Test: Jackery SolarSaga 200 – Gut für schlechtes Wetter

Jackery Solarsaga 200 Test, Vorderseite, Ausgeklappt, Terrasse, Garten

Jackery steht seit 10 Jahren für Qualität bei tragbaren Powerstationen und Solarmodulen. Im Laufe der Zeit haben wir mehrere Geräte des Herstellers getestet.

Heute zeigen wir dir ausführlich, welche Erfahrungen wir in wochenlangen Praxistests mit der Solartasche Jackery SolarSaga 200 sammeln konnten.

206 Watt gemessene Spitzenleistung in der Mittagssonne – das ist eine tolle Leistung für ein 200 Watt starkes Solarpanel. Kleinere Schwächen gab es bei der Handhabung.

Warum lohnt sich der Kauf des Premium-Solarmoduls? Gibt es bessere Geräte fürs Geld? Lies weiter, um es herauszufinden!

In diesem Test erfährst du:

  • Wie viel Strom das Solarpanel wirklich in der Sonne und bei Wolken erzeugt,
  • ob das Jackery tatsächlich einen kräftigen Regenschauer vertragen kann,
  • was uns begeistert hat und auf welche Probleme wir beim SolarSaga 200 gestoßen sind.

Inhaltsverzeichnis

Testergebnis & Noten

Das Jackery SolarSaga 200 ist weder leicht noch günstig. Dafür ist es extrem robust und wasserdicht dank IP67 Zertifizierung. Für ein tragbares Solarmodul schaffte es in unserem Test herausragende Leistungen. Besitzer großer Powerstationen können mehrere SolarSaga 200 in Reihe schalten, um noch schneller mit Solarenergie aufzuladen.

96
Gesamtnote
92
Preis / Leistung

Bilder zum Solar Panel Jackery SolarSaga 200

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Wofür ist die Solartasche geeignet?

Das tragbare Solarmodul SolarSaga 200 von Jackery macht in diesen Situationen eine besonders gute Figur:

  1. Gutes Solarpanel bei schlechtem Wetter: Regen, Schlamm und sogar Schnee sind kein Problem für das Jackery SolarSaga 200 Solarpanel, es hat die IP-Schutzklasse 67. Deswegen waren Regen im Test kein Problem, selbst Absprühen mit dem Gartenschlauch verträgt das robuste Modul.
  2. Genug Leistung für große Batterien: Im Test lieferte das Jackery SolarSaga 200 mehr als die Peak-Leistung von 200 Watt. Das reicht für große Powerstationen wie die Jackery Explorer 3000 Pro aus. Damit kannst du im Handumdrehen deine Wohnmobil-Batterien wieder aufladen.
  3. Starker Begleiter für Campingplätze und Festivals: Das Jackery SolarSaga 200 ist zwar schwerer als ein leichtgewichtiges Modell, allerdings ist es dank dicker Backplate robust. Wo Kinder oder Hunde toben, kann auch mal ein aufgestelltes Solarmodul umfallen.

In den folgenden Situationen gibt es jedoch bessere Geräte für dich:

  1. Feste Installation: Für die dauerhafte Installation auf dem Wohnmobil, Balkon oder Garagendach ist das SolarSaga 200 nicht die beste Lösung. Hierfür reicht ein preiswertes Solarpanel mit Glasbeschichtung und Alurahmen aus. Das ist günstiger und mit seiner Glasbeschichtung noch mal witterungsbeständiger als ein teflonbeschichtetes, faltbares Solarpanel.
  2. Ultra-mobiler Einsatz: Du planst Ausflüge zum Strand mit der Kühlbox und möchtest mobil bleiben? Dann könnte ein kleineres, leichteres Solarpanel wie die Jackery SolarSaga 100 besser für dich geeignet sein.
  3. Sehr viele Solarmodule kombinieren: Mehrere SolarSagas lassen sich problemlos mit speziellen Kabeln hintereinander schalten, um große Powerstations fix wieder aufzuladen. Solarmodule wie das Bluetti PV200 schaffen das aber dank MC4-Stecker einfacher – ganz ohne Extrakabel.

Test: Das Solarpanel Jackery SolarSaga 200 im Überblick

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Beim Auspacken fällt sofort die Bezeichnung „Jackery SolarSaga 200“ auf, die auf den knallig-orangefarbigen Magnetverschlüssen angebracht wurde. Mit „200“ bezeichnet der amerikanische Hersteller übrigens die maximal verfügbare Peak-Leistung in Watt (Spitzenleistung).

