Die 9 besten Powerstationen 2022: Tests, Vergleich [Tabelle]

Flashfish A501 Powerstation Test - Größe, Vergleich

Ob fürs autarke Camping oder als Versorgung bei Stromausfällen – die Jackery Explorer 1000 kann als tragbare Powerstation deine wichtigste Elektronik für Stunden oder gar Tage mit Energie versorgen. 

Nachdem wir insgesamt 45 Stunden lang 9 mobile Powerstationen getestet haben, ist die Explorer 1000 unsere Wahl für gewöhnliche Camping-Anforderungen. Sie ist robust, bleibt mit 10 Kilogramm portabel und hat neben einer beachtlichen Leistung ein im Freien gut ablesbares Display.

Powerstation Kapazität Leistung Gewicht
Jackery Explorer 1000 1002 Wh 1000 W 10 kg
Jackery Explorer 500 518 Wh 500 W 6,4 kg
EcoFlow River Pro 720 Wh 600 W 7,6 kg
Bluetti AC200 Max 2048 Wh 2200 W 28,1 kg
PowerOak AC200P 2000 Wh 2000 W 27,5 kg
Jackery Explorer 240 240 Wh 200 W 3 kg
Flashfish A501 540 Wh 500 W 6,4 kg
PowerOak AC50S 500 Wh 300 W 7,5 kg
PowerOak EB240 2400 Wh 1000 W 22 kg

Inhaltsverzeichnis

1. Jackery Explorer 1000

Jackery Explorer 1000 Powerstation Test - Aufladen mit Solar Saga 100 Solar Panel

Nach unserem ausführlichen Test der Jackery Explorer 1000 stellten wir fest: Dieses Modell ist für den Großteil der Camper die beste Powerstation. Neben einer hervorragenden Verarbeitung sind Kapazität und Leistung wesentliche Gründe dafür.

Für die allermeisten Urlauber reichen 1.000 Watt Dauerleistung bei 1.002 Wattstunden Kapazität aus, um nahezu alle wichtigen Verbraucher mit Strom zu versorgen (etwa Kühlbox, Kaffeemaschine, Laptop). Wer eine große zentrale Stromversorgung fürs Wohnmobil benötigt, greift dagegen zur Bluetti AC200 Max.

Außerdem bleibt die Jackery Explorer 1000 als Vertreter der 1 kW-Klasse mobil genug – anders als Modelle der 2 kW-Klasse, die man am besten mit einem Rollwagen transportiert. Für die allermeisten Camper ist es von entscheidender Bedeutung, mobil zu bleiben. Das bedeutet also: möglichst klein und leicht – genau hier erzeugt die Jackery Explorer 1000 einen guten Kompromiss zwischen ordentlicher Mobilität, ohne dabei zu viel Kapazität und Leistung einzubüßen. 

Zusätzlich bietet die Explorer 1000 genügend Anschlüsse. So bekommen wir unter anderem gleich zwei 230-Volt-Ausgänge und zwei USB-C-Anschlüsse mit Power Delivery, zum Beispiel fürs Betreiben eines Laptops.

Als Krönung hat der Hersteller an Outdoor-Anwendungen gedacht und ein Display spendiert, welches selbst bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut lesbar bleibt – dies ist eine Besonderheit aller Modelle von Jackery im Vergleich zur Konkurrenz.

Kapazität 1002 Wh
Dauerleistung AC 1000 W
Gewicht 10 kg
Abmessungen 33,3 x 23,3 x 28,3 cm
95
Gesamtnote
91
Preis / Leistung

2. Jackery Explorer 500

Jackery Explorer 500 Power Station Test - Vorderseite, die Powerstation steht vor einem Teich in der Sonne

Die Jackery Explorer 500 hat in unserem Test vor allem gezeigt, dass sie mit ihren schmalen Abmessungen und 518 Wattstunden Kapazität die richtige Größe für Zelt-Camper hat.

Gleichzeitig blieb der Solargenerator im Test mit 6,4 Kilogramm leicht und kompakt genug, um auch längere Wegstrecken – etwa auf dem Festival-Zeltplatz – problemlos zurücklegen zu können.

