Jackery Explorer 500 im Test: Schafft die Powerstation 500 Wh?

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Ansicht von vorne, Anschlüsse, Display

In unserem heutigen Test prüfen wir die Jackery Explorer 500 Power Station auf Herz und Nieren. Außerdem ziehen wir einen Vergleich zum kleinen Bruder – der Explorer 240, die wir bereits getestet haben.

Neben Leistungstests haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile berücksichtigt. Wir haben dabei hauptsächlich die Anwendung für Campingzwecke in den Fokus genommen.

Bevor wir starten, lohnt ein Blick auf den aktuellen Preis der Jackery Explorer 500 bei Amazon.

Inhaltsverzeichnis

Testergebnis & Noten

Die mittelgroße Power Station von Jackery mit 518 Wattstunden hat für die allermeisten Anwender genau die richtige Größe für den Campingurlaub.“

95
Gesamtnote
97
Preis / Leistung

Bilder und Videos zur Power Station Jackery Explorer 500

In unserer Bilderstrecke kannst du dir die portable Stromquelle aus der Nähe und von allen Seiten anschauen. Wir diskutieren die Details anschließend weiter unten im Testbericht.

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Das Gehäuse von vorne, Größe
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Nahaufnahme der Anschlüsse, AC, DC, USB
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Das Display, Ladestand der Batterie, Eingangsleistung, Ausgangsleistung
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Betrieb einer Kühlbox über den 12 Volt Autostecker
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Seitenansicht, Lüftungsschlitze und Lampe
Jackery Explorer 500 Power Station Test - LED-Lampe an der Seite
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Aufladen mit einem Solar Saga 100 Solar Panel
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Standfüße an der Unterseite
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Zubehör, Netzteil, Autostecker, Tasche, Handbuch

So klein wie ein Schuhkarton und 6,4 Kilogramm leicht - die Jackery Explorer lässt sich bequem mit einer Hand auch über längere Strecken tragen.

Dennoch sind alle Anschlüsse vorhanden, die wir uns auf dem Campingplatz wünschen: 1x 230V (500W), 1x 12V Autoanschluss, 2x 12V DC, 3x USB-A (je 12W).

Das Display zeigt den Ladungszustand in Prozent sowie die Eingangs- und Ausgangsleistung. Es ist selbst bei hellem Sonnenschein gut lesbar.

Der 500 Wh starke Lithium-Ionen-Akku reicht für zwei ganzen Tag kalte Getränke in der Kühlbox, 40 Stunden Musik über unseren Echo oder 35x Handy aufladen.

Dabei bleibt die Jackery Explorer 500 dank ihres Lüfters stets kühl. Der Lüfter ist wahrnehmbar, es gibt jedoch deutlich lautere Power Stations.

Die kleine LED-Lampe an der Seite ist immerhin hell genug, um im Dunkeln einen Stecker zu finden.

Über das mitgelieferte Netzteil oder das Jackery SolarSaga 100 Solarpanel ist die Power Station in ca. 5 Stunden wieder randvoll aufgeladen.

Die Verarbeitung ist ordentlich - das Gehäuse wirkt robust, rutschhemmende Gummifüße an der Unterseite dämpfen Stöße.

Als Zubehör liegen der mobilen Energiequelle zwei Netzteile (230-Volt-Steckdose + Autoanschluss), ein Handbuch sowie eine Transporttasche für die Kabel bei.

  • Größe
  • Anschlüsse
  • Display
  • Akkugröße
  • Lüftung
  • Lampe
  • Aufladen
  • Gummifüße
  • Zubehör

Das folgende Unboxing-Video zeigt die UK-Version der Power Station Jackery Explorer 500 von allen Seiten.

Anwendungsgebiete der Power Station Jackery Explorer 500 EU

  • Backup für Bordbatterien: Wer einen weiteren Schritt in Richtung autarke Energieversorgung gehen möchte, braucht zuverlässige Backups. Der mobile Lithium-Ionen-Akku mit 518 Wattstunden braucht vergleichsweise wenig Platz im Camper und ist zusammen mit dem faltbaren Solarmodul SolarSaga 100 ein solides Backup-System.
  • Festivals: Für Festivals eignet sich die leichte und handliche Jackery Explorer 500EU hervorragend. Handys und Tablets können problemlos aufgeladen werden, ohne auf das oft überlastete WLAN-Signal auf dem Platz bauen zu müssen. Zudem sorgt die Explorer 500 für kühle Getränke aus der 12-Volt-Kühlbox.
  • Freistehen mit dem Wohnmobil:  Die Jackery Explorer 500 ist ideal, um kleinere Kaffeemaschinen, den Laptop oder einen Mini-Kühlschrank zu versorgen, auch abseits der Landstrom-Anbindung. Ganz besonders interessant ist das Aufladen per Solarenergie. Wer im Süden mit seinem Camper freisteht, hat in aller Regel genügend Sonnenstunden pro Tag.