Leistungsmäßig sortiert sich das faltbare Solarmodul damit in der oberen Mittelklasse der auf dem deutschen Markt verfügbaren tragbaren Solarpanels.

LEISTUNG (PEAK)
Jackery SolarSaga 100 100 Watt
Ecoflow 160W Solar Panel 160 Watt
Jackery SolarSaga 200 200 Watt
Zendure 200W Solar Panel 200 Watt
Ecoflow 220W Solar Panel 220 Watt
Bluetti PV350 350 Watt

Ob die 200 Watt Spitzenleitung in der Praxis tatsächlich erreicht werden, haben wir natürlich im Leistungscheck weiter unten im Test überprüft.

Solarzellen

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Vier mit ETFE laminierte, fortschrittliche monokristalline Solarpaneele auf der Oberfläche des Jackery SolarSaga 200 mit jeweils 50 Watt maximaler Leistung erzeugen den Strom. Ihr maximaler Wirkungsgrad beträgt laut Jackery bis zu 25 Prozent. Das ist sehr gut und liegt im Spitzenfeld der tragbaren Solarmodule.

Günstige, sogenannte Polykristallin-Solarmodule erreichen lediglich 15 bis 20 Prozent Wirkungsgrad.

WIRKUNGSGRAD
Ecoflow 160W Solar Panel 21 - 22 %
Offgridtec FSP-2 120W 22 %
Zendure 200W Solar Panel 22,5 %
Jackery SolarSaga 100 23 %
Jackery SolarSaga 200 24,3 %

Sämtliche Module sind auf eine sehr robuste Backplate montiert worden, die sich trotz des Gewichts beim Anheben kaum durchbiegt. Im Test konnten wir das Solarpanel auch mal etwas gröber anfassen, ohne eine Beschädigung zu riskieren.

Das leichte Glitzern auf den Fotos des Panels kommt übrigens nicht von den Solarzellen selbst, sondern von der Schutzbeschichtung auf der Oberfläche der Solarzellen.

Monokristalline Siliziumzellen sind teurer als polykristalline Zellen, bieten dafür aber auch einen besseren Wirkungsgrad. Das ermöglicht ein kleineres und leichteres Panel bei gleicher Größe.

Monokristalline Solarzellen erkennt man leicht an ihrer Farbe. Sie sind schwarz. Polykristalline Zellen sind grau.

Ladekabel mit Rundstecker

Jackery Solarsaga 200 Solarstecker, Anschluss, Dc8020, Verbindung, Rundstecker

Das beigelegte Anschlusskabel ist etwas Besonderes. Die meisten faltbaren Solarmodule haben ein Kabel mit MC4-Steckern, die SolarSaga 200 kommt mit einem DC7909-Stecker und einem integrierten Adapter auf DC8020. 

Damit ist sie ideal für alle Jackery Powerstationen der Explorer Reihe. Auch ältere Modelle wie die Jackery Explorer 1000 mit DC7909 Eingang können also problemlos mit der SolarSaga 200 verbunden werden. Powerstationen anderer Hersteller benötigen einen Adapter von DC7909 auf den in der Powerstation verbauten Ladeeingang.

Im Vergleich zu MC-Steckern lässt sich der DC8020-Stecker von Jackery leichter an- oder abstecken. Andererseits braucht man für das Zusammenschalten mehrerer Solarpanele einen speziellen Adapter.

Auffallend positiv ist die Kabellänge: Hier hat Jackery hat drei Meter Kabel spendiert, das ist großzügig und lässt eine optimale Positionierung des Solargenerators zu – etwa vor dem Wohnmobil oder in der Nähe des Zelts. 

USB-Ports wie beim Jackery Solar Saga 100 gibt es übrigens nicht.

Jackery Solarsaga 200 Transporttasche, Innenseite, Kabelfach, Ladekabel
LADEKABEL
Anker 531 Solarpanel 3 Meter, XT60
Jackery SolarSaga 100 3 Meter, DC 8mm
Zendure 200W Solar Panel 1 Meter, MC4
Jackery SolarSaga 200 3 Meter, DC7909 zu DC8020

Bei genauerer Betrachtung hat das längere Kabel auch einen Nachteil – es steigert die Stolpergefahr. So muss man beim Verlegen auf Festival- oder Campingplatz genauer hinschauen, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren.

Jackery Solarsaga 200 Test, Ladekabel, Solarkabel, Abnehmbar

Klasse ist auf jeden Fall die Möglichkeit, ein defektes Kabel von der Anschlussbuchse zu trennen und so problemlos zu erneuern, ohne gleich das ganze Modul einschicken oder gar ersetzen zu müssen.