Wer die geringere Kapazität, die halbe Dauerleistung und das Fehlen einer weiteren 230-Volt-Steckdose im Vergleich zur Explorer 1000 in Kauf nehmen kann, bekommt dafür ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wohnmobilisten greifen in aller Regel zur Explorer 1000 oder für die zentrale Stromversorgung im Camper zum Einbau einer Bluetti AC 200Max.

Kapazität 518 Wh
Dauerleistung AC 500 W
Gewicht 6,4 kg
Abmessungen 30 x 19,3 x 23,4 cm
95
Gesamtnote
97
Preis / Leistung

3. EcoFlow River Pro

EcoFlow River Pro Powerstation, Titelbild, am See

Beim Testen der EcoFlow River Pro fielen uns einige Eigenschaften positiv auf, die andere Modelle nicht besitzen: So hat der Hersteller etwa an eine spezielle App gedacht, mit deren Hilfe wir den Solargenerator per Fernsteuerung über das Smartphone bedienen können. Weiterer Vorteil davon ist die problemlose Möglichkeit, Firmware-Upgrades vorzunehmen.

Unsere Tester schafften es zudem, die EcoFlow River Pro innerhalb von nur 1,6 Stunden per Netzteil wieder vollständig aufzuladen. Unterwegs mit einem Wohnmobil haben wir mit gelegentlichem Landstrom-Zugang somit fast immer eine betriebsbereite Powerstation dabei.

Der integrierte Wechselrichter des Lithium-Ionen-Akkus bringt es am 230-Volt-Ausgang auf maximal 600 Watt Dauerleistung. Allerdings können wir Verbraucher, die zwischen 600 und 1200 Watt Leistungsaufnahme haben, mit der speziellen X-Boost-Funktion mit reduzierter Leistung betreiben – ebenfalls ein interessantes Feature, etwa für einen starken Haartrockner.

Kapazität 720 Wh
Dauerleistung AC 600 W
Gewicht 7,6 kg
Abmessungen 28,9 x 18 x 23,5 cm
90
Gesamtnote
88
Preis / Leistung

4. Bluetti AC200 Max

Power Station Bluetti AC200MAX, Nordsee, Watt, Wiese, Meer, am Wasser

Als wir die Bluetti AC200 Max gründlich getestet haben, fielen uns vor allem Kapazität, Leistung und Ladezeit besonders positiv auf – diese Kriterien bekamen im Test die Teilnote „sehr gut“.

Mit 28 Kilogramm betreiben wir diesen Solargenerator allerdings stationär, zum Beispiel im Wohnmobil. Das Kraftpaket ist zu schwer und unhandlich, um es komfortabel mobil einzusetzen.

Die AC200 Max ist jedoch eine exzellente Wahl für den Einsatz als zentrale Stromversorgung im Wohnmobil. Dabei glänzt vor allem der Gleichstrom-Anschluss mit starken 30 Ampere – somit stehen hervorragende 360 Watt zur Verfügung. Heizdecke, Standheizung, Notebook, Beleuchtung – im Van kommt man so schnell auf 150 Watt und mehr – für die starke AC200 Max kein Problem.

Der Lithium-Eisenphosphat-Akku selbst liefert 2 Kilowatt Kapazität, am Wechselrichter können wir 2.200 Watt Dauerlast entnehmen – die kurzfristige Spitzenlast für Energiefresser liegt sogar bei 4.800 Watt. Wir bekommen also Leistung satt!

Die AC200Max lässt sich mit bis zu zwei Erweiterungsbatterien (B230 oder B300) ausstatten, sodass wir die Gesamtkapazität auf bis zu 8 kW steigern können. Dieses Feature ist interessant, wenn die AC200Max als Hausstromspeicher oder Balkonkraftwerk dienen soll.

Wer einen starken Solargenerator benötigt, kann die AC200 Max mit bis zu 900 Watt durch Solarmodule auf dem Dach oder mit Faltmodulen wieder aufladen – der MPPT Laderegler akzeptiert eine gute Bandbreite von 10 bis 145 Volt Spannung. 

Für Wohnmobilisten, die noch mehr Leistung als mit der Jackery 1000 benötigen, ist die AC200 Max somit genau die richtige Wahl.