Vorteile und Nachteile Jackery Explorer 500 Power Station

Vorteile

Nachteile

Gehäuse der Jackery Explorer 500EU

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Das Gehäuse von vorne, Größe

Größe und Gewicht

Die Jackery Explorer 500 ist etwa so breit und lang wie ein gewöhnlicher Schuhkarton. Sie misst 30 x 19,3 x 23,4 cm und nimmt im Wohnmobil oder Wohnwagen nur wenig Raum ein.

Damit sind die Abmessungen der Explorer 500 im Vergleich zur AC200P oder zur EB240 deutlich schlanker ausgefallen. Die Jackery 500 bleibt damit deutlich portabler. Das macht sie für Zeltplatz- und Festivalcamper zu einer guten Wahl – die mitgebrachte Elektronik kann der Akku mit 518 Wattstunden problemlos versorgen.

Mit einem Gewicht von 6,4 kg ist die Jackery Explorer 500 etwa zweimal so schwer wie die kleinere Explorer 240 desselben Herstellers.

MaßeGewicht
PowerOak Bluetti EB24052 x 17 x 32 cm22 kg
PowerOak AC50S20 x 19.6 x 26 cm7,5 kg
PowerOak AC200P42 x 28 x 38,5 cm27,5 kg
Jackery Explorer 24023 x 14,2 x 20 cm3 kg
Jackery Explorer 50030 x 19,3 x 23,4 cm6,4 kg

Anschlüsse

Sämtliche Anschlüsse und Funktionen sind bei der Jackery Explorer 500 auf der Vorderseite verbaut worden. Die Ausnahme stellt die Spot-LED auf der linken Seite dar, mit der wir die Power Station als überdimensionierte Taschenlampe zur Ausleuchtung unseres Camps verwenden können.

Oben links finden wir die Ladebuchse mit der Bezeichnung „Input“. Über diesen Rundstecker können wir die Power Station aufladen. Ein entsprechendes Netzteil mit 90 Watt liegt dem Lieferumfang bei. Alternativ laden wir per Solar oder über das beigelegte KFZ-Ladekabel. Letzteres hat übrigens mit 1,5 Metern eine gute Länge.

Unterhalb der Ladebuchse finden wir drei DC-Eingänge. Zwei davon sind DC-Buchsen mit 12 V und 7 A, die wir persönlich nicht benötigen. Rechts daneben ist ein KFZ-Anschluss mit 12 Volt und 10 Ampere verbaut. Dieser ist – genauso wie der AC-Anschluss – mit einer Gummi-Abdeckung geschützt. Das ist wichtig, weil die Explorer 500 nicht Spritzwasser-geschützt ist.

Unterhalb des Displays finden wir drei USB-A-Eingänge mit jeweils 5 V und 2,4 A.

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Nahaufnahme der Anschlüsse, AC, DC, USB
Jackery Explorer 500 Power Station Test - 230 Volt Wechselstrom Steckdose
Jackery Explorer 500 Power Station Test - 12 Volt Autosteckdose mit Stecker
Jackery Explorer 500 Power Station Test - LED-Lampe an der Seite

  • Bedienfeld mit allen Anschlüssen
  • 230 Volt Steckdose
  • 12 Volt Autostecker
  • Lampe

Rechts unten befindet sich der AC-Ausgang mit der 230-Volt-Schuko. Diese hat eine Dauerleistung von 500 Watt bei 1000 Watt Spitze für Geräte mit hohem Anlaufstrom.

Der in dem Lithium-Ionen-Akku gespeicherte Strom ist übrigens sauber. Grund dafür ist der interne Wechselrichter, der eine reine Sinuswelle produziert – so, wie wir sie aus der heimischen Steckdose kennen.

Damit werden gefährliche Spannungsschwankungen vermieden und deine wertvolle Elektronik kann keine Schäden nehmen.