18 Volt Spannung

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Das faltbare Solarmodul Jackery SolarSaga 200 hat 11,12 Ampere Leistungsstrom bei einer Arbeitsspannung von 18 Volt. Die Leerlaufspannung beträgt 23,2 Volt.

Reicht das? Ja, 18 Volt Arbeitsspannung sind genug, um praktisch jede mobile Batterie zu laden. Die Powerstation EB3A von Bluetti braucht zum Beispiel eine Eingangsspannung zwischen 12 und 28 Volt.

Einige wenige, größere Power Stations benötigen mehr als 18 Volt Eingangsspannung. Ein Beispiel ist die PowerOak AC200P: Sie lädt erst ab 35 Volt. In diesem Fall schaltest du zwei Solarpanele in Reihe, um die erzeugte Arbeitsspannung so zu verdoppeln.

BENÖTIGTE SPANNUNG
Bluetti AC200MAX 10 Volt
Jackery Explorer 1000 12 Volt
Zendure SuperBase Pro 12 Volt
Oukitel P2001 12 Volt
PowerOak AC200P 35 Volt

Beschichtung der Zellen

Jackery Solarsaga 200 Solarzellen, Beschichtung, Wabenstruktur

Die Solarzellen des Jackery SolarSaga 200 sind mit einer Schutzschicht aus ETFE-Polymer (Teflon) beschichtet. Dieser Kunststoff ist leichter und biegsamer als Glas und durchaus strapazierfähig und robust.

An unserem Testgerät war die Beschichtung dick und absolut fehlerfrei verarbeitet. Die Solartasche ist auf jeden Fall für den gewöhnlichen Campingalltag prima geeignet.

Bei unseren Tests haben wir das Jackery SolarSaga 200 Modul gröber angefasst und mehrfach zum Umkippen gebracht. Schäden wie Brüche oder Kratzer hat es auch auf hartem Untergrund nicht genommen.

Solarmodule mit einer Beschichtung aus ETFE (Teflon) sind ideal für den mobilen Einsatz und sogar besser geeignet als Panels mit einer Glas-Beschichtung.

Warum ist das so?

Sie sind sehr viel leichter, was natürlich den Transport für Camping und andere Outdoor-Aktivitäten erleichtert. 

Der wichtigere Grund: ETFE-Teflon beschichtete Panels sind ein gewisses Stück biegsam, bevor sie brechen! 

Du musst dir also keine Sorgen machen, wenn du die Solartasche mal etwas unvorsichtig anfasst. Es ist auch kein Problem, wenn das Solarmodul während der Fahrt im Camper umkippt. 

Drauftreten oder das Panel an nur einer Ecke zu tragen ist trotzdem nicht ratsam. Die Teflonbeschichtung sollte selbst das überleben – irgendwann wird aber die rückseitige Platte brechen, auf der die Solarzellen montiert sind. 

Dann ist das Panel nicht zwangsläufig kaputt, kann aber etwas Leistung verlieren. 

Rückseite (Backplate)

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Die Rückenplatte des Jackery SolarSaga 200 Solarmoduls ist vergleichsweise dick und schwer. Darum sind die empfindlichen Solarzellen sehr gut vor Stößen von hinten geschützt. Die Solartasche verträgt es, wenn man sie mal etwas gröber anfasst und biegt sich kaum durch, wenn sie an einer Kante hochgehoben wird. Wir erwarten nicht, dass die SolarSaga im Alltag bricht.

Beschichtet ist die Rückseite mit einer groben Gewebestruktur aus Kunststoff. Das macht die SolarSaga resistent gegen Kratzer und pflegeleicht, Schlamm kann einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Jackery Solarsaga 200 Backplate, Kanten, Abgerundet

Das Solarmodul wurde bei der Produktion aus einer großen Trägerplatte herausgeschnitten, seine Schichten sind fest miteinander verbunden – die Backplate ist deshalb extrem wasserfest. Ob das für den Rest der SolarSaga 200 auch gilt, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Glücklicherweise hat Jackery daran gedacht, die Schnittkanten abzurunden. Darum ist die Handhabung hier deutlich angenehmer als beim ebenfalls 200 Watt starken Solarpanel Zendure ZD200, das recht scharfe Schnittkanten hat.

Tests zur Wasserdichtigkeit

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Nach Angabe von Jackery ist das SolarSaga 200 Solarmodul nach IP67 wasser- und staubdicht.

