Das Tunnelzelt – Merkmale, Vorteile & Nachteile

In unserem ausführlichen Ratgeber beschreiben wir, was ein Tunnelzelt ist und wofür es sich besonders gut eignet. Wir erklären die Vorteile & Nachteile eines Tunnelzelts, wie es sich bei Wind, Regen und Kälte schlägt und welche Ausstattung ein gutes Tunnelzelt haben sollte. Dieser Beitrag richtet sich an jeden, der ein neues Zelt kaufen oder einfach alles über sein Zelt wissen möchte.

Das Tunnelzelt - Merkmale, Vorteile & Nachteile 1Das Tunnelzelt - Merkmale, Vorteile & Nachteile 2

Das Tunnelzelt ist ein sehr vielseitiger und beliebter Zelttyp. Mehrere parallele Gestängebögen geben ihm die Form eines Tunnels. Im unteren Teil stehen die Wände senkrecht auf dem Boden und bilden einen gleichmäßig gekrümmten Bogen. Anders als etwa beim Kuppelzelt steht beim Tunnelzelt jede Zeltstange einzeln, die Stangen kreuzen sich nicht.

Die wichtigsten Merkmale

Die größte Stärke des Zelts: In Bodennähe sind die Zeltwände senkrecht, der Platz im Innenraum kann bis in die Ecken hinein optimal genutzt werden.

Der größte Nachteil des Zelts: Ein Tunnelzelt muss immer abgespannt werden – sonst fällt es einfach in sich zusammen!

Welche Arten von Tunnelzelten gibt es?

Einsteiger-Zelte (Beispiel) sind sehr preiswert, einfach ausgestattet und groß genug für 3 – 5 Personen und viel Gepäck. Sie eignen sich für Wochenend-Trips auf Campingplätze und Festivals.

Trekkingzelte (Beispiel) haben eine große Stärke: Sie sind leicht und haben ein kleines Packmaß. Das macht sie zu einem guten Begleiter auf Trekking-Touren. Sie bieten Platz für 1 – 3 Personen.

Familienzelte (Beispiel) können so groß wie eine Apartment-Wohnung sein. Sie haben mehrere Schlafkabinen, Raum für bis zu 8 Personen und bieten die Möglichkeit, in der Apsis eine wettergeschützte Sitzgruppe aufzustellen. Der Aufbau eines Familienzelts dauert bis zu einer halben Stunde, deshalb sind sie am besten für einen langen Urlaub auf dem Campingplatz geeignet.

Aufblasbare Zelte (Beispiel) haben keine Zeltstangen. Sie haben Luftkammern, die mit einer Luftpumpe oder einem Kompressor aufgeblasen werden. Das Zelt richtet sich dabei von selbst auf. Sie stehen besonders schnell und ohne große physische Anstrengung.

Expeditionszelte (Beispiel) sind unverwüstliche Festungen, die jedem Wetter trotzen. Sie haben Features wie von innen verschließbare Ventilationsklappen, die sie für das Zelten bei Sturm & Schnee auszeichnen. Allerdings sind sie auch teuer und meist nicht allzu groß.

Tunnelzelt im Schnee bei Nacht

In welchen Größen gibt es Tunnelzelte?

Es gibt Tunnelzelte, die klein genug für 1 Person und groß genug für 8 Personen sind. Tunnelzelte haben aufgrund der Bauform ein ausgezeichnetes Innenraum-Material-Verhältnis. 

Die kleinsten Tunnelzelte sind ultra-leicht – sie wiegen nur ca. 1 Kilogramm pro Person und haben eine Grundfläche von etwa 4 Quadratmetern. 

Große Tunnelzelte haben eine geräumige Apsis und nicht selten eine Höhe von 2 Metern und mehr. Diese Riesen haben eine Grundfläche von mehr als 20 Quadratmetern.

Tipp: In großen Tunnelzelten kannst du bequem aufrecht stehen. Das ist nicht nur beim Umziehen im Zelt angenehm.

Wie viele Räume hat ein Tunnelzelt?

Abhängig von der Größe hat ein Tunnelzelt 1 – 4 Räume. Immer vorhanden sind eine geräumige Apsis und eine Schlafkabine.

