Tunnelzelt Skandika Montana 8 – Familienzelt für 8 Personen

Mehrere Zelte auf einem Berg im Sonnenuntergang
Das Skandika Montana 8 ist ein Vis-a-Vis Tunnelzelt mit 5 Räumen für 8 Personen. Die vier gegenüberliegenden Schlafkabinen haben separate Eingänge mit Moskitonetzen. Der Wohnbereich verfügt über drei Außeneingänge inklusive Sonnensegel. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für ein 8-Mann-Zelt richtig gut, wobei wir selbstverständlich ein paar Komfort-Funktionen vermissen.

24,3

m² Fläche

2,71

m² pro Person

Besondere Merkmale

Inhaltsverzeichnis

Was kostet das Skandika Montana 8 Tunnelzelt?

Zum Zeitpunkt dieses Reviews haben wir das 8-Personen-Familienzelt für ca. 600 Euro bekommen. Den aktuellen Preis des Montana 8 kannst du dir bei Amazon ansehen.

Für wen eignet sich das Zelt?

Durch die schiere Größe ist das Montana 8 kein Zelt für kurze Aufenthalte – wir empfehlen es als Gruppenzelt für längere Sommerurlaube auf dem Campingplatz oder mehrtägige Festivals.

Autocamper benötigen Platz im Wagen – wegen der enormen Abmessungen der Zelttasche sollte dein Urlaubsfahrzeug genügend Stauraum für Zelt und Reisegepäck mitbringen.

Barrierefreie Türen sind längst nicht selbstverständlich. Das Montana 8 ist aufgrund der barrierefreien Außentüren für Rollstuhlfahrer geeignet.

Feierwütige Zelturlauber aufgepasst: das Montana 8 besteht aus feuerhemmendem Zeltstoff – wenn im Eifer des Gefechts doch mal der Grill umkippt, fängt die robuste Zeltunterkunft wenigstens kein Feuer.

Durch die Innenabmessungen können wir das Montana 8 ideal als Partyzelt umfunktionieren: Wer den Geburtstag auf der heimischen Wiese feiern und dabei einen Ort für Buffet oder Unterstand bei Regen sucht, wird mit dem Gruppenzelt fündig. Dafür lassen wir einfach die Innenzelte weg und haben so Platz satt für Bänke, Tische oder die Musikanlage.

Gruppenreise, Festival

Familiencamper

Trekking

Raumaufteilung

Das Vis-A-Vis Tunnelzelt Montana 8 bietet insgesamt fünf Räume: Zwei gegenüberliegende Innenzelte, die jeweils per Trennwand zu separaten Räumen werden und einen großen Wohnbereich in der Mitte. 

Im Wohnbereich finden wir zwei Außentüren, einen Haupteingang mit Doppeltür und aufstellbarem Sonnendach und einen zweiten Eingang gegenüber. 

Dadurch treten wir uns erfreulicherweise nicht gegenseitig auf die Füße, bei acht Personen kann es bei anderen Zelten schon mal zu einem „Stau“ im Eingangsbereich kommen.

Beide Innenzelte verfügen über zwei Schlafkabinen identischer Größe mit jeweils eigenen Eingängen. Die Trennwand zwischen den Kammern ist herausnehmbar, so bleibst du flexibel bei der Reiseplanung.

Platzangebot Skandika Montana 8

Skandika gibt die Kapazität mit acht Personen an. Wie realistisch ist dies? Dazu werfen wir einen Blick auf die Maße.

Mit 700 x 310 cm Außenmaß (Länge mal Breite) ergibt sich eine Gesamtfläche von rund 21,7 m².  Bei voller Auslastung mit acht Campern sind das 2,71 m² pro Person. Das ist ein Wert im oberen Mittelfeld.

In den Schlafkabinen ist das Platzangebot relativ gut, dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Der Wohnraum in der Mitte ist 7,75 m² groß (2,50 x 3,10 m) und dient eher einem stolperfreien Durchgang zu den Innenkabinen, vielleicht auch der Unterbringung gemeinschaftlicher Gepäckstücke (wie etwa Getränke, Kühlboxen). 

