Zelt trocknen: Polyester, Nylon & Baumwolle (16 Tipps)

Wassertropfen auf einem imprägnierten Zelt

Wenn du nach einem schönen Campingurlaub dein Zelt abbaust und zu Hause einlagerst, muss das Zelt trocken sein. Sonst droht Schimmel. Das sieht nicht nur unschön aus – die Sporen sind eine Gefahr für deine Gesundheit.

In diesem Ratgeber lernst du Techniken und leicht anzuwendende Tricks, die dir dabei helfen, dein Zelt schnell und gründlich zu trocknen.

Inhaltsverzeichnis

Warum muss ich ein nasses Zelt trocknen?

Tau und Bodenfeuchtigkeit können dein Zelt selbst an regenfreien Tagen nass machen. Lagerst du das Zelt zu Hause feucht ein, drohen dir diese Gefahren:

Schimmel

Besonders anfällig für Schimmel sind Baumwollzelte. Aber auch Dreck, der an Kunstfaserzelten haftet, kann schimmeln. Hat er sich einmal am Zeltstoff ausgebreitet, sitzen die winzigen Sporen überall. Du willst sie ganz sicher nicht einatmen, während du im Zelt schläfst! Schimmel ist nur sehr schwer zu entfernen. Oft ist das Zelt dann reif für die Tonne.

Hydrolyse

Wasser zersetzt mit der Zeit Baumwoll-Zeltstoff. Was kaum jemand weiß: Zelte aus Kunstfasern leiden ebenfalls unter lang anhaltender Nässe. Hydrolyse macht ihre empfindliche Beschichtung aus Polyurethan brüchig. Das Zelt wird undicht.

Üble Gerüche

Ein feuchtes Zelt fängt irgendwann an zu riechen. Hast du schon einmal deine Wäsche nach dem Waschen einige Tage in der Waschmaschine liegen lassen? Dann weißt du, wovon wir sprechen.

Schimmel besteht aus kleinen Pilzen, die in fadenförmigen Strukturen wachsen. Die Pilze vermehren sich über mikroskopisch kleine Sporen, die durch die Luft fliegen können. 

Es gibt tausende verschiedene Arten von Schimmelpilzen. Viele davon sind ungefährlich und sogar nützlich für den Menschen, weil aus ihnen Medikamente hergestellt werden. Einige Arten produzieren jedoch gefährliche Gifte oder können allergische Reaktionen auslösen, wenn sie eingeatmet werden.

Weil Schimmelpilze zum Wachsen Feuchtigkeit brauchen, ist der beste Schutz vor Schimmel: Trockenheit!

Es ist also extrem wichtig, dein Zelt nach dem Camping richtig gut zu trocknen. Das ist gut für deine Gesundheit. Und die Lebenserwartung deines Zelts verlängert sich erheblich. 

Lerne jetzt, wie du dein Zelt schnell & effektiv trocknest! Dafür brauchst du meist nur wenige Minuten Zeit. Wir versprechen dir: Es lohnt sich!

So trocknest du ein nasses Zelt auf dem Campingplatz

Der Campingplatz ist der beste Ort, um dein Zelt zu trocknen. Du kannst anschließend dein trockenes Zelt einpacken und zu Hause einfach ins Regal legen.

1. Wähle einen guten Stellplatz für dein Zelt

Das ist die einfachste Technik. Einen guten Stellplatz erkennst du an diesen Merkmalen:

  • Der Platz liegt nicht in einer Senke und ist nicht von frischem Moos bedeckt.
  • Morgens scheint die Sonne auf den Zeltplatz.
  • Am Stellplatz weht ein bisschen Wind.

So kann dein Zelt am Tag der Abreise in der Morgensonne schnell abtrocknen. Kleine Zelte kannst du natürlich auch gemütlich ein paar Meter weit tragen und in die Morgensonne stellen.

Morgentau auf dem Zelt und Kondenswasser auf dem Fenster

Nach einer kühlen Nacht glitzern Tautropfen in der Morgensonne.

2. Achte am Tag der Abreise auf den Wetterbericht

Gute Planung kann einem viel Arbeit ersparen. Der Trick ist: Erwische den besten Zeitpunkt, um dein Zelt abzubauen.