Kapazität 2048 Wh
Dauerleistung AC 2200 W
Gewicht 28,1 kg
Abmessungen 42 x 28 x 38,6 cm

5. PowerOak Bluetti AC200P

PowerOak Bluetti AC200P Test - Gesamtansicht der Power Station von vorne, Vorderseite

Die AC200P von PowerOak ist der Vorgänger der AC200Max Powerstation. Die AC200P ist nicht nur optisch, sondern auch funktional in vielen Punkten baugleich zum Nachfolger. 

Trotzdem gewinnt im Vergleich der Nachfolger AC200Max deutlich.

So bekommen wir mit der AC200P beeindruckende 2.000 Watt Dauerleistung am AC-Port, jedoch lediglich zwei statt vier 230-Volt-Steckdosen.

Wer eine Zentralstromversorgung im Fahrzeug einbauen möchte, muss mit der AC200P genauer nachrechnen: Der 12-Volt-Ausgang liefert 25 Ampere. Zum Vergleich: Die AC200Max bringt es auf satte 30 Ampere.

Zusätzlich müssen wir mit der AC200P auf eine Fernsteuerung per Bluetti-App verzichten. Auch Firmware-Updates sind dementsprechend nicht ohne Weiteres möglich.

Wenn die AC200P als Solargenerator mit Solarmodulen geladen werden soll, ist die Auswahl von passenden Panels begrenzter – der Laderegler akzeptiert Eingangsspannungen von 35 bis 150 Volt, mit der AC200 Max sind es dagegen 10 bis 145 Volt.

Letztlich stellt sich auch die Frage nach der Verwendung (im Wohnmobil oder zu Hause). Wer einen zuverlässigen Batteriespeicher sucht, der mittels Zusatz-Akkus modular erweitert werden kann, sollte zum Nachfolger AC200Max greifen – die AC200P kann mit ihrer beachtlichen Kapazität von 2 Kilowattstunden nicht erweitert werden.

Insgesamt empfehlen wir für Wohnmobilisten den Griff zur AC200Max, falls es der Geldbeutel erlaubt. In aller Regel ist die AC200P dafür deutlich günstiger erhältlich.

Kapazität 2000 Wh
Dauerleistung AC 2000 W
Gewicht 27,5 kg
Abmessungen 42 x 28 x 38,5 cm

6. Jackery Explorer 240

Jackery Explorer 240 Power Station Test - Gehäuse Vorderseite mit allen Anschlüssen und Display

Die Jackery Explorer 240 schnitt in unserem Test mit der Gesamtnote „sehr gut“ ab und bekam 94 von 100 Punkten.

Wenn du dich in unserem großen Vergleich der Powerstationen bis hier vorgearbeitet hast, ist dir sicherlich bereits aufgefallen: Die eierlegende Wollmilchsau gibt’s auch bei Batteriespeichern nicht. 

Jackery hat mit seiner kleinsten Powerstation den Fokus auf besonders kompakte Maße und geringes Gewicht gelegt. 

Die Jackery 240 ist mit gerade einmal 3 Kilogramm im Handtaschenformat dementsprechend eine exzellente Wahl für Backpacker, Fahrrad-Touren oder kurze Ausflüge. Auch kleine Vans profitieren von diesen Eigenschaften.

Während die Kapazität von 240 Wattstunden bei einer Dauerleistung von 200 Watt am AC-Port ausreicht für etwa die Beleuchtung oder das TV-Gerät im Fahrzeug, ist selbstverständlich bei Energiefressern wie der Kaffeemaschine die Belastungsgrenze deutlich überschritten.

Der Batterie-Zwerg macht jedenfalls all das richtig, was er soll – für größere Aufgaben nutzen wir dagegen den großen Bruder Jackery Explorer 1000.

Kapazität 240 Wh
Dauerleistung AC 200 W
Gewicht 3 kg
Abmessungen 23 x 14,2 x 20 cm

7. Flashfish A501

Flashfish A501 Powerstation Test - Front, Tisch, Garten

Nach unserem Test der Flashfish A501 waren wir überzeugt: Dieses Modell ist für Camper, die mit einer mittelgroßen Powerstation eine ordentliche Kapazität zu bezahlbaren Kosten suchen. 

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags war die A501 deutlich günstiger als vergleichbar große Modelle von Premium-Herstellern.

Positiv überrascht hat uns zudem die Tatsache, dass wir nach intensiven Tests der A501 am AC-Ausgang eine Nettokapazität von 483 Wattstunden (89,4 Prozent der Herstellerangabe von 540 Wattstunden) messen konnten. Das ist längst nicht immer so – ein Verlust von rund 10 Prozent der Brutto-Kapazität ist ein guter Wert.