Display

Das Display ist an der Vorderseite oben in der Mitte angebracht. Der Knopf rechts daneben mit der Beschriftung „Display“ schaltet die Anzeige ein. Zudem aktiviert der Display-Knopf die Hintergrundbeleuchtung des Displays für 15 Sekunden.

Liegt weder Eingangs- noch Ausgangsstrom an, schaltet das Display nach 15 Sekunden ab.

Das LC-Display ist bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar, besonders im Outdoor-Bereich ist dies nützlich. Wir haben bereits bei Modellen wie der AC200P feststellen müssen, das dies längst keine Selbstverständlichkeit darstellt. Bei unserem Test der AC200P war das Display bei direkter Sonneneinstrahlung eher schwer zu erkennen.

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Das Display, Ladestand der Batterie, Eingangsleistung, Ausgangsleistung

Erfreulich ist zudem, dass Jackery dem Display der Explorer 500 eine exakte Angabe der Restkapazität in Prozent spendiert hat. Auch diese Funktion vermissen wir bei anderen Modellen – so hat etwa die AC50S von PowerOak lediglich eine Balkenanzeige, die relativ ungenau ist.

Neben dieser wichtigsten Funktion liefert das Display zwei andere Werte: So werden sowohl Eingangs- als auch Ausgangsleistung in Watt dargestellt.

„Input“ zeigt uns an, mit wie viel Watt wir gerade aufladen. Links neben dem Display befindet sich die Ladebuchse und eine hellblau-leuchtende LED zeigt an, dass die Power Station tatsächlich auflädt.

Der Wert „Output“ wird als Summe dargestellt. Er beinhaltet alle Verbraucher, die gerade Strom aus dem Akku ziehen.

Außerdem enthält der Wert „Output“ bereits den Verbrauch der internen Elektronik. Das bedeutet, wir können genauer berechnen, wie lange die Jackery Explorer 500 für gewisse Verbraucher durchhält, bis sie leer ist.

Laden der Jackery Explorer 500

Die Jackery Explorer 500 Power Station kann durch drei verschiedene Methoden geladen werden:

  • Per Ladekabel mit MC4-Anschluss über die Solaranlage
  • Mit dem im Lieferumfang enthaltenen KFZ-Ladekabel über den 12-Volt-Anschluss
  • Über das im Lieferumfang enthaltene 90-Watt-Netzteil mit DC-Hohlstecker

Egal, welche Lademethode gewählt wird, die hellblaue LED links neben dem Display leuchtet, sobald die Jackery Explorer 500 auflädt. Zudem können wir im Display unter „Input“ sehen, mit wie viel Watt gerade geladen wird.

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Aufladen mit dem Netzteil

Wer die Explorer 500 direkt im Wohnmobil nutzt, wird diese ziemlich starke, hellblaue LED nachts als störend empfinden. Allerdings haben wir tagsüber den Vorteil, dass wir beim Aufladen über Solarenergie die LED trotz starker Sonneneinstrahlung noch gut erkennen können.

In unserem Test zum Aufladen der Explorer 500 dauerte es über das 90 Watt starke Netzteil 7 Stunden und 40 Minuten, bis die Power Station vollständig aufgeladen war (Ausgangszustand war ein Ladestand von 0 % Restkapazität).

Über den Zigarettenanzünder dauert das Aufladen ungefähr 7,5 Stunden.

LADEZEIT
PowerOak Bluetti EB2406-15 Stunden
PowerOak AC50S6-8 Stunden
Jackery Explorer 2404:51 Stunden
Jackery Explorer 5007:40 Stunden

Über den integrierten MPPT-Laderegler kann das angeschlossene Solarmodul in seiner Ladeleistung maximiert werden.

Das Aufladen über das Solarpanel SolarSaga von Jackery dauert laut Hersteller 9,5 Stunden unter direkter Sonneneinstrahlung. Wir haben in unserem Test an einem sonnigen Juni-Tag knapp 10,5 Stunden für die vollständige Ladung der Explorer 500 benötigt.

An einem wolkigen Tag im Juni um 12 Uhr mittags hat die Power Station über die SolarSaga 100 mit 20 bis 25 Watt aufgeladen.

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Aufladen mit einem Solar Saga 100 Solar Panel

Sobald der Ladevorgang beendet ist, zeigt das Display unter „Input“ 0 Watt an. Die Ladestandsanzeige steht dann bei 100 Prozent – damit ist der Akku vollständig aufgeladen.