  • Schau am Tag der Abreise in den Wetterbericht.
  • Kommt morgens die Sonne raus? Dann lass dein Zelt einfach etwas länger stehen und warte, bis die Sonne dein Zelt vom Morgentau befreit.
  • In der Sonne trocknet ein Zelt überraschend schnell – oft in weniger als 30 Minuten. Wind beschleunigt den Trocknungsprozess weiter.
  • Fängt es gegen 10 Uhr an zu regnen? Dann sieh zu, dass du dein Zelt spätestens um 9:59 Uhr eingepackt hast.

3. So beschleunigst du den Trocknungsvorgang

Niemand steht gerne in der Landschaft rum und dreht Däumchen. Unser Ziel ist also, das Zelt möglichst schnell zu trocknen.

  • Öffne alle Fenster und Türen. So sorgst du für Durchzug, damit das Zelt von innen schneller trocknet. Das ist ganz besonders nach kalten Nächten wichtig, in denen deine Atemluft an der Zeltwand kondensiert ist.
Ein leeres Zelt mit offenen Türen trocknet in der Sonne

Mit offenen Türen trocknet der Innenraum des Zelts ganz schnell.

  • Trenne Innenzelt & Außenzelt. Der Innenraum deines Zelts trocknet noch schneller, wenn du das Innenzelt aus dem Außenzelt holst.
  • Pfütze? Handtuch! Größere Pfützen auf dem Zeltboden wischst du am besten schnell mit einem Tuch auf. Wir nutzen dafür gerne ein kleines Handtuch aus Mikrofaser. Mikrofasertücher können mehr Feuchtigkeit als Baumwolltücher speichern. Außerdem sind sie leichter und trocknen schneller wieder.

4. Denk an Zeltnähte, Zeltboden, Abspannleinen, Packsack, Stangen & Heringe!​

Sobald die Zeltwände von innen und außen trocken sind, hast du schon 90% geschafft. Die verbliebenen 10% sind jedoch extrem wichtig.

  • Vergiss nicht die Unterseite deines Zeltbodens. Unter dem Zelt sammelt sich selbst an trockenen Tagen gerne Bodenfeuchtigkeit. Breite den Zeltboden mit der Unterseite nach oben auf dem Zeltplatz aus und lass Sonne und Wind ihr Werk verrichten.
Innenzelt liegt mit dem Zeltboden nach oben auf einer Wiese zum Trocknen ausgebreitet

Der Zeltboden sollte idealerweise schön glatt gezogen werden, damit sich kein Wasser in den Falten verstecken kann.

  • Eine ausgebreitete Plane wird gerne mal vom Wind zusammengeklappt. Beschwere sie mit einem Stück deiner Ausrüstung.
  • Die Zeltnähte und Abspannleinen brauchen oft am längsten, um zu trocknen. Bevor du dein Zelt einpackst, fühle noch einmal mit der Hand, ob sie wirklich trocken sind.
  • Auch die Zeltheringe und Zeltstangen müssen trocken sein, bevor du dein Zelt wegpackst. Sonst drohen bei einigen Modellen Rostflecken. Befreie die Heringe von anhaftender Erde.

5. Eine Wäscheleine wirkt Wunder

Es hat geregnet und die Zeltwiese ist feucht? Eine zwischen zwei Bäumen gespannte Leine ist dann ein ausgezeichnetes Hilfsmittel, um dein Zelt zu trocknen. 

Wir empfehlen, statt einer Wäscheleine immer eine kleine Rolle Paracord im Gepäck zu haben. Paracord kannst du nämlich noch für ganz viele andere Zwecke einsetzen. Zum Beispiel, um dein Zelt in einem Unwetter sturmsicher zu machen.

Diese Parachute Cord 550 ist robust und leicht.

6. Hat dein Campingplatz einen Trockenraum?

Manche Campingplätze haben einen Trockenraum. Hier können Camper ihre Wäsche und ihre Ausrüstung trocknen. Oft finden sich im Trockenraum auch Wäscheleinen und Ständer, an denen du dein nasses Zelt aufhängen kannst. 

Der Trockenraum ist ein toller Ort um vor der Abreise dein Zelt zu trocknen, während du im Ort frühstückst oder das Auto belädst.

Kondenswasser an der Innenseite eines Fensters im Zelt

Kondenswasser an der Innenseite eines Fensters im Zelt. Das Fenster ist früh morgens beschlagen.