Wir bekommen also kurz gesagt mit der Powerstation Flashfish A501 viel Batteriespeicher fürs Geld.

Wenig überraschend ist jedoch, dass dies auf Kosten der Funktionalität gehen musste. Dickster Nachteil, vor allem für Camper mit Solarpanel: Laden und Entladen sind nicht gleichzeitig möglich!

Kapazität 540 Wh
Dauerleistung AC 500 W
Gewicht 6,4 kg
Abmessungen 32,5 x 19,5 x 23,5 cm

8. PowerOak AC50S

Die PowerOak AC50S ist die Weiterentwicklung der älteren AC50 und kann 500 Wattstunden Brutto-Kapazität in ihren Lithium-Ionen-Zellen speichern. 

Zwar ordnet sich das 7,5 Kilogramm schwere Modell von PowerOak damit in die Reihe der mittelgroßen Powerstationen ein. Jedoch können wir an den beiden AC-Ausgängen „nur“ 300 Watt Dauerlast entnehmen – das reicht allerdings für viele Aufgaben des Camping-Alltags.

Zum Vergleich: Mit der etwa gleich großen Jackery Explorer 500 haben wir ebenfalls rund 500 Wattstunden zur Verfügung, können aber 500 Watt starke Verbraucher am 230-Volt-Ausgang betreiben.

Die Ausstattung mit diversen Anschlüssen ist für eine Powerstation dieser Größe hervorragend gelöst. Wer etwa diverse Mobilgeräte laden möchte, ist mit der AC50S gut aufgestellt. So finden wir – zusätzlich zu den USB-Ports – auf der Oberseite ein Wireless-Ladepad, mit dem wir unser Smartphone durch Auflegen komfortabel laden können.

Kleiner Nachteil: Der USB-C-Port mit Power Delivery ist zwar sinnvoll zum Laden von Drohne oder MacBook Pro. Allerdings fällt dieser Ausgang mit nur 40 Watt vergleichsweise schwach aus. Die EcoFlow River Pro bringt es am USB-C-Ausgang auf satte 100 Watt.

Die bisherigen Kandidaten haben es vor allem aufgrund ihrer Leistung oder ihrer Maße in die Liste der besten Powerstationen geschafft. Die kompakte Powerstation AC50S liefert vor allem ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kapazität 500 Wh
Dauerleistung AC 300 W
Gewicht 7,5 kg
Abmessungen 20 x 19,6 x 26 cm

9. PowerOak EB240

In unserem Review zur EB240 von PowerOak  begeisterte uns das Kraftpaket mit Lithium-Ionen-Zellen und 2.400 Wattstunden Akku. Das mittlerweile in die Jahre gekommene Modell von PowerOak war damals eines der wenigen Solargeneratoren in der 2 Kilowatt-Klasse.

Mit 1.000 Watt Leistung an der 230-Volt-Steckdose kann der Wechselrichter mit reiner Sinus-Kurve jedoch heute noch den allermeisten Anforderungen im Wohnmobil (Beleuchtung, Kaffeemaschine, Kühlschrank usw.) locker standhalten.

Neben zwei Steckdosen bekommen wir für mobile Endgeräte insgesamt vier USB-A-Ports und einen 45 Watt USB-C Port mit Power Delivery. Zwar ist das Laden von Laptops am USB-C-Anschluss dank Wegfallen der doppelten Umwandlung effizienter als über den Wechselrichter. Hier gilt aber dieselbe Kritik wie für die PowerOak AC50S: Der Port ist mit 45 Watt zu schwach gewählt – ein Upgrade auf mindestens 60 Watt, besser 100 Watt, ist wünschenswert.

Mit einem Gesamtgewicht von 22 Kilogramm und Maßen von 52 x 17 x 32 Zentimetern bleibt auch die EB240 Powerstation mit der Form und Größe eines Desktop-PCs vor allem für größere Fahrzeuge und als Backup-Stromquelle interessant.

