kastenwagen. Diese verfügen dann regelmäßig über eine kleine integrierte Dusche und mit WC.

Begrenzter Stauraum von Kompaktcampern

Größere Teilintegrierte oder vollintegrierte Wohnmobile, auch das beliebte Alkovenmobil, sind verglichen mit Kompaktcampern wahre Stauraum-Wunder.

Insbesondere wenn man ein Campingfahrzeug für den Urlaub mieten will, ist dieser Punkt entscheidend. Weiß man also schon vor Reiseantritt, dass eine ganze Menge Gepäck mitgenommen wird, greift man bei der Wahl des Fahrzeugs lieber zu größeren Modellen. Ein relativ neues Alkovenmobil mit riesigem Stauraum ist Dethleffs A 7877-2.

In folgenden Fällen ist ein begrenzter Stauraum eher zu vernachlässigen (und ein Kompaktcamper vielleicht die richtige Wahl):

  • Kurze Reisedauer
  • Man nimmt nur wenig Wechselkleidung mit (Waschmöglichkeit vor Ort, konstantes Wetter/Klimazone, …)
  • Man nutzt vor Ort eher wenige, unterschiedliche Freizeitangebote (Taucherausrüstung, Tennis, Golf, Wandern, Klettern, …)

Eingeschränkte Stehhöhe

Legt ihr bei eurem Campingausflug Wert darauf, in eurem Camper zu stehen?

Dann ist ein Campingbus möglicherweise die falsche Wahl für euch! Ein Campingvan oder -bus hat meist den Nachteil, dass angenehmes Stehen im Camper nicht möglich ist.

Einzige Ausnahme in der Klasse der Campingbusse sind Campingvans mit Aufstelldach oder Hubdach. Diese verfügen, meist im Heck, über ein ausklappbares Dach mit einer angenehmen Stehhöhe in diesem Bereich. Sie sind leider auch deutlich teurer in ihrer Anschaffung. 

Beispiel eines solchen Kompaktcampers: Der Schirner Free Nature Ausbau auf einem Opel VivaroDieser Campingvan verfügt neben dem Aufstelldach sogar über eine Toilette.

In größeren Reisemobilen könnt ihr übrigens bequem stehen, was euch bei allen möglichen Aktivitäten zugutekommt, vor allem aber beim Kochen.

Bereits ein ausgebauter Kastenwagen hat eine angenehmere Stehhöhe als der übliche Campingbus oder Campingvan.

Natürlich muss man insbesondere darüber nachdenken, wenn die Reisetruppe aus sehr groß gewachsenen Menschen besteht – schließlich sollte sich ja jeder im Urlaub wohlfühlen, auch bei zwei Metern Körperlänge!

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Thorsten

Thorsten

Mehr als 20 Jahre Camping-Begeisterung und kein Ende in Sicht! Was ich liebe: Einfach mit dem Wohnmobil losfahren und neue, wunderschöne Orte erkunden. Es ist vor allem das Gesamtpaket, für das ich Feuer und Flamme bin: Vorfreude, Abwechslung, pure Entspannung und (meistens) sympathische Mitcamper. Mehr als Urlaub eben - fast schon meine Religion!
Thorsten

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Mehr als 20 Jahre Camping-Begeisterung und kein Ende in Sicht! Was ich liebe: Einfach mit dem Wohnmobil losfahren und neue, wunderschöne Orte erkunden. Es ist vor allem das Gesamtpaket, für das ich Feuer und Flamme bin: Vorfreude, Abwechslung, pure Entspannung und (meistens) sympathische Mitcamper. Mehr als Urlaub eben - fast schon meine Religion!