So trocknest du dein Zelt zu Hause

Auf dem Zeltplatz trocknet das Zelt gut an warmen, trockenen und windigen Tagen. Es trocknet schlecht an kalten, dunklen und windstillen Tagen. Bei Dauerregen trocknet es auf dem Campingplatz gar nicht. 

Es ist jedoch unglaublich wichtig, das Zelt zu trocknen, bevor du es wegpackst. Du musst dein Zelt also zunächst nass einpacken und später zu Hause trocknen.

7. So packst du ein nasses Zelt richtig ein

Du hast dein Zelt gut verpackt, wenn es auf dem Transportweg trocknen kann und deine übrige Ausrüstung nicht nass macht. So geht es richtig:

  • Falls es beim Abbau regnet: Zuerst das Innenzelt aushängen und trocken verpacken, während das nasse Außenzelt noch steht. Falte dabei den nassen Boden des Innenzelts wenn möglich nach außen.
  • Schüttel das Außenzelt aus, viele Wassertropfen fallen dabei ab. Du kannst das Wasser auch mit einem Handtuch abtupfen. Am besten ist ein weiches Mikrofasertuch, damit die Beschichtung der Zeltwand nicht beschädigt wird.
  • Pack das Zelt möglichst locker zusammen. Idealerweise breitest du es für den Transport im Kofferraum aus. 
  • Transportiere das nasse Außenzelt und das trockene Innenzelt getrennt voneinander, damit das Innenzelt trocken bleibt.
  • Muss das Zelt in die Packtasche? Dann lass den Reißverschluss der Tasche auf.
  • Achtung: Das feuchte Zelt darf keinen Kontakt zu rostendem Eisen (z.B. Kochgeschirr, Zeltheringe) haben!
  • Muss das Zelt zusammen mit deiner anderen Ausrüstung in einen Rucksack? Am besten packst du das nasse Zelt in einen Trockensack, damit deine übrige Ausrüstung nicht nass wird. Ein guter Trockensack ist leicht und robust.
  • Schimmel kann bereits nach einem feuchten Tag anfangen zu wachsen. Hol das Zelt zu Hause nach spätestens 24 Stunden aus dem Packsack.
Dicke Wassertropfen auf dem Zeltboden

Dicke Wassertropfen auf dem Zeltboden sollten vor dem Einpacken mit einem Handtuch aufgenommen werden.

8. Bei gutem Wetter: Trockne das Zelt draußen

Du musstest ein nasses Zelt einpacken? Kein Problem! Bei gutem Wetter kannst du es zu Hause sehr gut im Freien trocknen. Wenn das Zelt schlammig ist, solltest du es vor dem Trocknen zunächst nach dieser Anleitung reinigen.

  • Die sicherste Methode: Bau das Zelt bei gutem Wetter im Garten oder in einem nahen Park nochmal auf. So trocknet es auch von innen richtig gut. Bei kleinen Zelten, Luftzelten und Wurfzelten ist der Aufbau in wenigen Minuten geschafft.
  • Keine Lust, das Zelt wieder aufzubauen? Breite dein Zelt einfach an einer trockenen Stelle auf dem Boden aus. Möglicherweise musst du das Zelt mehrfach wenden, bis es von allen Seiten trocken ist.
  • In der Mittagssonne, im Wind, trocknet dein Zelt innerhalb weniger Minuten. Im Schatten einer großen Buche kann es Stunden dauern.
  • UV-Strahlung tötet Schimmelsporen! Wenn dein Zelt längere Zeit feucht war, tut ihm ein Sonnenbad also besonders gut. Eine Stunde in der Sonne reicht aus.
  • Saftiges, grünes Gras kann in der Sonne „schwitzen“. Der idealer Untergrund ist eine gepflasterte Einfahrt.
  • Besser als auf dem Boden trocknet dein Zelt auf einer Wäscheleine oder einer Wäschespinne. So trocknen beide Seiten der Zeltplane gleichzeitig. Zieh das Zelt nach dem Aufhängen glatt, damit sich kein Wasser in den Falten hält.
  • Zur Not sind auch das Balkongeländer, eine Hecke oder ein Busch gute Orte, um dein Zelt aufzuhängen. Achte auf spitze Äste!
Die Morgensonne trocknet den Tau auf einer Wiese

Die Sonne trocknet das Zelt so gut, weil sie das gesamte Zelt bis in den letzten Winkel hinein erwärmt. 