Die Apsis kann bei manchen großen Zelten durch Versetzen der Außenwand in eine offene Veranda und eine (kleinere) geschlossene Apsis unterteilt werden. Große Zelte haben oft auch mehrere Schlafkabinen.

Grundsätzlich kann ein Hersteller immer noch einen weiteren Stangenbogen an das Tunnelzelt anbauen, um einen weiteren Raum hinzuzufügen.

Coleman Coastline 6 Deluxe Grundriss
Der Grundriss des Coleman Coastline 6 Deluxe. Das ist ein sehr großes Tunnelzelt.

Wie gemütlich ist es in einem Tunnelzelt?

Sehr gemütlich. Tunnelzelte haben im Vergleich zu anderen Zelttypen extrem steile Wände. Deshalb haben große Tunnelzelte eine Höhe von ca. 2 Metern. Man kann in ihnen gemütlich stehen. 

Die geräumige Apsis erlaubt das Aufstellen von Stühlen, Tischen und Regalen – bei schlechtem Wetter kannst du dich hier komfortabel aufhalten. In kleinen Zeltmodellen ist immerhin noch ein bequemes Sitzen möglich.

Tipp: Die Apsis einiger Modelle lässt sich an 3 Seiten öffnen. So kannst du das Vorzelt in einen luftigen Pavillon verwandeln, der Schutz vor Sonne bietet.

Wie gut kann man in einem Tunnelzelt schlafen?

Sehr gut. Dank der steilen Zeltwände hat man im Liegen viel freien Platz über dem Gesicht. Aufgrund ihrer Form lassen sich größere Tunnelzelte auch recht flexibel in Kabinen unterteilen. 

Deshalb hat jede Person bei den meisten Modellen etwa 1,7 m² Liegefläche zur Verfügung. Zum Vergleich: eine normale Iso-Matte hat eine Fläche von 1,2 m².

Bei vielen Tunnelzelten lassen sich die Trennwände zwischen den Schlafkabinen entfernen – so kannst du auf Wunsch mehrere Kabinen zu einem großen Schlafbereich verbinden.

Tipp: Die meisten Menschen empfinden eine 2 Meter x 0,7 Meter große Liegefläche als ausreichend groß. Kinder brauchen weniger Platz.

Wie viel Platz gibt es für das Gepäck?

Selbst kleine Tunnelzelte haben im Vergleich zu anderen Zelten eine außerordentlich große Apsis. Deshalb bieten sie viel Platz für dein Gepäck

Weiterer Stauraum befindet sich zwischen Innenzelt und Außenzelt und in Taschen, die bei den meisten Tunnelzelten in das Innenzelt genäht sind.

Wie baust du ein Tunnelzelt auf?

Zuerst wird das Außenzelt aufgebaut und abgespannt. Dann hängst du das Innenzelt in das fertig aufgebaute Außenzelt ein. Das ist bei Regen praktisch – Das Innenzelt bleibt schön trocken. 

Allerdings hat diese Art des Aufbaus auch einen großen Nachteil: Weil das Tunnelzelt selbst bei schönem Wetter mit Heringen und Sturmleinen abgespannt werden muss, dauert der Aufbau länger als bei anderen Zelttypen

Kleine Tunnelzelte werden leicht von einer Person aufgebaut, für große Tunnelzelte sind 4 Hände praktischer.

Tipp: Mit der richtigen Technik kannst du auch große Tunnelzelte allein aufbauen: Verankere zuerst die Kopfseite des Zelts im Boden und zieh das Zelt dann wie eine Ziehharmonika lang!

Wie lange dauert der Aufbau?

Das Anbringen der Sturmleinen und Heringe und das Einhängen des Innenzelts braucht seine Zeit. Für ein kleines Tunnelzelt brauchst du ca. 5-10 Minuten. An einem großen Tunnelzelt kann man gut eine halbe Stunde bauen – die meiste Zeit braucht die Abspannung.

Tipp: Wenn das Zelt trocken ist, kannst du beim Abbauen das Innenzelt im Außenzelt lassen. Das beschleunigt den nächsten Aufbau.

Tipp: Bei Windstille reicht es, wenn du nur die Kopf- und Rückseite deines Tunnels abspannst.

Wo kann man ein Tunnelzelt aufbauen?