Gerade beim Aufladen über Solarenergie kann der Inputwert stark schwanken. Dadurch kann die Zeit bis zur vollständigen Ladung mitunter stark variieren.

Ganz besonders freut uns, dass der Ladevorgang komplett geräuschlos erfolgt – der Lüfter springt nicht an. So wird man in seinem wohlverdienten Schlaf nicht unnötig gestört, wenn die Explorer 500 im Wohnmobil aufgeladen wird.

Übrigens ist das gleichzeitige Laden und Entladen der Power Station unproblematisch.

Kapazität

Die in dieser Power Station verbauten 18650er Lithium-Ionen-Batteriezellen sind sehr viel langlebiger als herkömmliche AGM-Batterien, sodass die Power Station selbst bei täglicher Nutzung einige Jahre durchhält, bis der Akku zu schwach wird.

Die Power Station Explorer 500 wird vom Hersteller mit einer Maximalkapazität von 518 Wattstunden bei 24 Ah und 21,6 V angegeben.

Tatsächlich zeigte sich in unseren Tests zur Kapazität der Jackery Explorer 500EU, dass die vom Hersteller angegebenen 518 Wattstunden nahezu vollständig abgerufen werden können.

Das schwankt zwar je nach Verbraucher und Ausgangsport, trotzdem haben wir die bei anderen Power Stationen beobachteten signifikanten Verluste (in der Regel circa 10 % der Maximalkapazität) bei der Jackery Explorer 500 nicht feststellen können.

Angegebene Kapazität518 Wattstunden
Gemessene Kapazität498,5 Wattstunden

Das ist insofern erwähnenswert, als dass die allermeisten Modelle auf dem Markt der Power Banks und Stationen nur rund 80 bis 90 Prozent ihrer „echten“ Kapazität aufweisen – also die eigentlich angegebene Kapazitätsgrenze stets mit Vorsicht zu genießen ist. Jackery war bei der Angabe der Maximalkapazität also erfreulich ehrlich!

Laufzeiten von elektrischen Geräten

Ein paar Anwendungsbeispiele für die Nutzung der Jackery Explorer 500 mit einer Gesamtkapazität von knapp 500 Wattstunden:

  • Kühlbox (Eco-Modus, 10 Watt) läuft 50 Stunden
  • USB-Lautsprecher (12 Watt) läuft 41,7 Stunden
  • Notebook (16 Watt) läuft 31,3 Stunden
  • LED-Strahler (20 Watt) leuchtet für 25 Stunden
  • Kühlbox (Volle Kraft, 60 Watt) läuft 8,3 Stunden
  • Fernseher (75 Watt) läuft 6,7 Stunden
  • Office-PC (100 Watt) läuft für 5 Stunden
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Betrieb mit verschiedenen Geräten, Notebook, Tablet, Lautsprecher

Noch ein Hinweis: Notebooks und Fernseher haben nicht immer die exakt angegebene Leistung. Das liegt zum Beispiel daran, dass du die Helligkeit des TV-Geräts in den Abendstunden anders einstellen kannst.

Es empfiehlt sich daher immer der Blick in die technischen Angaben des Herstellers.

Zudem haben wir aus Vereinfachungsgründen die bereits angesprochene benötigte Leistung der internen Elektronik der Power Station nicht mit einbezogen.

Leistung

Sämtliche Ports liefern eine stabile Spannung und eine gute Effizienz. Wir haben an jedem Ausgang Leistungstests durchgeführt.

Integriertes Batterie Management System

An Bord der Jackery Explorer 500 finden wir ein Batteriemanagementsystem, kurz BMS. Es dient dazu, eine gute Leistung aufrechtzuerhalten und schützt vor schädigenden Einflüssen und falscher Bedienung.

Es umfasst dabei verschiedene Schutzmechanismen. Das BMS schützt vor Überhitzung, Kurzschluss, Überladung und vor totaler Entladung.

Die für eine Optimal-Leistung notwendige Betriebstemperatur liegt zwischen 0 und 40 Grad Celsius. Die Temperaturkontrolle an Bord der Jackery Explorer 500 kann bei drohender Überhitzung eine Abschaltung vornehmen.

Auch bei drohender Überlast wird die Jackery Explorer zuverlässig abgeschaltet. Werden mehr als 550 Watt aberufen, führt der Überlastschutz eine Abschaltung herbei. In unseren Tests klappe diese Abschaltung stets problemlos – allerdings wie schon bei der Jackery Explorer 240 ohne Warnhinweise auf dem Display.