IP67 bedeutet sogar: Das Panel verträgt Strahlwasser aus beliebigem Winkel und sogar vollständiges Eintauchen ins Wasser. Du kannst die Solarzellen also auf dem Campingplatz im Regen stehen lassen und sie bei der Reinigung mit dem Gartenschlauch abspritzen.

Kurioserweise steht allerdings in der Anleitung im selben Satz, der die IP67-Klasse ausweist, dass es nicht nass werden sollte – hier muss man also zwischen den Zeilen lesen. 

Die Anschlussbuchse beispielsweise sollte auf keinen Fall nass werden, sonst könnte Feuchtigkeit ins Innere gelangen. Allerdings ist diese zusätzlich durch eine gummierte Klappe vor eindringendem Wasser geschützt.

IP-KLASSE
Zendure 200W Solar Panel IP67
Jackery SolarSaga 200 IP67
Jackery SolarSaga 100 IP 65
Jackery SolarSaga 200 IP67

Diese Angabe schreckte uns jedoch nicht ab, wir waren neugierig und wollten die Wasserdichtigkeit in Tests überprüfen.

Für den ersten Test haben wir das Solarmodul SolarSaga 200 in einem kurzen Regenschauer stehen lassen. Ergebnis: Nach dem Trocknen mit einem Baumwolltuch war es weiterhin einsatzbereit, ohne dass wir eine Leistungseinschränkung feststellen konnten.

Jackery Solarsaga 200 Rückseite, Anschluss Für Ladekabel, Steckdose, Wasserschutz, Kappe

Im zweiten Test wollten wir wissen, ob das leichte Abspülen mit einem Schlauch problematisch ist. Auch hier enttäuschte uns die gewohnte Jackery Qualität nicht – das Modul verrichtete nach dem sanften Abtrocknen brav seinen Dienst, auch hier ohne Einschränkungen bei der Leistung.

Fazit der Wasserdichtigkeit-Tests: Das Solarpanel SolarSaga 200 von Jackery ist für den Outdoor-Einsatz auf dem Campingplatz dank Wasserresistenz hervorragend gerüstet.

Tragetasche

Jackery Solarsaga 200 Tasche, Packtasche, Zusammengefaltet

Die Tragetasche macht einen hochwertigen Eindruck. Sie besteht aus wasserabweisendem Kunstfaser-Material und ist dick genug, um das Panel vor kleinen Stößen und Kratzern beim Transport zu schützen.

In der Mitte ist eine Aussparung, durch die wir den Tragegriff am Solarmodul nutzen können.

Während die Tragetaschen anderer Solarpanels rundherum geschlossen sind, bleibt die Tasche der SolarSaga 200 oben offen. Das gefällt uns gut: Wird im Eifer des Gefechts mal ein feuchtes Panel in die Tasche gesteckt, kann das Gerät in der Tasche abtrocknen. Das vermeidet Schimmelbildung während der Lagerung.

Wir empfehlen für die Lagerung, das Solarmodul in der Tragetasche aufzubewahren!

Gewicht

Jackery Solarsaga 200 Test, Tranport, Griff

Mit einem Gesamtgewicht von 8,3 Kilogramm inklusive Tragetasche ist das Jackery SolarSaga Solarmodul kein Leichtgewicht, es gibt aber auch schwerere Module in der 200-Watt-Klasse.

So wiegt die Konkurrenz von Zendure satte 9,7, das EcoFlow 220 Watt Modul immerhin 9,5 Kilogramm.

GEWICHT
Oukitel 200W 7,0 kg
Bluetti PV200 7,3 kg
Jackery SolarSaga 200 8,3 kg
EcoFlow 220W 9,5 kg
Zendure 200W Solar Panel 9,7 kg

Wir weisen in unseren Tests immer darauf hin, dass man ein höheres Gewicht nicht nur negativ bewerten darf. Stattdessen ist es meist ein Qualitätshinweis – so auch in diesem Fall.

Die stabile Backplate etwa erhöht das Gewicht, erreicht aber insgesamt eine bessere Stabilität und lässt das Modul Wind-sicherer stehen als so manchen Konkurrenten.

Zudem schützt sie vor Brüchen oder anderen Schäden.

Wer Gewicht einsparen muss, greift lieber direkt zur 100-Watt-Klasse der Solarmodule.

Abmessungen

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Einmal aufgeklappt misst das Jackery SolarSaga 200 Solarmodul 54 x 232 x 2,5 Zentimeter. Das ergibt eine Fläche von 1,25 Quadratmetern.