Zwar ist die EB240 in aller Regel deutlich günstiger als die neuere AC200Max. Jedoch empfehlen wir – falls es der Geldbeutel erlaubt – den Kauf der AC200Max, wenn die Powerstation als zentrale Stromversorgung im Camper dienen soll. Grund dafür ist der 30 Ampere starke 12-Volt-Ausgang der AC200 Max und die modulare Erweiterbarkeit mit Zusatzbatterien.

Kapazität 2400 Wh
Dauerleistung AC 1000 W
Gewicht 22 kg
Abmessungen 52 x 17 x 32 cm

Tragbare Solargeneratoren mit Solarmodulen

Diese Bestenliste besteht aus Solargeneratoren, die in einem Bundle aus Solar-ladefähiger Powerstation mit passenden Solarmodulen angeboten werden.

Top tragbare Powerstationen für bestimmte Anwendungen

Powerstation Kapazität Leistung Gewicht
Bluetti EP500Pro 5100 Wh 3000 W 76 kg
EcoFlow Delta Pro 3600 Wh 3600 W 45 kg
Anker 757 1229 Wh 1500 W 19,9 kg

Fragen, Antworten & Tipps

Solargenerator Bluetti AC200MAX, Solar Panel Bluetti SP200, Nordsee, Deich, Wiese, Picknick, Decke, Kühlbox

Der Begriff „Solargenerator“ bezieht sich meist auf ein Gerät, das als portable Batterie mit einem oder mehreren Photovoltaik-Modulen verbunden wird, um Sonnenlicht als elektrische Energie einzufangen, zu speichern und an angeschlossene Verbraucher weiterzuleiten. 

Häufig wird ein tragbarer Solargenerator mit dem Begriff „tragbare Powerstation“ gleichgesetzt, da Letztere heutzutage fast ausnahmslos über integrierte Solarladeregler verfügen, die das problemlose Aufladen per Solarmodul ermöglichen.

Eine tragbare Powerstation ist ein Generator als wiederaufladbare Batterie, welche heutzutage vor allem mit Lithium-Ionen- oder Lithium-Eisenphosphat-Zellen bestückt ist und typischerweise über einen Wechselrichter mit Wechselstromausgang und Gleichstromausgängen (USB-A, USB-C, 12-Volt) verfügt. Eine tragbare Powerstation kann als Notstromversorgung zu Hause oder im Outdoor-Betrieb verwendet werden.

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Powerstation sind Kapazität (Wattstunden), Leistung (Watt), Mobilität (Maße und Gewicht), Anschlüsse und Ladezeit. Zunächst solltest du die Frage beantworten, zu welchem Zweck die Powerstation eingesetzt werden soll: Soll sie für Kurztrips mit dem Zelt sein, ist Mobilität entscheidend. Steht dagegen die Notstromversorgung zu Hause im Vordergrund, zählen Kapazität, Anschlüsse und Leistung.

Den vorrangigen Zweck der Powerstation vor dem Kauf zu definieren, ist entscheidend: Einige Kriterien – etwa gute Mobilität und Kapazität – sind nicht gleichzeitig realisierbar. Je mehr Kapazität die Powerstation besitzt, desto größer und schwerer ist diese.

Wir empfehlen, die Verbraucher zu bestimmen und deren Leistungsaufnahmen zu notieren. Damit erhält man einen wichtigen Überblick für den geplanten Zweck. Wie viel Watt ein Verbraucher benötigt, erfährt man durch Kontakt mit dem Hersteller oder durch die Betriebsanleitung des Verbrauchers. 

Wir haben bereits einen Beitrag veröffentlicht, der eine Hilfestellung für die Auswahl der Stärke eines Stromerzeugers geben soll – unter anderem auch bei der Einbeziehung des Anlaufstroms.

Fast alle modernen Powerstationen sind durchladefähig, sie können also gleichzeitig geladen und entladen werden. Somit können Verbraucher während des Ladevorgangs an den entsprechenden Ausgängen betrieben werden.

Vielfach fehlt jedoch der Hersteller-seitige Hinweis, dass ein gleichzeitiges Laden und Entladen nicht möglich ist. In unserer Liste der besten Powerstationen ist das Modell Flashfish A501 nicht durchladefähig.

Grundsätzlich ist der Betrieb von thermoelektrischen und Kompressor-Kühlboxen sowohl am 12-Volt-Ausgang als auch an den 230-Volt-Steckdosen einer Power Station möglich. Beachte dabei unbedingt den höheren Einschaltstrom, der beim Einschalten der Kompressor-Kühlbox benötigt wird. Dieser kann kurzfristig bis zu achtmal höher liegen als die Leistungsaufnahme im Dauerbetrieb.