9. Bei schlechtem Wetter: So trocknest du dein Zelt drinnen

Wenn es regnet oder bewölkt und kalt ist, musst du dein Zelt im Haus trocknen. Im Winter geht das immer besser, als draußen.

  • Ideal sind beheizte, trockene Räume mit mehr als 20 Grad Celsius und weniger als 55% Luftfeuchtigkeit.
  • Gute Räume sind Heizungskeller, Wohnräume und auch Wintergärten.
  • Auf Dachböden, in unbeheizten Kellern, Garagen und Scheunen kann es zu feucht für dein Zelt sein!
  • Wäscheständer, Stühle und zwischen Türklinken gespannte Wäscheleinen sind gute Hilfsmittel, um dein Zelt aufzuhängen. Ebenfalls gut geeignet sind Treppengeländer und die Stange für den Duschvorhang im Badezimmer.
Lange runde Treppe mit Geländer

Treppengeländer sind ideal für große Zelte.

  • Falls dein Zelt richtig nass ist: Gib acht, dass abtropfendes Wasser keine Schäden an Holzmöbeln oder Laminatböden anrichteten kann. Ein untergelegtes Handtuch hilft.
  • Weil du in Räumen wenig Sonne & Wind hast, musst du das Zelt alle paar Stunden wenden, bis es ganz trocken ist.
  • Öffne bei trockener Witterung die Fenster oder schalte die Heizung an, um den Trockenprozess zu beschleunigen. In kleinen Räumen lass die Tür offen.

Eine kleine Wetterstation hilft dir dabei, gute Bedingungen für die Trocknung deines Zelts zu finden. Das ist auch für die Lagerung wichtig.

10. Beschleunige den Trockenvorgang mit einem Ventilator

Dein Zelt wird viel schneller trocken, wenn du es in den Luftstrom eines Ventilator stellst. Auf diese Weise erhöhst du die Verdunstungsrate des Wassers.

  • Bei einem normalen Zimmerventilator schaltest du am besten die Schwenkfunktion ein. So erreicht der Luftstrom jede Ecke deines Zelts.
  • Noch besser ist ein Deckenventilator geeignet. Seine großen Rotorblätter verwirbeln die Luft im ganzen Raum.
  • Am schnellsten geht es mit einem Heizlüfter. Die Luft sollte jedoch nicht wärmer als 60 Grad sein, wenn sie dein Zelt erreicht. Das kannst du leicht mit einem Thermometer nachmessen.

2.000 Watt, mit automatischer Oszillation. Dieser Heizlüfter ist richtige Werkzeug, damit dein Zelt schnell trocken wird.

  • Heizlüfter funktionieren auch auf dem Campingplatz! Einmal kräftig das Zelt durchheizen, danach ist zumindest das Innenzelt wieder einigermaßen trocken. (Bitte tu das nur, wenn du weißt, wie man mit elektrischen Geräten in feuchten Umgebungen richtig umgeht.)
  • Du möchtest den Trockenvorgang noch weiter beschleunigen? Dann ist ein Luftentfeuchter das Mittel deiner Wahl! Durch eine niedrige Luftfeuchtigkeit erhöht sich die Verdunstungsrate des Wassers weiter und dein Zelt wird noch schneller trocken. Du kannst den Luftentfeuchter gut mit einem Ventilator kombinieren.

11. Baumwollsäcke sind besser als Plastikbeutel

Nach dem Trocknen solltest du dein Zelt am besten in einem Baumwollsack aufbewahren. Die sind nämlich atmungsaktiv, eventuell vorhandene Restfeuchte kann entweichen. Das beugt fiesen Gerüchen vor!

Falls dein Zelt mit einer Packtasche aus Plastik geliefert wurde, hol dir für die Lagerung nachträglich einen passenden Baumwollsack.

Praktischer Nebeneffekt: Oft ist der Packsack, der mit einem neuen Zelt geliefert wird, zu klein. Das sehen wir besonders oft bei großen Tunnelzelten und Familienzelten. Da es Baumwollsäcke in beliebigen Größen gibt, findest du sicher ein Modell, in dem dein Zelt bequem Platz hat.