Im Vergleich zu Solarmodulen der 100-Watt-Klasse ist das Jackery SolarSaga 200 groß. Wer wenig Stellmöglichkeiten auf der Parzelle hat, sollte lieber zur 100-Watt-Klasse greifen.

FLÄCHE (OFFEN)
Jackery SolarSaga 100 0,65 m²
Ecoflow 110W 0,72 m²
Jackery SolarSaga 200 1,25 m²
Zendure 200W Solar Panel 1,29 m²

Ist Platz ist ein echtes Problem, weil du das Solarmodul an der Dachreling eines Fahrzeugs aufhängen möchtest? Dann sind mehrere kleine Panels wie das EcoFlow 110 Watt die beste Option für dich.

Klappmechanismus

Jackery Solarsaga 200 Test, Klappmechanismus, Gelenke, Halb Aufgefaltet

Die vier Segmente des Moduls sind mit Hilfe der drei Gelenke faltbar oder aufklappbar. Somit steht das Solarpanel in wenigen Sekunden und muss nur noch mit den auf der Rückseite angebrachten Stützen fixiert werden.

Im gefalteten Zustand misst das SolarSaga 200 von Jackery 54 x 61,5 x 4 Zentimeter, also 0,33 Quadratmeter.

Für größere Wohnmobile also kein Problem, da reicht die Heckgarage locker aus. Wer mit Kompaktcamper unterwegs ist oder ein ultraportables Solarpanel zum Transport mit dem Motorrad oder am Trecking-Rucksack sucht, kommt mit kleineren Geräten wie dem EcoFlow 110W besser zurecht.

Jackery Solarsaga 200 Test, Größe, Packmaß, Zusammengefaltet, Vergleich, Jackery Solarsaga 100, Jackery Solarsaga 200, Bougerv Paso 100
links: Jackery SolarSaga 100, Mitte: Jackery SolarSaga 200, rechts: BougeRV 100W
FLÄCHE (GESCHLOSSEN)
Ecoflow 110W 0,20 m²
Jackery SolarSaga 100 0,33 m²
Jackery SolarSaga 200 0,33 m²
Zendure 200W Solar Panel 0,34 m²

Weiterer Vorteil gegenüber anderen Faltmodulen wie dem 200-Watt-Panel von Zendure: Jackery hat Magnetverschlüsse am äußeren Rand angebracht. Mit diesen klappt nicht nur das Zusammenfalten wirklich schnell und einfach, die Panels bleiben auch zusammengeklappt, selbst wenn das Modul nicht in der Tasche steckt.

Aufsteller

Jackery Solarsaga 200 Test, Standbeine, Füße, Aufgerichtet, Aufsteller

Die drei auf der Rückseite des Solarmoduls angebrachten Stützen sind ausklappbar und haben einen Gummizug, sodass wir das Solarpanel Solar Saga 200 in einem Winkel von etwa 45 bis 75 Grad ausrichten können. 

Das ermöglicht eine gute Optimierung des Tagesertrags, je nach Sonnenstand. Ältere Solartaschen haben oft keinen Gummizug an den Stützen, darum können sie nur im 45-Grad-Winkel aufgestellt werden. Bei niedrigem Sonnenstand in den Morgen- und Abendstunden ist die SolarSaga also klar im Vorteil.

AUFBAU
Zendure 200W Solar Panel okay
Jackery SolarSaga 200 einfach
Jackery SolarSaga 100 sehr einfach
Jackery Solarsaga 200 Test, Standbein, Fuß, Klappmechanismus, Gummiband, Aufsteller

Da das Solar Saga 200 mit einer Länge von 2,32 Meter zu den größeren Modulen gehört, geht der Aufbau zu zwei deutlich einfacher von der Hand als allein.

Allerdings hat dieses Solarmodul nur drei statt vier Stützen. Zudem sind alle Füße mit Magnetverschlüssen ausgerüstet – die sind deutlich fummelfreier zu bedienen, als die Klettverschlüsse vergleichbarer Solarmodule. Dies beschleunigt und erleichtert das Aufstellen. Zu zweit haben wir 45 Sekunden für den Aufbau gebraucht.

Die Position ist dann am besten, wenn die Sonne genau senkrecht auf die Solarzellen fällt.

So positionierst du das Panel im Sommer abhängig von der Tageszeit richtig:

  • Mittags: Flach auf den Boden legen
  • Morgens & Abends: An den Ösen senkrecht aufhängen
  • Vormittags & Nachmittags: Mit den Aufstellern im 45-Grad-Winkel aufstellen.