Nein, ein Tunnelzelt kann man nicht überall aufbauen. Die Sturmleinen brauchen eine Menge Platz. Als Faustformel gilt: Durch die Abspannung wird das Zelt doppelt so breit. Das macht den Aufbau des Zelts auf gut gefüllten Campingplätzen und in Wäldern zu einem schwierigen Unterfangen. 

Achtung: Nicht jeder Untergrund ist geeignet. Das Zelt muss mit Heringen im Boden befestigt werden. Zur Not kannst du deine Unterkunft auch an Bäumen oder Sträuchern befestigen. Glatter Fels oder Asphalt bieten dem Zelt jedoch keinen Halt.

Tipp: Auf schwierigen Untergründen kannst du dein Zelt auch an herbeigeschafften Felsbrocken oder mit Sandsäcken abspannen.

Welches Werkzeug brauchst du, um ein Tunnelzelt aufzubauen?

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Die Heringe lassen sich am besten und sichersten mit einem Hammer in den Boden treiben. Warum? Beim Eintreten der Heringe mit dem Fuß leiert der Erdkanal schnell aus! 

Wir benutzen gerne einen relativ schweren & harten Hammer mit Heringsauzieher. So ein Hammer kommt auch mit festen Böden klar – und du bringst die Heringe nach dem Zelten leicht wieder aus dem Boden heraus.

Wie stabil ist ein Tunnelzelt bei Wind?

Mindestens die beiden äußersten Stangen eines Tunnelzelts müssen nach vorne und hinten abgespannt werden, damit das Tunnelzelt überhaupt steht. Bei gutem Wetter reicht das aus – bei schlechtem Wetter nicht

Der Tunnel ist aufgrund seines hohen Profils sehr anfällig für SeitenwindWir haben oft schlecht abgespannte Tunnelzelte gesehen, die bei einer kräftigen Windböe umgefallen sind. Leider bricht dann auch schnell mal eine Zeltstange. 

Besser: Spanne das Tunnelzelt auch seitlich ab und ziehe die Sturmleinen schön fest an. Gut abgespannt ist das Zelt außerordentlich sturmfest – deshalb wird es auch gerne für Expeditionen in kalten und rauen Gegenden eingesetzt. 

Wie du dein Zelt richtig abspannst zeigen wir dir in unserem Ratgeber Zelt richtig abspannen – 13 Tipps für ein windfestes Zelt.

Tipp: Stellst du das Zelt mit der schmalen Seite in den Wind, erhöht sich die Windstabilität enorm!

Wie gut ist der Schutz vor Hitze?

Wurfzelt im Sonnenuntergang

Viele Tunnelzelte heizen sich bei Sonne leider sehr stark auf. Ein häufiges Problem: Die Schlafkabinen werden – wenn überhaupt – nur durch einen sehr kleinen Lufteinlass belüftet. 

Es gibt allerdings auch richtig gut belüftete Tunnelzelte, die bei Hitze vergleichsweise kühl bleiben. Kühle Tunnelzelte haben:

  • Mehrere Eingänge zur Apsis, durch die viel Luft mit der Umgebung ausgetauscht wird (Beispiel)
  • Einen weiteren Eingang oder eine große, möglichst hoch angebrachte Belüftungsöffnung in der Schlafkabine (Beispiel)
  • Ein Außenzelt, das nicht ganz bis zum Boden reicht, damit von unten kühle Luft ins Zelt strömen kann (Beispiel)

Tipp: Eine über das Zelt gespannte Rettungsdecke mindert bei großer Hitze die Sonneneinstrahlung.

Aus welchen Materialien bestehen Tunnelzelte?

Es werden unterschiedliche Materialien eingesetzt. Zelte der Einsteigerklasse haben normalerweise ein Gestänge aus Fieberglas und eine Plane aus PU-beschichtetem Polyester. Das macht sie vergleichsweise schwer und wenig robust gegen mechanische Belastungen. 

Hochwertige, leichte Trekkingzelte sind oft mit Stangen aus Aluminium und einer Plane aus Nylon mit Silikonbeschichtung gefertigt. Sie sind leicht und robust. 

Große Familien-Tunnelzelte kommen manchmal mit einer Plane aus Baumwolle. Sie sind extrem schwer, haben dafür aber an heißen Tagen ein sehr angenehmes Raumklima – Baumwolle ist luftdurchlässig.