Mehrere Tests an der Leistungsgrenze mit bis zu 515 Watt führten hingegen nicht zur Abschaltung.

Leistungstests am 230-Volt-Ausgang

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Notebook an der 230 Volt Steckdose

Ganz besonders interessant für Camper ist die Leistung der 230-Volt-Schuko. Dieser AC-Ausgang liefert mit 220-240 Volt bis zu 500 Watt Leistung.

Für besonders hohe Anlaufströme kann die Jackery Explorer 500 für wenige Sekunden 1000 Watt Spitze liefern.

Die Wechselstromdose liefert eine echte Sinuskurve. Grund dafür ist der integrierte Wechselrichter.

Am AC-Ausgang können wir also einen oder mehrere Verbraucher anschließen, deren Verbrauch 500 Watt in der Summe nicht überschreitet.

Die Spannung hält die Explorer 500 dabei zuverlässig und ohne ins „Stottern“ zu geraten wegen Unterspannung.

Den Grenzwert von 500 Watt sollten wir trotzdem nicht aus den Augen verlieren, sonst schaltet die Überlastfunktion des BMS die Power Station ab, um Schäden zu vermeiden. Eine gewisse Sicherheitsreserve ist nicht verkehrt.

In einem ersten Test schalteten wir lediglich den Wechselrichter über den AC-Knopf ein. Der eingeschaltete AC-Ausgang verbraucht 9 Watt, die Explorer 500 wäre somit in knapp 56 Stunden leer. Allerdings gibt es eine automatische Abschaltung nach 12 Stunden, wenn die Entladung weniger als 10 Watt beträgt.

In einem zweiten Test nutzten wir die Auftaufunktion einer Mikrowelle, um eine mittelstarke Belastung bis zur vollständigen Entladung zu erzeugen. Über den AC-Ausgang angeschlossen, meldete das Display einen Output von 235 Watt. Der Lüfter sprang bei diesem Belastungstest sofort an. In diesem zweiten Test dauerte es 2 Stunden und 7 Minuten, bis die Power Station entleert war.

Leistungstests am 12-Volt-Ausgang

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Betrieb einer Kühlbox über den 12 Volt Autostecker

Beim Zigarettenanzünder mit 12 Volt und 10 A hält die Spannung bei maximaler Belastung und ist damit stabil.

Aufgrund der relativ hohen Spannung der Batterie mit 24 Ah bei 21,6 V ist der 12-Volt-Ausgang sehr stabil.

Das Betreiben einer Kühlbox am 12-Volt-Ausgang war in unserem Test problemlos möglich.

Leistungstests an den USB-Ports

An den drei USB-A Ausgängen erhalten wir 2,4 Ampere bei 5 Volt Spannung und somit 12 Watt maximale Leistungsaufnahme. Auch die USB-Ports lieferten in unseren Tests eine stabile Spannung.

Quick Charge oder den sogenannten Power Delivery per USB-C-Ausgang erhalten wir in der Explorer 500 leider nicht. Das wäre für uns noch das Sahnehäubchen gewesen.

In einem Test haben wir ein iPhone 11 Pro Max, ein iPhone 12 und ein iPad gleichzeitig an den USB A Ports geladen. Das Display zeigte dabei 36 Watt Output an. Die angeschlossenen Geräte haben also 12 Watt Leistung aufgenommen.

Die USB-Ausgänge schaffen also zusammen 36 Watt. Dabei war der Leistungsverlust durch Leerlauf so gering, dass wir ihn nicht messen konnten.

Lüftertests

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Seitenansicht, Lüftungsschlitze und Lampe

Liegt eine dauerhafte Last an, springt der Lüfter ungefähr ab 50 Watt Leistung an. In unseren Tests zeigte sich, dass der Lüfter selbst rund 2 Watt verbraucht.

Der Lüfter der Explorer 500 selbst ist vergleichsweise klein. Mit einem größer dimensionierten Lüfter wäre bei gleicher Kühlleistung die Lautstärke deutlich reduzierbar gewesen.

So aber ist der Lüfter zumindest drinnen noch in 10 Metern zu hören. Draußen ist der Lüfter in einem Radius von 3 Metern um das Gerät herum zu hören.