Im Winter sind Aufstellwinkel zwischen 50 und 80 Grad ideal.

Am besten das Panel alle zwei bis 3 Stunden mal kurz nachjustieren und zur Sonne hin ausrichten, wenn du den maximalen Ertrag willst. Es lohnt sich.

So kannst du immer die optimale Menge Strom erzeugen. Im Vergleich zu einem fest installierten Solarpanel konnten wir im Test durch geschicktes Positionieren die erzeuge Strommenge am Tag um 30 % steigern.

Ösen zum Aufhängen

Jackery Solarsaga 200 Aufhängung, Öse, Befestigungspunkt

An jeder der vier Ecken des tragbaren Solarmoduls Solar Saga 200 befinden sich Ösen zum Aufhängen, die sich vor allem morgens und abends bezahlt machen für eine nahezu senkrechte Ausrichtung zur Sonne.

Erfahrungsgemäß bieten sich Sträucher, Äste, Balkongeländer oder das Wohnmobil als geeignete Orte zum Aufhängen für einen tiefen Sonnenstand im Winter an. 

Im Test hatten wir keine Probleme, bereits zwei Ösen konnten das Gewicht des Panels gut tragen.

Leistung in der Sonne

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Die Kernfrage bei einem Solarmodul: Wie viel Leistung können wir tatsächlich abrufen? In unserem ersten Test haben wir die Leistung des Jackery Solar Saga 200 bei Sonnenschein ohne Wolken gemessen.

Das Ergebnis überrascht schon etwas, denn die Leistung liegt sogar oberhalb der Nennleistung von 200 Watt – wir haben bei wolkenlosem Himmel in der Mittagssonne 206 Watt gemessen. Bei tieferem Sonnenstand waren es immerhin 145 Watt.

LEISTUNG (SONNE)
Mittagssonne 206 Watt
Morgen & Abendsonne 145 Watt

Damit schlägt Jackery mit der Solar Saga 200 viele Konkurrenten wie das Zendure 200W und liegt im Spitzenfeld der Messergebnisse.

Wer auf eine starke Solarlade-Leistung im Campingalltag setzt, sollte zugreifen.

Leistung bei Wolken

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In diesem Test des Jackery Solar Saga 200 haben wir die Leistung bei bewölktem Himmel gemessen.

Das Solarmodul Solar Saga 200 leistet bei stark bewölktem Himmel zwischen 30 und 40 Watt und etwa 60 Watt bei leichter Bewölkung. Im Schatten waren es 30 Watt Ladeleistung.

LEISTUNG (WENIG LICHT)
Leichte Bewölkung 60 Watt
Starke Bewölkung 30 Watt
Schatten 30 Watt

Die Leistung im Schatten und bei Bewölkung ist gut im Vergleich zu anderen 200-Watt-Solarmodulen. Selbst bei starker Bewölkung bekommen wir noch genügend Ladeleistung für kleinere Powerstationen wie die EB3A, die wir an einem wolkigen Sommertag vollständig aufladen können.

Durchschnittliche Tagesleistung

Jackery Solarsaga 200 Test, Ladestecker, An Powerstation Angeschlossen, Spannung, Stromstärke

Wie viel Strom erzeugt das Jackery Solar Saga 200 Solarmodul an einem Tag? Und was kann man mit der erzeugten Energie machen?

Damit du die Leistungsfähigkeit des Solarpanels besser einschätzen kannst, haben wir Richtwerte für einige typische Tage ermittelt.

TAGESLEISTUNG
Sonniger Sommertag 2,8 kWh
Wechselhafter Frühlingstag 1,2 kWh
Sonniger Wintertag 1,0 kWh
Verregneter Herbsttag 0,25 kWh

An einem wechselhaften Frühlingstag mit 13 Stunden Tageslänge und 4,5 Stunden idealem Sonnenschein erzeugt das Jackery Solar Saga 200 etwa 1.200 Wattstunden.

Vorteile und Nachteile des Jackery Solar Saga 200

Jackery Solarsaga 200 Beschriftung, Aufdruck, Leistung, Spannung

Hier haben wir unsere Erfahrungen aus dem Test zusammengefasst und noch einmal die wichtigsten Stärken & Schwächen der robusten Solartasche im Überblick:

Vorteile

Nachteile

Jackery Solar Saga 200: Messwerte, technische Daten, Lieferumfang

Das folgende Datenblatt enthält neben den Herstellerangaben auch unsere Messwerte, die wir im Test des Solarpanels ermittelt haben.