Wie sieht es bei Gewicht & Packmaß aus?

Tunnelzelte haben von allen Zelttypen das beste Innenraum-Material-Verhältnis. Kleine Tunnelzelte aus hochwertigen Materialien wie Aluminium und Nylon haben deshalb ein sehr geringes Gewicht: Sie wiegen nur etwa 1 Kilogramm pro Person und kommen mit einem Packmaß von ca. 3 Litern pro Person aus.

Große Tunnelzelte sind hingegen häufig überraschend schwer. Das Skandia Gotland für 6 Personen wiegt 21,7 Kilogramm und hat 77 Liter Packmaß – eindeutig zu groß und zu schwer für den Rucksack. Das liegt aber nicht an der Tunnelzelt-Form: Das Gotland hat massive Zeltstangen aus Fiberglas und Stahl und ist mit einer Grundfläche von 24,3 m² einfach riesig.

Tipp: Die einfachste Möglichkeit das Gewicht deines Tunnelzelts zu reduzieren sind gute Heringe aus Aluminium.

Wo kann man ein Tunnelzelt kaufen?

Tunnelzelte sind einer der beliebtesten Zelttypen überhaupt. Man kann sie in praktisch jedem Geschäft kaufen, das Zelte führt.

  • Amazon hat eine sehr große Auswahl an günstigen Einsteigerzelten, ultraleichten Trekkingzelten und großen Familien-Tunnelzelten. Hier findest du praktisch jeden Zelt-Hersteller.
  • Otto hat ebenfalls ein breites Angebot an Zelten und bietet dir die Möglichkeit, ein Zelt bei Nichtgefallen innerhalb von 30 Tagen kostenlos zurückzusenden.
  • Bergfreunde ist auf Outdoor und Bergsteigen spezialisiert und führt eine riesige Auswahl an leichten Trekking-Tunnelzelten.

Ebenfalls eine große Auswahl an Tunnelzelten führen Globetrotter, Campz und Fritz Berger. Auch bei Discountern wie Aldi und Lidl lässt sich, vor allem im Frühjahr, so manches Camping-Schnäppchen machen.

Wie teuer sind sie?

Je nach Ausstattung, Qualität und Größe kosten Tunnelzelte etwa zwischen 50 und 1500 Euro

Ein Einsteiger-Zelt für 4 Personen, das für gelegentliches Campen bei gutem Wetter auf dem Zeltplatz ausreicht, gibt es für etwa 100 Euro

Große Familien-Tunnelzelte kosten das zwei- bis dreifache, ein robustes Baumwollzelt für 6 Personen kann auch schon einmal 800 Euro kosten. 

Am teuersten sind besonders robuste Expeditionszelte wie das Hilleberg Kaitum – sie kosten regelmäßig mehr als 1000 Euro.

Für wen ist ein Tunnelzelt geeignet?

Tunnelzelt auf einem Hügel an der Küste

Für jeden, der ein stabiles, hohes Zelt mit viel Innenraum haben möchte, um viele Personen oder viel Gepäck unterzubringen. Und kein Problem damit hat, beim Aufbau einige Extra-Minuten zu investieren, um das Zelt mit Heringen abzuspannen.

Welche Ausstattung hat ein gutes Modell?

Was „gut“ ist, hängt natürlich stark davon ab, zu welchem Zweck das Zelt eingesetzt wird. Ein Familienzelt, das nur einmal im Jahr direkt neben dem Auto aufgebaut wird, braucht kein Gestänge aus leichtem (und teurem) Karbon. Wir geben hier deshalb Empfehlungen, die auf möglichst viele Zelte zutreffen:

Gute Belüftung
Ein gutes Tunnelzelt hat mindestens 2 Eingänge und an jeder Seite eine Dauer-Ventilation. Das steigert den Komfort im Sommer erheblich.

Passende Heringe
Da Tunnelzelte immer mit Sturmleinen und Heringen abgespannt werden müssen, solltest du auch passende Heringe im Gepäck haben. Wir haben bei unserem Tunnelzelt mit diesen Aluminium-Schraubheringen in weichen Böden und mit diesen Erdnägeln aus geschmiedetem Stahl auf harten Böden gute Erfahrungen gemacht.