Insofern solltest du damit rechnen, anders als bei anderen Zelten, persönliches Gepäck eher im Innenzelt zu lagern. Ansonsten läuft man aufgrund des Grundrisses Gefahr, entweder die Eingänge zum Innenzelt oder die Außentüren mit Gepäck zu versperren.

Weil der Zeltboden im Wohnraum lediglich eingelegt wird und nicht fest vernäht ist, empfehlen wir, keine Personen im Wohnbereich schlafen zu lassen. Hier muss man mit Insektenbesuch rechnen.

Die Standhöhe ist mit 2 Metern angenehm. Größere Camper können hier locker aufrecht stehen, ohne Bekanntschaft mit der Zeltdecke zu machen.

21,70

m² Fläche

2,71

m² pro Person

4 Personen
6 Personen
8 Personen

Schlafkomfort

Wie gemütlich kannst du im Skandika Montana 8 schlafen?

Alle Schlafkammern sind 215 cm lang. Das ist völlig ausreichend, allerdings könnten größere Menschen, die etwa auf einem Feldbett oder Luftbett schlafen, mit dem Kopf die Rückwand des Innenzelts berühren. Das solltest du zumindest einplanen.

Platzangebot: Für 8 Personen okay

Jedes der beiden Innenzelte bietet ausreichend Platz für acht Schläfer. In jedem Innenzelt finden wir zwei Kammern mit jeweils einer Trennwand in der Mitte. Darin schlafen bei Maximalbelegung vier Personen, zwei pro Kammer. 

Die Kammern auf der rechten Seite sind jeweils 140 Zentimeter breit, somit hat jeder Camper 70 Zentimeter Platz für sich. Auf der linken Seite sind es 135 Zentimeter, sodass pro Person 67,5 Zentimeter zur Verfügung stehen.

Diese Werte in puncto Schlafkomfort sind relativ gut – wir haben bereits Zelte getestet, in denen weniger als 60 cm für jeden Camper vorgesehen waren. Grundsätzlich empfehlen wir stets mindestens 60 Zentimeter Freiraum, damit man nicht zu beengt schlafen muss.

Etwas Platz gewinnt man mit der Entfernung der Trennwand. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn wir ein Doppelluftbett unterbringen möchten, das üblicherweise pro Person 80 cm beansprucht. In diesem Fall passt ins rechte Innenzelt ein Luftbett für zwei (etwa 160 cm) und eine Isomatte für eine weitere Person – ohne Trennwand versteht sich.

Zwei Camper liegen im Zelt in den Bergen

Standardkost bei der Ausstattung

Mit vier Personen ist der Schlafkomfort ideal – am besten ein Luftbett oder Feldbett pro Kammer. Damit bleibt im Wohnraum genügend Platz für Tisch und Stühle, da der ungenutzte Raum in den Kabinen für Gepäck verwendet werden kann.

Die Innentüren sind ausreichend groß und mit Mesh versehen, sodass wir keine Insekten begrüßen müssen. 

Zudem findet sich ein Haken mit Kabelbefestigung an der Decke für eine Campinglaterne.

Eine Abdunklung der Schlafkabinen für Langschläfer vermissen wir, allerdings ist das in diesem Preisrahmen auch verschmerzbar.

Teilnote Schlafkomfort

2,15

m Länge

70

cm Breite / Person

Angenehme Stehhöhe
Raum in den Schlafkabinen
Ausstattung eher mager

Wohnkomfort

Das Montana 8 ist keine Neuheit mehr, trotzdem finden wir einige Features, die wir bei moderneren Zelten vermissen. Der Wohnkomfort ist insgesamt gut.