Liegt die Leistungsaufnahme der Kühlbox bei 60 Watt (beim Kühlvorgang, sonst rund 10 Watt), kann der Peak-Strom für eine Sekunde auf 480 bis 600 Watt klettern. Entsprechend großzügig dimensioniert muss die Leistung der Power Station sein. Für leistungshungrige Kühlboxen empfehlen wir das Modell Jackery Explorer 1000, das eine kurzfristige Peak-Leistung von 2.000 Watt bedienen kann.

Zum Lagern einer tragbaren Powerstation solltest du einen kühlen, trockenen Ort auswählen – die optimale Temperatur liegt bei 15 bis 18 Grad Celsius und höchstens 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Eine Powerstation sollte mit einer verbleibenden Kapazität von 30 bis 50 Prozent eingelagert werden, um die Batterie zu schonen. 

Die Ausnahme stellen Wohngebiete dar, in denen häufiger mit Notstrom-Einsätzen gerechnet werden muss, zum Beispiel wegen des Saisonbeginns tropischer Wirbelstürme. Muss die Powerstation ständig einsatzbereit sein, empfehlen wir die Einlagerung mit 100 Prozent Kapazität.

Immer dann, wenn die Powerstation nicht benötigt wird, sollte sie dagegen gelagert werden.

Um Tiefenentladung zu vermeiden, sollte die Powerstation regelmäßig, mindestens jedoch einmal im Jahr, bis auf einen Füllstand von 30 bis 50 Prozent geladen werden. Das liegt daran, dass die Batterie sehr langsam, aber stetig, an Ladung verliert.

Zwar sollte ein zu heißer und feuchter Aufstellort unbedingt vermieden werden. Trotzdem kann der Generator für die Dauer des Urlaubs ruhig im Fahrzeug verbleiben, selbst im Sommer. Die dauerhafte Lagerung an heißen Orten reduziert dagegen die Langlebigkeit der Batteriezellen erheblich.

Beachte die Lufttemperatur. Die ideale Betriebstemperatur von Powerstationen liegt in aller Regel bei 0 – 40 Grad Celsius. In Zelten und Fahrzeugen wird es schnell sehr heiß. Öffne an sonnigen Tagen ein Fenster, damit der Akku nicht zu warm wird.

Ist das Gerät nass? Nach kalten Nächten im Freien kann sich Kondenswasser an der Powerstation bilden. Trockne die Powerstation in der Sonne, bevor du sie in Betrieb nimmst.

Steht das Gerät sicher? Sichere den schweren Solargenerator im Fahrzeug vor Beginn der Fahrt mit einem Gurt. Stelle die Batterie nicht auf einen Campingtisch. Der Tisch kann umkippen, wenn du einen Stecker in die Steckdose steckst.

Im Allgemeinen müssen Powerstationen bei sehr starker Nutzung alle zwei bis fünf Jahre ersetzt werden. Dies hängt jedoch von der Frequenz der Nutzung, den Batteriezellen (Li-Ion oder Lithium-Eisenphosphat), der korrekten Handhabung, Pflege und der Temperaturumgebung ab. Ein wichtiger Hinweis beim Kauf ist die Angabe der Ladezyklen (Vollladung). 

Nach Erreichen der angegebenen Ladezyklen ist der Akku jedoch weiterhin einsatzfähig, wenn auch mit geringerer Kapazität (meist 80 Prozent der Maximalkapazität).

Bei lediglich gelegentlicher Nutzung kann ein Solargenerator durchaus 10 Jahre und länger halten, da dieser keine empfindlichen, beweglichen Teile enthält wie etwa herkömmliche Generatoren mit Motor.

Grundsätzlich ist der Anschluss einer Powerstation im Wohnwagen oder Wohnmobil installationstechnisch durch einen Umbau möglich, indem mithilfe einer Brücke in der Leitung zum Camper aus dem IT-Netz der Powerstation ein TN-Netz erzeugt wird.

In dem folgenden Video wird dies ab Minute 11:46 erläutert.

sc_logo_zelte.png

Du magst den Beitrag?

Fabian Mintzer

Fabian Mintzer

Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.