Abgedunkelte Schlafkabine
Ein neuer Trend, nicht nur bei Tunnelzelten: Die Schlafkabinen sind durch spezielle, besonders lichtundurchlässige Stoffe abgedunkelt. Das macht es leichter, morgens länger zu schlafen. Die verminderte Sonneneinstrahlung sorgt tagsüber auch für kühlere Temperaturen im Zelt. Viele Hersteller haben bereits abgedunkelte Schlafkabinen unter unterschiedlichen Namen im Programm, Coleman nennt diese Technik beispielsweise Blackout Bedroom.

3000 mm Wassersäule
Ein Außenzelt mit mindesten 3000 mm Wassersäule und versiegelten Nähten bleibt auch bei tagelangem Dauerregen trocken.

Welche Tunnelzelte sind empfehlenswert?

Es gibt viele gute Modelle für beinahe jeden Zweck. Wir greifen uns drei Zelte heraus, die wir in ihrem jeweiligen Einsatzbereich für besonders empfehlenswert halten.

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Einsteiger-Zelt: Das Campfeuer 4-Personen-Zelt

Das CampFeuer 4-Personen-Zelt (aktueller Preis bei Amazon) ist ein günstiges, aber gut konstruiertes Tunnelzelt mit Moskitonetzen an der Schlafkabine und viel Platz für Gepäck im großen Vorraum.

Was uns gut gefällt
Der günstige Preis in Kombination mit seinem sinnvollen Layout machen dieses Zelt zu einem Tipp für Einsteiger: Im Angebot ist es schon ab etwa 100 Euro erhältlich. Dank seiner vorbildlichen Belüftung durch 3 Eingänge und ein Fenster bleibt der Tunnel im Sommer angenehm kühl. Der Vorraum ist wie bei allen Tunnelzelten überaus geräumig und bietet auch für sperriges Gepäck wie Campingmöbel und Kühlbox ausreichend Platz.

Was uns nicht so gut gefällt
Etwas Luft nach oben gibt es beim Schlechtwetter-Schutz: Grundsätzlich ist das Zelt mit 3000 mm Wassersäule und versiegelten Nähten absolut wasserdicht. Allerdings sind die Wände des Vorzelts nicht bis ganz bis zum Boden herunter gezogen: Bei starkem Wind & Regen kann Gepäck in den Randbereichen nass werden. Die beigelegten Heringe erfüllen ihren Zweck, sollten jedoch bei regelmäßigem Camping durch bessere Modelle ausgetauscht werden.

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Familien-Zelt: Vango Odyssey Air 800

Das aufblasbare Odyssey Air 800 des schottischen Herstellers Vango hat anstelle von klassischen Stangen Luftschläuche. Es hat 5 Räume mit einer nutzbaren Innenfläche von insgesamt 18,09 m² – viel Platz für bis zu 8 Personen. Links und rechts im Zelt befinden sich 2 Schlafkabinen. Die Zeltmitte dient als Wohnbereich.

Das gefällt uns gut
Das Zelt ist sehr geräumig. Bei voller Belegung mit 8 Personen hat jede Person 2,26 m² Platz. Im Wohnbereich kannst du stehen und sogar eine kleine Sitzgruppe aufstellen. Die Außenwände erreichen ringsum vollständig den abgedeckten Boden, die Schlafkabinen haben zusätzlich einen zweiten, vernähten Boden. Deshalb ist der Tunnel auch für kaltes und nasses Wetter geeignet. Dank Air-Technik kann das Zelt von einer Person innerhalb von 20 Minuten aufgebaut werden – das ist für ein Zelt dieser Größe extrem schnell.

Das gefällt uns nicht so gut
Während die Belüftung des Wohnbereichs durch die beiden gegenüberliegenden Eingänge gut funktioniert, ist die Belüftung der Schlafkabinen an heißen Sommertagen nicht optimal: Es gibt nur einige relativ kleine Lüftungsöffnungen. Deshalb kann es zwischen Sonnenaufgang und -Untergang in den Schlafkabinen vergleichsweise warm werden. Insgesamt ist das Vango Odyssey Air 800 jedoch ein hervorragendes Familienzelt.

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Trekking-Zelt: Coleman Cobra 3

Zelte, die du über längere Strecken trägst, sei es auf einer Wanderung oder bei der Anreise zum Festival mit der Bahn, sollten vor allem eines sein: leicht. Das Coleman Cobra 3 für 3 Personen wiegt nur 2,9 kg und hat ein Packmaß von 20,5 Litern.