Platzangebot: Kleinere Sitzgruppe passt

Der Wohnraum ist mit 250 x 310 cm ausreichend groß. Hier findet ein mittelgroßer Campingtisch mitsamt Stühlen Platz. Theoretisch kann man sogar 8 Stühle unterbringen, dann wird es allerdings etwas beengt, vor allem für allgemeines Gepäck, das nicht in den Innenzelten untergebracht wird.

Grundsätzlich ist der Trick bei diesem Wohnpalast daher, das „Gruppen“-Gepäck für jedermann im Auto oder Wohnmobil zu lagern und nicht mit ins Zelt zu nehmen. Damit schafft man viel Platz, den man für eine ausreichend große Sitzgruppe verwenden könnte.

Alternativ bietet sich die Unterbringung eines oder mehrerer Campingschränke im Wohnbereich an, um Stauraum sinnvoll auszunutzen.

Dank der Komfort-Stehhöhe von 2 Metern kannst du dich frei im Wohnraum bewegen und musst dich nicht bücken oder über andere Mitcamper klettern. 

Dabei hilft zudem die Tatsache, dass sämtliche Zeltwände sehr steil konstruiert wurden. Dadurch kann Gepäck im Randbereich untergebracht werden, was längst nicht bei jedem Tunnelzelt möglich ist.

Komfortabel ist zudem die Barrierefreiheit der Außeneingänge. Die Eingänge sind hoch und dank fehlender Türschwelle stolperfrei auch in der Dunkelheit zu betreten. Zudem finden wir am Haupteingang Insektengitter, sodass wir für eine gute Durchlüftung sorgen können.

Licht & Sicht

Vier Fenster aus festem, klaren PVC und die beiden großen Eingangstüren machen den Wohnbereich zu einem hellen, einladenden Ort. Du hast in drei Richtungen eine ordentliche Sicht.

Abends kannst du sämtliche Fenster mit Vorhängen verdunkeln. Neugierige Blicke der Zeltnachbarn musst du nicht befürchten. 

Die Vorhänge haben Knebel-Verschlüsse – Reißverschlüsse wären uns lieber, um die Vorhänge schnell und einhändig zu öffnen.

Insektenschutz

Der Haupteingang ist mit Insektengitter ausgestattet. Das ist schon mal super gelöst. Allerdings stört uns die Tatasche, dass wir keinen eingenähten Boden im Wohnbereich haben. Dadurch, dass dieser lediglich eingelegt wird, musst du zwangsläufig mit krabbelnden Besuchern aus dem Boden rechnen.

Daher lautet unsere allgemeine Empfehlung: lagere keine Lebensmittel im Wohnraum, sondern nur in den Schlafkabinen oder im Fahrzeug.

Die Innentüren zu den Schlafkammern sind mit Mesh ausgestattet und der Boden dort ist rundherum eingenäht. Insekten haben also nachts keine Chance, an dich heranzukommen.

Extra-Features

Skandika hat fürs Montana 8 flammhemmendes Gewebe spendiert. Das heißt konkret: Zwar schmilzt der Stoff, wird aber nicht entflammt. Eine einzelne Flamme würde dann eher ein Loch ins Zelt brennen und sofort ersticken.

Am besten gefällt uns die Barrierefreiheit des Eingangs. Stolperfallen und Hindernisse für Rollstuhlfahrer werden so vermieden.

Das Sonnendach am Haupteingang ist ebenfalls erwähnenswert. So wirst du im Eingangsbereich vor Sonne und Regen geschützt. Zudem können wir unsere Schuhe außerhalb des Zelts unter dem Dach lagern.

Was uns klar fehlt: Organizer-Taschen im Wohn- und Schlafbereich. Hier hätte Skandika ruhig etwas großzügig sein können – etwa um Brille, Kulturbeutel-Inhalte und sonstige Pflegeutensilien unterbringen zu können.

Schlaufen an der Zeltdecke für die Laterne und eine großzügige, vertikale 4er-Reihe Aufbewahrungstaschen aus Mesh an der Rückwand des Wohnbereichs – Das Easy Camp Hurricane 500 ist gut ausgestattet.