Baumwollsäcke gibt es in vielen Größen und Farben. Miss einfach nach, wie groß dein zusammengerolltes Zelt ist.

Das Zelt trocken halten

Am besten ist natürlich, wenn dein Zelt gar nicht erst nass wird. Das erreichst du durch gute Verhaltensweisen und regelmäßige Pflege deiner mobilen Unterkunft.

12. Das Zelt unter einem Baum aufbauen

Die Idee ist naheliegend, aber nicht so gut, wie sie klingt. Bei kurzen Regenschauern bleibt es unter dem Baum trocken. Lang anhaltender Regen dringt jedoch durch das Blattwerk. Und noch Stunden später fallen dicke Wassertropfen aus der Baumkrone auf dein Zelt.

Ein Wassertropfen hängt an einem Blatt

Bei jedem Windstoß fallen Wassertropfen von den Blättern auf den Boden.

13. Nutze eine Zeltunterlage

Wir stellen unsere Zelte gerne auf ein Groundsheet. Die praktische Unterlage schützt den Zeltboden vor spitzen Steinchen, Bodenfeuchtigkeit und Schlamm. Das erhöht nicht nur die Lebensdauer des Zelts – der Zeltboden ist nach dem Camping trocken und sauber.

Die Unterlage kommt dann zuhause einfach bei niedriger Temperatur in die Waschmaschine und anschließend auf die Wäscheleine.

Tipp: Falls es für dein Zelt kein passendes Groundsheet gibt, kannst du dir ein günstiges Tarp holen und auf die richtige Größe falten.

14. Imprägniere dein Zelt vor dem Camping

Am einfachsten kannst du dein Zelt mit einem Spray imprägnieren. Diese Sprays verhindern, dass der Zeltstoff Wasser aufsaugen kann. Das Wasser perlt einfach ab und fließt auf den Boden. Imprägniersprays sind günstig, vielseitig und sehr effektiv. Wir haben uns die besten Imprägniersprays für dich angeschaut. 

Imprägnieren ist eine grundsätzliche Wartungsmaßnahme für Zelte und sollte Teil deiner routinemäßigen Zeltpflege sein.

Wassertropfen auf einem imprägnierten Zelt

Imprägnierter Zeltstoff saugt das Wasser nicht auf. Die Wassertropfen perlen einfach ab.

15. Nicht im Zelt kochen

Auch wenn es bei kaltem Wetter verlockend erscheint, im Zelt zu kochen – beim Kochen mit einem Gaskocher entsteht jede Menge Wasserdampf. Der schlägt sich dann an der kalten Zeltwand nieder und es bilden sich Pfützen auf dem Zeltboden.

Bessere Orte zum Kochen sind an allen Seiten offene Pavillons und natürliche Unterstände wie Bäume mit dichtem Blattwerk.

16. Heize das Zelt mit einer Zeltheizung

Dieser Tipp geht ganz klar in Richtung Glamping und das Heizen von Zelten mit einer Zeltheizung ist – vorsichtig ausgedrückt – nicht besonders energieeffizient. Aber es wirkt.

Die Wärme erhöht die Geschwindigkeit der Verdunstung im Zelt. Das Zelt und deine Ausrüstung trocknen schneller und lästiger Morgentau lässt sich gar nicht erst auf deiner Zeltwand nieder.

Du solltest jedoch bedenken, dass warme Luft viel mehr Wasser speichert als kalte Luft. Du musst sie irgendwann aus dem Zelt herauslüften. Kühlt die warme Luft im Zelt wieder ab, schwimmst du in Kondenswasser.

Diese Ausrüstung hilft dir beim Zelt trocknen

Wir haben für dich noch einmal zusammengefasst, welche wichtige Ausrüstung dir beim Trocknen deines Zelts hilft.

Robuste Parachute Cord 550

Leichte Zeltunterlage

Heizlüfter mit Oszillation

Schützendes Imprägnierspray

Atmungsaktive Baumwollsäcke

Bonus-Tipp: So kannst du schnell prüfen, ob dein Zelt wirklich trocken ist

Wasser ist vergleichsweise schwer. Am schnellsten kannst du mit einer Waage prüfen, ob dein Zelt wirklich trocken ist. Notiere dir einfach das Gewicht deines Zelts vor dem Campingurlaub und wiege nach dem Urlaub noch einmal nach.