Das gefällt uns gut
Das Zelt ist unglaublich leicht – es wiegt weniger als 1 Kilogramm pro Person. Für ein Trekkingzelt ist der Innenraum wirklich groß. Zusätzlich befinden sich an den Seiten 2 großzügige Apsiden für das Gepäck. Die Verarbeitung gefällt uns gut. 3000 mm Wassersäule für das Außenzelt und 5000 mm für den Boden bedeuten: Drinnen bleibt es auch bei längerem Regen trocken. Das Preis-Leistungs-Verhältnis (aktueller Preis bei Amazon) ist ausgezeichnet.

Das gefällt uns nicht so gut
Wie bei vielen anderen Zelten bemängeln wir auch hier: Die Belüftung könnte besser sein. Wir verstehen nicht, warum die Innentür nur an einer kleinen Belüftungsöffnung Moskitonetz hat. Auch die mitgelieferten Heringe wirken wenig stabil – hier macht die Anschaffung einer robusteren Bodenverankerung Sinn. Wir finden jedoch: Man bekommt ein tolles Zelt für einen wirklich günstigen Preis.

Tipp: Viele Zelte gibt es in mehreren verschiedenen Größen. Beispielsweise gibt es das Coleman Cobra auch in einer noch leichteren Version für 2 Personen.

Tunnelzelt: Das sind die Vorteile

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Vorteile, die ein Tunnelzelt im Vergleich zu anderen Zelttypen hat:
  • Vorteile
  • Sehr universeller Zelttyp: Kleine Zelte sind leicht, große Zelte bieten unvergleichlich viel Raum
  • Geräumiger als andere Zelte: Das beste Innenraum-Gewicht-Verhältnis aller Zelttypen
  • Große Apsis mit viel Platz für Gepäck und zum Wohnen & Kochen bei schlechtem Wetter
  • Richtig abgespannt sind Tunnelzelte sehr stabil, auch bei starkem Wind
  • Familienzelte haben 2 Meter Standhöhe, in kleinen Modellen ist immerhin bequemes Sitzen möglich
  • Der Innenraum lässt sich vom Hersteller flexibel durch Zwischenwände in mehrere Kabinen aufteilen

Tunnelzelt: Das sind die Nachteile

Natürlich hat das Tunnelzelt im Vergleich zu anderen Zelttypen auch Nachteile, die wir hier zusammengefasst haben:
  • Nachteile
  • Der Aufbau kann etwas länger dauern: Das Zelt muss beim Aufbau immer abgespannt werden. Ohne Zeltleinen fällt es einfach um
  • Ist wegen seines hohen Profils und der großen Breitseite windanfälliger als andere Zelttypen
  • Auch ein abgespanntes Tunnelzelt kann bei Wind komplett zusammenfallen, wenn die Abspannung fehlerhaft ist
  • Der Aufbau braucht Platz und ist nicht auf jedem Untergrund (Fels, Asphalt) möglich
  • Aufgrund der weiten Entfernung zum Eingang ist bei vielen großen Tunnelzelten die Belüftung der Schlafkabinen nicht optimal

Lesetipp: In unserem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du ein Tunnelzelt richtig abspannst.

Welche Alternativen gibt es zu einem Tunnelzelt?

Das kommt darauf an, wozu du das Zelt brauchst. Ein Kuppelzelt kann bei gutem Wetter ohne Heringe aufgebaut werden, bietet aber weniger Platz für Gepäck. Ein Wurfzelt steht in wenigen Sekunden, hat aber ein großes Packmaß. Unsere Übersicht der Zelttypen hilft dir, das richtige Zelt für dich zu finden.

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Fabian

Fabian

Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.
Fabian

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Beim ersten Camping hatte ich nur eine Wolldecke und einen aufblasbaren Sitzsack, auf dem ich auch geschlafen habe. Heute freue ich mich jedoch sehr über ein regendichtes Zelt und einen warmen Schlafsack! Ich habe ein Herz für gute Zelte, Natur, gute Musik, spannende Filme und Spiele, nerdige Technik-Gadgets und ich bastle gerne DIY-Ausrüstung für den nächsten Camping-Trip.