Teilnote Wohnkomfort

2 Eingänge
Haupteingang mit Mesh
Organizer Taschen fehlen

Wetterschutz

Sonne: ordentlicher Schutz

Das Außenzelt besteht aus 185T Polyester und schützt somit gut vor UV-Strahlung durch die Sonne. Auch die Vorhänge an den vier Fenstern halten dicht. Der Schutz vor direkter Sonnenbestrahlung ist somit gut.

Sonnenuntergang über einer Steppe

Hitze

Verglichen mit Konkurrenzzelten schlägt sich das Skandika Montana 8 relativ gut bei sommerlicher Hitze.

Wir können eine gute Durchlüftung im gesamten Zelt schaffen, indem beide Außeneingänge geöffnet bleiben. Das ist für den Haupteingang wenig problematisch, da dieser mit Moskitonetzen ausgestattet wurde.

Der andere Eingang verfügt jedoch über keine Insektengitter an der Außentür. Dadurch haben wir hier an heißen Tagen kaum eine andere Wahl als zu lüften, und damit Insekten in den Wohnraum einzuladen.

Trotzdem – durch die gegenüberliegenden Türen bekommen wir eine sehr gute Durchlüftung des gesamten Wohnbereichs.

Im Wohnbereich staut sich wenig Hitze unter der Decke, da die Türen sehr hoch sind. Außerdem befinden sich zusätzliche Lüftungsschlitze unter den Fenstern.

Zusätzlich bietet es sich an, die Hinterlüftung an den Innenzelten zu nutzen. Diese sind von eher durchschnittlicher Größe.

Regen: Gute Wassersäule

Das 185T PU-beschichtete Gewebe der Außenhaut erzielt eine 5.000 mm hohe Wassersäule. Mit wasserdicht versiegelten Nähten schützt das Montana 8 selbst bei starkem Regen vor eindringender Feuchtigkeit zuverlässig.

Zu der eingelegten Bodenplane macht Skandika keine Angaben. Üblicherweise besteht eine solche Bodenplane aber aus Polyethylen mit einer sehr hohen Wassersäule von 10.000 mm.

Kälte

Kälte ist für das Gruppenzelt Montana 8 nicht ideal.

Erstens ist der Boden nur eingelegt und nicht etwa rundherum versiegelt. Ein Teil der Wärme entweicht also über den Bodenbereich.

Zweitens finden wir vergleichsweise viel Mesh vor, was bei Hitze selbstverständlich wünschenswert ist – nicht jedoch bei Kälte.

Immerhin sind sämtliche Belüftungsschlitze verschließbar, sodass darüber kaum Wärme verloren gehen kann.

Kräftiger Wind treibt Wolken über ein Kornfeld

Wind: Auf die Richtung kommt es an

Wind ist für Tunnelzelte nie ideal, da stellt das Montana 8 keine Ausnahme dar. Gerade die Vorderseite mit zwei Metern Firsthöhe bietet dem Wind viel Angriffsfläche – du solltest bei allzu starkem Wind das Zelt sicherheitshalber abbauen, bevor es Schaden nehmen kann.

Die Schwachstelle – neben der Tunnelzeltkonstruktion selbst – sind die Zeltstangen aus 12,7 mm Fiberglas im oberen Dachbereich. Zwar ist das Stahlgestänge an der Seite besonders robust, trotzdem können die Glasfaser-Stangen bei schwerem Sturm beschädigt werden.

Um das Risiko von Schäden zu reduzieren, baue am besten die aerodynamische Rückseite des Zelts in Windrichtung auf. So schützt du die anfällige Vorderseite.

Bei ganz besonders stürmischem Wetter solltest du die mitgelieferten Zeltheringe gegen bessere Modelle eintauschen.

Teilnote Wetterschutz

5.000

mm Wassersäule

2

Außentüren

Gute Durchlüftung
Hohe Wassersäule