Für ein großes, schweres Familienzelt aus Baumwolle ist deine Personenwaage und deine Kofferwaage exakt genug. Für kleine, leichte Zelte brauchst du eine Waage mit einer feineren Auflösung. Zum Beispiel eine Küchenwaage. Oder diese Handwaage mit einer Auflösung von 10 Gramm.

Wir fühlen nach dem Trocknen einfach mit der Hand, ob das Zelt trocken ist. Und sind damit bisher immer gut gefahren. Dieser Bonus-Tipp ist für Camper, die ihr Zelt unter schwierigen Bedingungen trocknen mussten und wirklich sicher gehen wollen, dass keine versteckten „Feuchtigkeitsnester“ mehr übrig sind.

Tautropfen auf dem Zeltdach

Das sind keine Regentropfen. Dicke Tautropfen haben sich auf dem Zeltdach gesammelt.

Fazit: Zelt trocknen lohnt sich!

Ein Zelt richtig gut zu trocknen ist manchmal etwas mühsam – aber es lohnt sich! Du vermeidest Schimmel, Schäden am Zeltstoff und sogar Gefahren für deine Gesundheit. 

Am leichtesten ist es, das Zelt direkt auf dem Zeltplatz von Sonne und Wind trocknen zu lassen. Dabei sind ein guter Stellplatz, geöffnete Türen, ein Groundsheet und eine Wäscheleine mächtige Hilfsmittel.

Wenn es regnet, musst du dein Zelt jedoch zu Hause vom Wasser befreien. Das gelingt am besten in warmen Räumen mit weniger als 55% Luftfeuchtigkeit. Du kannst gerne mit der Heizung oder einem Ventilator nachhelfen.

Kennst du jemanden, der schon einmal ein Zelt durch Feuchtigkeit verloren hat? Mach es besser! Kümmere dich um dein Zelt, damit ihr noch lange gemeinsame Abenteuer in der Wildnis erleben könnt.

Fragen und Antworten zum Thema Zelt trocknen

Davon raten wir dringend ab! Hitze und mechanische Reibung sind eine große Belastung für den Zeltstoff und seine empfindliche Beschichtung. Dein Zelt wird in den meisten Fällen nach dem Trocknen im Wäschetrockner noch intakt sein. Aber seine Lebensdauer ist verkürzt und es geht früher kaputt als ein Zelt, das schonend getrocknet wird.

Sehr gründlich! Die Naturfaser Baumwolle ist besonders empfindlich und neigt bei Feuchtigkeit schnell zu Schimmel, Stockflecken und schlechten Gerüchen. Außerdem lösen sich die Baumwollfäden mit der Zeit auf. Daher sollte ein Baumwollzelt vor der Einlagerung wirklich absolut trocken sein.

Kunstfasern sind zwar stabiler als Baumwolle, doch auch sie leiden unter lang anhaltender Nässe. Besonders gefährdet ist die wasserabweisende Beschichtung vieler Zelte. Polyurethan wird bei langer Feuchtigkeit irgendwann brüchig. Dann ist das Zelt undicht. 

Klar: Bei Regen wird das Zelt nass. Es gibt jedoch noch weitere Ursachen, die nicht ganz so offensichtlich sind. Kühlt es nachts deutlich ab, schlägt Morgentau auf dem Zelt nieder. Zusätzlich kann nachts deine Atemluft an der Zeltwand kondensieren. Dann siehst du morgens kleine Wassertropfen an der Innenseite deines Zelts. 

Das kommt ganz auf das Zelt und die Witterung an. Ein kleines Trekkingzelt aus Nylon, das in der Sonne und im Wind steht, trocknet an warmen Tagen in etwa 10 Minuten.

Ein großes Familienzelt aus Baumwolle, das im kühlen Herbst an einer Wäscheleine in einer dunklen Garage hängt, braucht mehrere Tage, bis es trocken ist.

Hier kannst du dann, wie weiter oben beschrieben, mit Ventilatoren oder einer Heizung nachhelfen.

Danke für dein Interesse an unserem Ratgeber. Hast du weitere Fragen oder Anregungen zum Beitrag? Schreib uns einfach eine kurze Nachricht. Wir wünschen dir ein schönes Camping!

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Fabian

Fabian

Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.
Fabian

Fabian

Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.