ModellbezeichnungSolarSaga 200 Solar Panel
Anzahl der Panele4 (faltbar)
Material SolarzellenMonokristallines Silizium
Wirkungsgrad Solarzellen24,3 %
BeschichtungETFE (Teflon)
Maximale Leistung (Pmax)200 W
Gemessene Leistung (Mittags)206 W
Gemessene Leistung (Morgens & Abends)145 W
Gemessene Leistung (dünne Wolken)60 W
Gemessene Leistung (Schatten)30 W
Gemessene Leistung (dichte Wolken)30 W
LadesteckerDC8020-Stecker
Ladekabel3 Meter
USB-Anschlüssenein
Arbeitsspannung (Umpp)18 V
Leistungsstrom (Impp)11,12 A
Leerlaufspannung (Uoc)23,2 V
Kurzschluss-Strom (Isc)11,76 A
MPPT-Technikja
Betriebstemperatur-10 bis +65 °C
Beste Betriebstemperatur25 °C
WasserdichtigkeitIP67
Aufbauzeit45 s (2 Personen)
Ständer3, variabler Gummizug
Befestigungspunkte4 Ösen
Abmessungen (gefaltet)540 x 615 x 40 mm
Abmessungen (entfaltet)540 x 2320 x 25 mm
Gewicht (laut Hersteller)8,3 kg
Gewicht (gemessen)8,3 kg
LieferumfangSolarmodul, Tragetasche, Ladekabel, Handbuch
Garantie36 Monate

Lieferumfang

Jackery Solarsaga 200 Zubehör, Lieferumfang, Handbuch, Solarkabel

Der Lieferumfang des Jackery Solar Saga 200 Solarpanels enthält:

  • Solar Saga 200 Solarmodul
  • wasserabweisende Tragetasche
  • 3 Meter Ladekabel mit DC8020-Stecker und integriertem Adapter DC7909 zu DC8020
  • mehrsprachige Kurzanleitung

Preis / Leistungs-Verhältnis

Das Jackery SolarSaga 200 ist kein preiswertes Solarmodul. Wer nur einfach etwas Strom auf dem Campingtrip erzeugen möchte, ohne auf Spitzenleistung setzen zu wollen, kann auch zu günstigeren Solarmodulen greifen.

Wer dagegen ein Premium-Solarmodul dabei haben möchte, wird mit der Solartasche von Jackery bestens versorgt – klare Kaufempfehlung für Camper mit großzügigem Budget.

Welche Powerstation ist kompatibel zur Solartasche Jackery SolarSaga 200?

Die folgenden Solargeneratoren arbeiten mit diesem Solarmodul gut zusammen:

Für Powerstationen anderer Hersteller braucht man einen Adapter für den DC8020 oder DC7909 Anschluss der SolarSaga 200.

Bluetti Ac200max Solargenerator Test Größe, Maße, Vergleich, Jackery Explorer 240, Ecoflow River Pro

Ist meine Powerstation mit dem Solarmodul kompatibel?

Deine Powerstation ist mit dem SolarSaga 200 Solarpanel kompatibel, wenn sie sich mit der 18 Volt hohen Arbeitsspannung aufladen lässt und 23,2 Volt Leerlaufspannung verträgt.

Außerdem muss deine Powerstation eine Anschlussmöglichkeit für den DC7909 oder den DC8020 Stecker haben. Passende Adapter je nach Powerstation gibt es in allen möglichen Ausfertigungen im Handel.

Bei einigen Powerstations liegen gelegentlich bereits Adapter bei. Diese findest du im Lieferumfang aufgelistet.

Fragen, Antworten & Tipps

Hier findest du hilfreiche Tipps, die den Betrieb des faltbaren Solarpanels SolarSaga 200 erleichtern.

Das Jackery SolarSaga 200 ist ein ETFE-beschichtetes, faltbares Solarpanel mit einer Peak-Leistung von 200 Watt. Es verträgt dank IP67 Zertifizierung auch grobe Regenschauer. Die monokristalline Zellen haben eine Effizienz von 23,4 Prozent und ermöglichen hohe Solarladeerträge.

  1. Verlängerungskabel für Jackery Solarpanels 5 m. Sehr praktisch, wenn die Powerstation im Wohnmobil steht.
  2. Verbindungsstecker für Jackery 1500 und 2000 Pro, um mehrere Jackery Solarmodule in Reihe zu schließen.

Das Ladekabel des Jackery SolarSaga 200 Solarpanels ist drei Meter lang.