Der Lüfter der Explorer 500EU läuft nach dem Ausschalten sämtlicher angeschlossener Verbraucher nach Dauerbelastung noch einige Minuten weiter.

Lieferumfang

  • Jackery Explorer 500EU
  • Autoladekabel
  • Netzteil und AC-Kabel
  • Benutzerhandbuch in fünf Sprachen (jeweils 8 Seiten): Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch.
  • Transportbeutel für das Zubehör
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Zubehör, Netzteil, Autostecker, Tasche, Handbuch

Merkmale und technische Daten in der Übersicht

Maximalkapazität518 Wh
BatterietypLG Li-Ionen-Batteriezelle
Anschlüsse1x AC 230 V, 3x USB-A, 3x DC-Ausgang
KFZ-Ausgang DC1x 12 V / 10 A, max. 120 W
Wechselstromausgang230 V, max. 500 W
USB5 V, 2,4 A
SolarlademodusMPPT
Gemessene Ladezeit Netzteil7:40 h
Ladebuchse8 mm Gleichstrom, 12 V ~ 30 V, max. 90 W
Maße (LxBxH)30 x 19,3 x 23,4 cm
Gesamtgewicht6,4 kg
Wohnmobil steht auf einem schönen Stellplatz im Sonnenaufgang

Interessante Fakten & Tipps

Hier findest du wichtige Tipps, die den Betrieb der Jackery Explorer 500 Power Station erleichtern.

Ja. Du kannst die Power Station über das Netzteil oder ein Solar Panel aufladen und gleichzeitig elektrische Verbraucher an die Ausgänge der Power Station anschließen.

Ja – sofern das Ladegerät des Fahrrads maximal 500 Watt Leistung hat. Das ist bei vielen Ladegeräten der Fall.

Akkus von elektrischen Fahrrädern haben oft eine hohe Kapazität, die typischerweise bei etwa 400 Wh liegt. Dafür reicht die Jackery Explorer 500 also aus.

Für besonders große Akkus empfiehlt sich das Laden von E-Bikes über die stärkere Power Station Jackery Explorer 1000 mit 1002 Wh Kapazität.

Auf dem Campingplatz warten einige besondere Herausforderungen auf die Power Station:

  • Beachte die Lufttemperatur. Die ideale Betriebstemperatur der Jackery Explorer 500EU liegt bei 0 – 40 Grad. In Zelten und geschlossenen Fahrzeugen wird es schnell sehr heiß. Öffne an sonnigen Tagen ein Fenster, damit die Batterie nicht zu warm wird.
  • Ist das Gerät nass? Wenn die Power Station im kalten Vorzelt übernachten muss, kann sich nachts eine größere Menge Kondenswasser auf dem Gerät bilden. Ist das der Fall, sollte die Explorer 500 in der Morgensonne getrocknet werden, bevor du sie einschaltest.
Jackery Explorer 500 Power Station Test - Vorderseite, Nahaufnahme, die Powerstation steht vor einem Teich in der Sonne

Fazit

Die Jackery Explorer 500 hat uns in unserem Test vollkommen überzeugt. Zwar ist sie etwas schwerer und geringfügig größer als der kleine Bruder Explorer 240. Dafür kann sie aber viele Geräte mit Strom versorgen, die bei der kleineren Handtasche zu leistungshungrig wären.

So ist etwa eine kleinere Kaffeemaschine mit 500 Watt kein Problem. Ebenso können wir mit der Explorer 500 bereits eine Mikrowelle auf geringeren Leistungsstufen nutzen. Die 12-Volt-Kühlbox hielt sämtliche Getränke kühl – so wie es sein soll.

Kurzum: Für viele Camping-Anwendungen ist die Jackery 500 genau passend. Sie ist nicht zu schwer und bleibt aufgrund der Größe angenehm im Handling.

Natürlich ist auch bei diesem Gerät nicht alles gut gelungen. So fehlt uns der Power Delivery USB-C-Port. Außerdem ist der Lüfter auch bei diesem Modell deutlich zu hören und hätte ruhig leiser ausfallen dürfen.

Insgesamt können wir die Jackery Explorer 500 aber jedem Camper getrost ans Herz legen. Wer zudem noch eine SolarSaga 100 zum Laden über Solar nutzt, hat einen idealen Begleiter für den nächsten Ausflug mit dem Wohnmobil.

Auch interessant

Du magst den Beitrag?

Fabian

Fabian

Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.
Fabian

Fabian

Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.