  • Entferne groben Sand und Schmutz von der Oberfläche des Moduls. Nutze dafür eine weiche Bürste. Nutze ein feuchtes Tuch für den Rest der Oberfläche.
  • Trockne das Solarpanel, bevor du es in der Tasche lagerst. Das vermeidet Schimmel.
  • Das Gerät sollte an einem sauberen, trockenen Ort gelagert werden.
  • Gib acht, dass niemand auf das Gerät treten kann, wenn das SolarSaga 200 flach auf dem Boden liegt. Eine Katze, die sich auf das warme Solarpanel legt, ist kein Problem. Ein Mensch, der auf das Solarpanel tritt, kann jedoch die Backplate zerbrechen.
  • Verlege Ladekabel immer so, dass niemand darüber stolpern kann. Das ist ganz besonders auf Campingplätzen wichtig.
  • Wenn du das SolarSaga 200 an einem windigen Tag aufhängst, befestige immer mindestens zwei gegenüberliegende Seiten mit einem Seil an einem stabilen Gegenstand.

Die Leistung eines Solarpanels ist optimal, wenn die Sonne genau senkrecht auf die Solarzellen scheint.

Das Jackery SolarSaga 200 kann mit den Aufstellern per Gummizug in einem idealen Winkel zur Sonne aufgestellt werden. Zusätzlich kannst du es an den Ösen an den Eckpunkten aufhängen, um die tief stehende Sonne nutzen zu können.

Ja, das Solarmodul ist laut Jackery nach IP67 vor Wasser und Staub geschützt. Zusätzlich hat das Modul eine wasserdichte Anschlussbuchse mit Gummiabdeckung. Kleine Regenschauer und sogar starke Wolkenbrüche stellen für das Solarpanel kein Problem dar, das bestätigen auch unsere Tests.

Du solltest das Solarmodul jedoch keinesfalls mit einem Hochdruckreiniger abspritzen.

Das Jackery SolarSaga 200 Solarpanel hat keine USB-Anschlüsse. Du musst es mit einer Powerstation kombinieren, um deine Smartphones, Tablets und Notebooks unterwegs aufzuladen.

Aufgrund seiner robusten Bauweise eignet sich das Jackery SolarSaga 200 gut für die regelmäßige mobile Nutzung im Wohnmobil.

Beleuchtung, Getränkekühlung, Musikanlagen und Bordbatterien laden – dank seines guten Wetterschutzes kann das Solarmodul in aller Regel problemlos mehrere Tage lang am Einsatzort aufgebaut bleiben.

Für die dauerhafte Installation auf dem Garagendach gibt es jedoch preiswertere Lösungen, für kurze Campingtouren mit dem Zelt empfehlen wir ein kleineres, leichteres Solarpanel wie die Solar Saga 100 von Jackery.

Eignung für Rucksacktourenschlecht
Eignung für Kurztrips mit dem Zeltokay
Eignung für Touren mit dem Wohnmobilsehr gut
Eignung für mehrtägige Outdoor-Eventssehr gut
Eignung als Balkonkraftwerkokay

Ja, die Batterie des Fahrzeugs kann über einen Laderegler aufgeladen werden. Ein MPPT Laderegler ist empfehlenswert, weil der effizienter als ein Laderegler ohne MPPT arbeitet.

Jackery Solarsaga 200 Test, Vorderseite, Ausgeklappt, Terrasse, Garten

Fazit zum Test des Jackery SolarSaga 200

Unsere Erfahrungen im Test mit der Jackery SolarSaga 200 waren durchweg positiv. Besonders hervorzuheben sind die exzellenten Leistungsdaten, die einmal mehr die Jackery Qualität bestätigen. 

Das Solarmodul schaffte es unter Idealbedingungen, mehr als die Peak-Leistung abzurufen. In der Mittagssonne haben wir 206 Watt gemessen. Auch die Leistung bei Teilabschattung ist im Vergleich zu anderen Modellen der Konkurrenz sehr gut. Die Leistung im Schatten und bei bewölktem Himmel ist ebenfalls überdurchschnittlich hoch.

Einziger Wermutstropfen ist der Preis, das Modul ist alles andere als preiswert. Wer ein kleines, leichtes oder günstiges Panel für den gelegentlichen Einsatz beim Wochenend-Camping sucht, sollte lieber einen Blick in unsere Liste mit den besten Solarpanels werfen.

Wer das nötige Kleingeld hat, macht mit der Jackery SolarSaga 200 nichts falsch.

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Fabian Mintzer

Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.